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Förderungsgalerie

"Wir und Passarowitz. 300 Jahre Nachhaltigkeit in Europa" (April/November 2018)

Zurzeit ist im Grazer Zeughaus die Ausstellung "Wir und Passarowitz" zu sehen - wir legen Ihnen einen Besuch sehr ans Herzen!

Die Relevanz des Friedens von Passarowitz und des dazu gehörenden Vertragswerkes für die Geschichte des Landeszeughauses, die Rolle der Balkanländer für die steirische Wirtschaft in Vergangenheit und Gegenwart, die Verkehrsvernetzung zwischen Mittel- und Südosteuropa unter Einbindung der Steiermark, die Rolle Josef von Hammer-Purgstalls und Anton Prokesch‘ von Ostens für die Orientalistik, Erzherzog Johanns Griechenland- und Türkeireise - all diese und weitere, auch und insbesondere die Steiermark betreffende Aspekte wirken bis heute nach und werden im Projektrahmen aufgegriffen und anschaulich dargestellt.

Mit der Ausstellung und den darauf folgenden Veranstaltungen (wissenschaftliches Symposion & Vortragsreihe) wird ein historisches Themen mit deultlicher (!) Gegenwartsrelevanz aufbereitet und auch an breitere Kreise des (vor allem steirischen) Publikums herangeführt, ganz im Sinne des Gründungsauftrages der Gesellschaft zur Erforschung des 18.Jh. im südöstlichen Europa (SOG18, c/o Karl-Franzens-Universität Graz). Die Gründung der Gesellschaft mit Sitz in Graz war nicht nur eine Konsequenz aus der langjährigen Auseinandersetzung in Forschung und Lehre zu diesem Thema, sondern auch eine Folge des an der Universität Graz im Jahre 2011 abgehaltenen „13. Internationalen Kongress zur Erforschung des 18. Jahrhunderts".

Interdisziplinarität wird groß geschrieben: eine Thema wie dieses verlangt geradezu die Einbindung mehrerer Fachdisziplinen, insbesondere (Geschichte, Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Ethnologie, Archäologie, Rechtsgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Politologie und Museologie).

Externe Verknüpfung Einladung zur Ausstellungseröffnung am 5. April 2018

Externe Verknüpfung https://suedosteuropa-18-jahrhundert.uni-graz.at/

 

Ausstellung: "Wir und Passarowitz" © Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner
Ausstellung: "Wir und Passarowitz"
© Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Children Born of War (CHIBOW)

Das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung (kurz: BIK) ist Teil des EU-geförderten Horizon 2020 Marie Skłodowska-Curie Actions Innovative Training Network „Children Born of War - Past Present Future", kurz CHIBOW. Das Netzwerk ermöglicht einer jungen Forschergeneration, die Erfahrungen von „Kindern des Krieges" in verschiedenen Konflikt- und Postkonfliktsituationen des 20. Jahrhunderts zu erforschen.

 Das interdisziplinäre Netzwerk untersucht die Auswirkungen von Kriegen und bewaffneten Konflikten des 20. Jahrhunderts auf das Leben von Kindern, die aus sexuellen Kontakten zwischen einheimischer Bevölkerung und (feindlichen) Soldaten hervorgingen. Es erforscht, ob und wie sich Militärbehörden und Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen an der Integration dieser Kinder - und deren Mütter - in den jeweiligen Gesellschaften beteiligten. Gleichzeitig werden Faktoren aufgezeigt, welche die psychosoziale Entwicklung der Kinder, die Erinnerung an den Krieg im Allgemeinen, aber auch gesellschaftliche Normen und Vorstellungen beeinflussten.

Innerhalb der Projektlaufzeit von vier Jahren (2015-2019) entwickelten und entwickeln 15 Dissertanten - über die jeweiligen Fachgrenzen hinweg - gemeinsam neue Perspektiven auf dieses Thema. Das Netzwerk konzentriert sich dabei auf folgende vier Aspekte: Die Erfahrungen von „Kindern des Krieges" im historischen Kontext am Beispiel von vier Konflikten des 20. Jahrhunderts; Konflikt und Erinnerung; Bildung und Nationalität; Kinder und Gemeinschaft.

Am BIK forscht Lukas Schretter insgesamt drei Jahre lang zu britischen Besatzungskindern in Österreich und Deutschland sowie den Kindern von „war brides" in Großbritannien. Im Rahmen seiner Dissertation untersucht er auf Basis archivalischer Quellen und lebensgeschichtlicher Interviews die Lebens- und Sozialisationsbedingungen dieser Kinder.

Die Koordination des CHIBOW-Netzwerkes liegt bei Sabine Lee, Universität Birmingham (Großbritannien). Barbara Stelzl-Marx ist „Director of Research", Heide Glaesmer und Marie Kaiser von der Universität Leipzig sind „Director of Training" und „Ethics Lead".

 

"FUTURE SCIENCE HUB 2018: Sustainable Progress Management for Young Scholars" (Schlos Seggau, 1./14. Juli 2018)

Die International Summer School Seggau (Reihe "GUSEGG") hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Plattform für den akademischen Dialog zwischen internationalen Studierenden und Forschenden einzelner Disziplinen entwickelt. Ziel war es seit jeher, dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit zur Diskussion unterschiedlichster Forschungsschwerpunkte auf internationaler Ebene und höchstem Niveau zu bieten, das akademische Profil zu stärken und langfristig Teil eines interdisziplinären Netzwerkes zu werden, das über die Summer School hinaus weiter wirkt und strategische Partnerschaften sowie nachhaltige Kooperationen mit internationalen Universitäten und Hochschulen fördert.

Der wissenschaftliche Nachwuchs wird durch die Teilnahme an der von der Universität Graz (Zentrum für Inter-Amerikanische Studien) ausgerichteten renommierten Summer School nicht nur gestärkt (und motiviert), sondern soll aus dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Disziplinen innovative Lösungsansätze entwickeln. Die Veranstaltung bestärkt junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter, kritische Fragen zu stellen, kreativ und nachhaltig zu forschen, sich im Konkreten mit europäischen und internationalen Veränderungsprozessen auseinander zu setzen und die Ergebnisse auf internationaler Ebene zugänglich zu machen.

Durch das Mitwirken von etablierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung ist eine große Bandbreite an wissenschaftlichen Zugängen gegeben, etwa die Beschäftigung mit dem Klimawandel und der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die Auseinandersetzung mit Medien und Öffentlichkeitsstrategien oder die Vermittlung von Inhalten in den Bereichen Sience to Public und Science to Science.

Mehr erfahren Sie auf der Externe Verknüpfung Webseite der Karl-Franzens-Universität Graz [html]

FUTURE SCIENCE HUB 2018 © Photo Credits: GUSEGG
FUTURE SCIENCE HUB 2018
© Photo Credits: GUSEGG

10. Ausseer Gespräche: "Zukunftsfragen" (28. Juni bis 1. Juli 2018 im Congress Ausseerland)

Aussee © Karl-Franzens-Unuiversität Graz
Aussee
© Karl-Franzens-Unuiversität Graz

Die Ausseer Gespräche, die von der gebürtigen Ausseerin Irmtraud Fischer ins Leben gerufen wurden und von einem interdisziplinären Board vorbereitet werden, feiern 2018 ein kleines Jubiläum: Zum zehnten Mal treffen sich Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst in der Region zum gemeinsamen Austausch über brennende Themen der Gegenwart. Als Thema stehen dieses Jahr „Zukunftsfragen" zur Debatte, die von den ReferentInnen, die diesmal allesamt schon einmal bei den Ausseer Gesprächen der letzten Jahre dabei waren, aus ihrem jeweiligen Fach bestimmt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dabei geht es um die Zukunft demokratischer Strukturen, um soziale Gerechtigkeit, um Identitäten und deren Abgrenzung und Konstitution, um Anregungen aus Erfolgskonzepten der Vergangenheit, die immer noch zukunftsweisende Strategien bieten. Die großen Probleme, die die Menschen global betreffen, und Lösungen in Technik, Naturwissenschaft und Medizin erfordern, kommen ebenso durch Fachleute zur Sprache wie die durch bevorzugte Förderung von Naturwissenschaften und Technik sich immer mehr ergebende Marginalisierung von Geistes- und Kulturwissenschaften, die allerdings für eine Gesellschaft identitätsstiftend sind.

Indem die ForscherInnen sowie in- und ausländische Referierende und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst mit Studierenden und NachwuchswissenschaftlerInnen das Thema bearbeiten, bilden sich transdisziplinäre Netzwerke über die Grenzen der eigenen Wissenschaft und Kunst hinweg. Das inzwischen weit über die Grenzen hinaus geschätzte Veranstaltungsformat bietet im heutigen Wissenschafts- und Kunstbetrieb einen der seltenen Orte, an denen es möglich ist, gemeinsam und ohne den Zwang von nachfolgenden Publikationen Ideen zu entwickeln, Problemfelder aufzuzeigen, und sie aus unterschiedlichen Fächern zu beleuchten. Die Veranstaltung setzt die im Ausseerland seit über eineinhalb Jahrhunderten verankerte „intellektuelle Sommerfrische" fort und ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Ausseer Kongress- und Kulturveranstaltungsszene geworden.

Alle Interessierten, insbesondere Menschen aus dem Ausseerland, sind herzlich eingeladen, bei der ganzen Veranstaltung, oder auch bei einzelnen Programmpunkten, teilzunehmen.

Eintritt frei, ohne Voranmeldung.

Externe Verknüpfung VERANSTALTUNGSFOLDER [pdf]

"Verwischte Grenzen. Jüdische Identitäten in Zentraleuropa nach 1918" (Graz, 3./6. Juli 2018)

1924 unternimmt Joseph Roth eine Reise durch sein Geburtsland Galizien, das „große Schlachtfeld des großen Krieges". Er beschreibt darin eine Gegend der kulturellen, sozialen und ethnischen Vielfalt und zeichnet ein Bild, das sich in Lemberg, als der Stadt „der verwischten Grenzen", verdichtet. Jüdinnen und Juden sind in seinem Reisebericht ebenso allgegenwärtig wie die Folgen des Krieges für die Gesellschaft generell und die Jüdinnen und Juden im Besonderen.

Die 28. Internationale Sommerakademie, die von der Karl-Franzens-Universität Graz (Centrum für Jüdische Studien) in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für jüdische Geschichte und den Wiener Vorlesungen ausgerichtet wird, widmet sich den Fragen nach den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die jüdische Bevölkerung in Zentraleuropa. Dabei geht es allerdings nicht vorrangig um die Kriegsjahre, sondern vielmehr um das Kriegsende und die Folgen des Krieges in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Der große Krieg brachte das Ende der multiethnischen Imperien - der Habsburger, der Romanows ebenso wie des Osmanischen Reiches - und mündete, unterstützt durch die Parole des Selbstbestimmungsrechtes der Völker von Woodrow Wilson, in den Siegeszug des homogenisierenden nationalstaatlichen Prinzips. In einer Region struktureller ethnischer und religiöser Heterogenität musste dies jedoch zwangsläufig zu Problemen und in vielen Fällen zu Gewalt führen. Der Bruch von 1918, der in Nord- und Osteuropa in weitere kriegerische Auseinandersetzungen mündete, charakterisierte sich an vielen Orten als revolutionärer Systembruch von der Monarchie zur Republik, der von einer kriegsbedingten allgemeinen sozialen und ökonomischen Krise begleitet wurde.

Die Sommerakademie befasst sich somit mit unterschiedlichen Aspekten des Bruchs von 1918 und dessen Auswirkungen auf die jüdische Bevölkerung. Hierbei wird vor allem Zentraleuropa, verstanden als das Gebiet der ehemaligen Habsburgermonarchie mit seinen nördlichen und östlichen Nachbarn, in den Fokus genommen.

Download: Externe Verknüpfung Veranstaltungsfolder [pdf]

Sommerkademie © INJOEST
Sommerkademie
© INJOEST

Grazer Beiträge zur Europäischen Ethnologie, Band 23: Michael Archan, "Der gute und der gläubige Gitano"

Mit besonderer Wucht transformieren evangelikale Bewegungen randständige indigene Gesellschaften auch in Europa. Ausgezogen, um Selbstverständnis und Widerständigkeit der Gitano-Bevölkerung im großstädtischen Viertel "La Mina" in Spanien zu erkunden, gerät Michael Archan sozusagen zwischen die Fronten einer tief gespaltenen Community, in der traditionelle Roma-Kultur und pentekostaler "Culto" gegeneinander gewendet werden.

Über die forschende Interaktion in beiden Lagern erlebt der Jungwissenschafter aus der Innenperspektive, wie die sozialen Instanzen einer bislang säkularen Kultur ihre Kohäsionskraft verlieren, im "Culto" jedoch in religiösem Kontext neue Atrraktivität erlangen.Der Preis ist die Unterwerfung unter eine individualistische und leistungsorientierte Doktrin, die sich schließlich als Modernisierungsprogrammm mit neoliberalen Zügen heraus stellt.

Die Publikation erschien im JONAS VERLAG.

Der gute und der gläubige Gitano © JONAS VERLAG
Der gute und der gläubige Gitano
© JONAS VERLAG

Summer School 2018: Identität und Tradition. Kulturgüterschutz im Kontext - Graz, Salzburg, Wien

Nach dem überaus erfolgreichen Start im Jahr 2017 bietet sich für die Karl-Franzens-Universität Graz, im Konkreten für das Institut für Kunstgeschichte, auch heuer die Chance, an der Österreichischen Summer School in Kooperation mit den UNESCO-Städten Salzburg und Wien mitzúwirken, die Sommerakademie für einige Tage (29. Juli bis 2. August 2018) nach Graz zu bringen und den heimischen Umgang mit schützenswerten Kulturgütern in den Blick zu nehmen: "Identität und Tradition. Kulturgüterschutz im Kontext", so lautet das diesjährige Thema der an den wissenschaftlichen Nachwuchs gerichteten Veranstaltung, die von Blue Shields mitgetragen wird. Die Gesamtveranstaltung findet vom 29. Juli bis 11. August 2018 statt.

Im Fokus stehen also die UNESCO-Weltkulturerbe-Städte Graz, Salzburg und Wien. Ausgewählte Kulturerbe-Stätten werden mit Expterinnen und Experten besichtigt und erörtert, um die jeweiligen Strategien der Kulturkommunikation und -vermittlung (auch und gerade im Sinn von "Public to Science"), aber auch der Kulturvermarktung allumfassend zu diskutieren. Aspekte der Denkmal-/Ortsbildpfege und der Stadtentwicklung werden ebenso aufgegriffen und präsentiert wie etwa die Spannung zwischen Tradition und Moderne bzw. moderner Stadtentwicklung im Welt(kultur)erbe. Die Wechselwirkung von materiellem und immateriellem Kulturerbe wird ausführlich und praxisnah diskutiert.

Im Sinn der Nachhaltigkeit profiliert sich somit auch die steirische Landeshauptstadt als wichtiges Österreichisches Weltkulturzentrum: die Grazer Altstadt trägt sei dem 1. Dezember 1999 den Titel "Welkulturerbe", 2010 wurde auch das Schloss Eggenberg miteinbezogen. Es ist deshalb von großer Relevanz, das Steirische Kulturerbe einerseits wissenschaftlich aufzuarbeiten und nachhaltig zu dokumentieren und andererseits die Problemfelder bewusst aufzuzeigen und Lösungen gemeinsam mit den Expertinnen und Experten zu finden. Der Diskurs auf wissenschaftlicher Ebene ist dringend zu forcieren. Um die Kompetenzen und Synergien in Österreich zu bündeln bedarf es eines hohen Maßes an Interdisziplinarität und der Zusammenarbeit einer Vielzahl an Institutionen im Beteich des Kulturschutzes. Al dies gelingt in den Grazer Tagen der Summer School.

Graz_Sackstraße. Innenhof © Manfred Rupprecht
Graz_Sackstraße. Innenhof
© Manfred Rupprecht

"URBAN LANGUAGE RESEARCH. Variation - Contact - Perception" (Graz, 31. Oktober bis 3. November 2018)

In der modernen Variations- und Soziolinguistik rückt die Stadtsprachenforschung mehr und mehr in den Fokus. Die Stadt - als ein komplexes, soziokulturelles Phänomen - stellt einen Raum sprachlicher Varianz dar und ist somit für die Untersuchung von Prozessen des sprachlichen Wandels geradezu prädestiniert. Die Stadt ist ein Ort der Kommunikation, der insbesondere durch innere und äußere Mehrsprachigkeit gekennzeichnet ist - im Vergleich zu kleineren ländlichen Gebieten ist in einer Stadt eine ungleich größere Varianz zu finden.

Aufgrund ihrer Rolle als Wissenschafts- und Verwaltungszentrum kann die Stadt auch ein Ort von deutlicher sprachlicher Homogenisierung und Koinésierung sein, was in weiterer Folge Einfluss auf die regionale Umgebung hat. Aufgrund dieser Komplexität hat sich eine Bandbreite an Methoden und Techniken zur Erforschung von Stadtsprachen heraus kristallisiert.

Mit der Ausrichtung der Internationalen Konferenz "URBAN LANGUAGE RESEARCH. Variation - Contact - Perception" (Graz, 31. Oktober bis 3. November 2018) an der Karl-Franzens-Universität Graz ist mit Graz erstmalig (!) eine österreichische Stadt Gastgeberin einer wissenschaftlichen Großveranstaltung im Rahmen der internationalen Stadtsprachenforschung. Die Konferenz geht aus dem Projektvorhaben der Universität Graz (Institut für Germanistik) mit dem Titel "Wien und Graz - Städte und ihre sprachlichen Strahlkräfte" hervor und wird über 100 Teilnehmende in der Landeshauptstadt versammeln.

Bisher steht der regen Auseinandersetzung mit Stadtsprachen im deutschen Sprachraum, aber auch im europa- und weltweiten sprachwissenschaftlichen Diskurs eine in Österreich lediglich in Ansätzen vorhandene Stadsprachenforschung gegenüber - dies soll sich mit der renommierten Veranstaltung deutlich ändern.

Externe Verknüpfung Nähere Informationen sind der Webseite der Karl-Franzens-Universität Graz zu entnehmen.

Externe Verknüpfung Tagungsprogramm [html]

URBAN LANGUAGE RESEARCH © Karl-Franzens-Universität Graz, SFB "Deutsch in Österreich"
URBAN LANGUAGE RESEARCH
© Karl-Franzens-Universität Graz, SFB "Deutsch in Österreich"

„Quantum Chromodynamics and Its Symmetries” (Oberwölz, 9./15. September 2018)

Das Standardmodell der Teilchenphysik beschreibt die starken, elektromagnetischen und schwachen Kräfte sowie die Konstituenten der Materie, die Quarks und Leptonen. Es beinhaltet die Quanten-Chromodynamik (QCD) und die Eichtheorie der elektro-schwachen Wechselwirkungen.

Beide Theorien wurden in den 70iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts aufgestellt. Die QCD gilt als DIE grundlegende Theorie der starken Wechselwirkung. Sie ist verantwortlich für das Massenspektrum der Hadronen (Baryonen und Mesonen) sowie die starken Wechselwirkungen unter diesen Elementarteilchen bis hin zu den Kernkräften. Masselose Eichbosonen, die Gluonen, erzeugen die Kräfte zwischen den Quarks.

Die QCD ist bis heute - über 40 Jahre nach ihrer Formulierung durch Gell-Mann, Fritzsch und Leutwyler - weit davon entfernt, vollständig verstanden zu sein. Speziell hinsichtlich der Dynamik des Confinements und der Massenerzeugung der Hadronen fehlen grundlegende Einsichten.

Neuere Untersuchungen der Hadronspektren, die nicht zuletzt in Graz - in Kollaboration mit slowenischen und japanischen Gruppen - durchgeführt wurden, haben jüngst überraschende Ergebnisse gezeitigt und werden heuer im Rahmen einer wissenschaftlichen Veranstaltung in den Blick genommen: Das geplante Symposium in Oberwölz widmet sich speziell den aktuellen Fragen rund um die Symmetrieeigenschaften der QCD.

Der Fachbereich Theoretische Physik am Institut für Physik der Karl-Franzens-Universität Graz hat sich seit über 15 Jahren Untersuchungen der QCD zum Schwerpunkt gesetzt. Rund 15 Wissenschafter/innen (Professoren, Post-Docs und Doktoranden und Doktoandinnen) beschäftigten sich mit verschiedenen Zugängen zu Lösungen der QCD. Nicht zuletzt stehen diese Probleme auch im Fokus des FWF-Doktoratskollegs "Hadrons in Vacuum, Nuclei, and Stars" (seit 2006 an der Karl-Franzens-Universität Graz) Mit den im Lauf der Zeit erzielten Ergebnissen hat sich Graz zu einem international anerkannten Zentrum für QCD entwickelt. In bestimmten einschlägigen Forschungsbereichen konnte eine Vorreiterrolle erzielt werden.

Externe Verknüpfung Nähere Informationen: Veranstaltungswebseite

CMS-Detektor des Large Hadron Colliders (LHC) am CERN in Genf © Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) in Wien
CMS-Detektor des Large Hadron Colliders (LHC) am CERN in Genf
© Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) in Wien

"Recy & DepoTech 2018" (Leoben, 7./9. November 2018)

Heuer findet die (biennal ausgetragene) Großveranstaltung "Recy & DepoTech" bereits zum vierzehnten Mal statt - es handelt sich um die größte abfallwirtschaftliche Fachtagung im deutschsprachigen Raum. Die Veranstaltung dient insbesondere als Plattform für den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Durch die Präsentation von hochqualitativen technisch-wissenschaftlichen Beiträgen wird sowohl der Stand der Wissenschaft in den konkreten Disziplinen vorgestellt, als auch ein Wegweiser für die Zukunft abgeleitet.

Das Programm der Recy & DepoTech 2018 gliedert sich grundsätzlich in die Bereiche Recycling und Abfallverwertung, Abfallwirtschaft und Ressourcenmanagement, Deponietechnik und Altlasten sowie Internationale Abfallwirtschaft und Spezielle Recyclingthemen.

Vorträge, eine Begleitausstellung und eine Fachausstellung speziell für Firmenpartner bilden das reichhaltige Programm. Über 600 Teilnehmende werden insgesamt erwartet. Die Recy & DepoTech richtet sich auch heuer an alle Personen aus Wissenschaft und Praxis mit Fachkompetenz und Interesse an abfallwirtschaftlichen Problemen und deren Lösungen, von wissenschaftlichen Expertinnen und Experten über Planer, Errichter und Betreiber einschlägiger Produkte und Anlagen bis hin zu politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern, Vertreterinnen und Vertretern von Benörden kommunaler Einrichtungen.

Externe Verknüpfung KONFERENZPROGRAMM

Recy & Depotecht_Posterausstellung © Montanuniversität Leoben
Recy & Depotecht_Posterausstellung
© Montanuniversität Leoben

"Bäuerliche Lebenswelten in Österreich. Am Beginn des 21. Jahrhunderts"

Die Lebenswelt österreichischer Bäuerinnen und Bauern hat sich in den letzten Jahrzehnten zusehends verändert. Die erfolgreichen Landwirte von heute entwickeln neue Produktionskonzepte und Marketingstrategien und bewältigen umfangreiche bürokratische Anforderungen. Sie tun dies in Familienbetrieben, in denen mehrere Generationen zusammen leben und arbeiten. Aber wie vereinbaren sie die traditionellen Arbeits- und Wohnarrangements mit den heutigen Vorstellungen von Partnerschaft und Familie?

Die wissenschaftliche Publikation "Bäuerliche Lebenswelten in der Steiermark" untersucht anhand der Ergebnisse einer aktuellen Studie, wie österreichische Bäuerinnen und Bauern ihre Arbeitssituation, die Rahmen- und Lebensbedingungen wahrnehmen und welche Ideen und Strategien sie entwickeln, um sowohl in ökonomischer als auch familiärer Hinsicht eine gute Lebensqualität zu bewahren oder wieder zu erlangen.

Das Buch wurde von Franz Höllinger, Anja Eder, Eva-Maria Griesbacher und Sabine Haring (alle: Soziologie, Karl-Franzens-Universität Graz) herausgeben; es erschien bei der Leykam Buchverlagsgesellschaft m.b.H. & Co KG.

Bäuerliche Lebenswelten in Österreich © LEYKAM
Bäuerliche Lebenswelten in Österreich
© LEYKAM

„European Summit of Industrial Biotechnology 2016" (Austrian Centre of Industrial Biotechnology / acib)

ESIB - Marke/Logo © acib
ESIB - Marke/Logo
© acib

Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib), eines der erfolgreichsten steirischen Kompetenzzentren und als COMET-K2-Zentrum ein essenzieller Partner für die internationale Industrie, eröffnete 2016 ein neues Forum des wissenschaftlichen Austausches: Der „European Summit of Industrial Biotechnology" (kurz: ESIB) positioniert den Forschungsstandort Österreich im  Allgemeinen und die steirische Biotechnologie im Besonderen auf der globalen Forschungslandkarte und geht über herkömmliche Formate, veraltete Strukturen und überkommene Konzepte weit hinaus. Neben der Vernetzung von Forschung, Industrie und Politik in wissenschaftlichen Sessions und der Thematisierung von Fragen zu Finanzierungsmodellen und Förderungen kam das acib-Organisationteam seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung in hohem Maße nach. Neueste Entwicklungen wie „Open Science" und „Open Innovation" wurden in den Blick genommen, gezielte Veranstaltungsmodule wie „Science Flash" etablierten, förderten und vernetzten den wissenschaftlichen Nachwuchs und ermöglichten den Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand. Die Zusammenkunft von Forscherinnen und Forschern aus verschiedensten Disziplinen und Herkunftsländern und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Sichtweisen eröffneten neue thematische Zugänge und Perspektiven.

Insbesondere wurden - und werden auch in den kommenden Jahren - nachhaltige Kooperationen in Form von strategischen Forschungsprojekten und neuen wirtschaftlich verwertbaren Technologien aufgebaut, um einerseits die wissenschaftliche Breite des Zentrums zu vergrößern und andererseits den Wert des Forschungsstandortes Steiermark in all seiner Vielfalt zu bewerben. Das Ziel ist so ambitioniert wie naheliegend: ESIB soll sich als weltweit beachtete steirische Veranstaltungsmarke etablieren und die Kongressstadt Graz in das Licht der Weltöffentlichkeit rücken. Der „European Summit of Industrial Biotechnology" wurde auch mit dem Graz Congress Award 2016 ausgezeichnet.

Die esib 2018 fand unter dem Motto „Products & Production" von 14.-16. November 2017 im Messekongress Graz statt.

Weitere Infos:
Externe Verknüpfung www.esib.at [html]
Externe Verknüpfung Tagungsprogramm 2017 [pdf]

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