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Landesgeologie Steiermark online zu bewandern!

Wir freuen uns, ein für die Steiermark als besonderer "Hot Spot" einzustufendes Großforschungsprojekt vorzustellen: die Landesgeologie der Steiermark ist digital abrufbar!

Vor- und Basisarbeiten

GEO-Datenbank für die Steiermark

GIS Steiermark

DATENBANK Externe Verknüpfung www.glmd.at

Screen-Shot: Geologisch-Mineralogischer Landesdienst © gmld Steiermark
Screen-Shot: Geologisch-Mineralogischer Landesdienst
© gmld Steiermark

Digitalisierung geowissenschaftlicher Archive

Zahlreiche Archive und Objektsammlungen in der Steiermark gehen auf Erzherzog Johann zurück. Diese Archive - sie befinden sich hauptsächlich am Universalmuseum Joanneum und an den Steirischen Universitäten - standen bisher vorwiegend den WissenschafterInnen in Forschung und Lehre zur Verfügung, waren für die Öffentlichkeit aber nur begrenzt zugänglich. Im Zuge der Digitalisierung des Archivs der Vereinigung für Angewandte Lagerstättenforschung in Leoben (kurz: VALL) wurden die Ergebnisse erstmals in einer gemeinsamen Datenbank zusammen geführt - und damit wertvolle Schätze gehoben!

Die aus Wissenschaftsförderungsgeldern des Landes Steiermark grundlegend unterstützte Projekt erfasste sämtliche Daten, die bei Grundwidmungsverfahren zur Abwägung und zur Bestimmung von Prioritäten und damit auch zur Lösung von Konfliktsituationen beitragen. Im Konkreten wurden zwei Archive in digitaler Form eingerichtet: die Lithothek der Technischen Universität Graz und das so genannte „Gräf-Archiv". Die Daten wurden einerseits gesichert, andererseits für einen möglichst breiten InteressentInnenkreis zugänglich gemacht.

"GEO-Datenbank für die Steiermark"

In einem Fortsetzungsprojekt wurden die digitalen Daten bzw. Einzelergebnisse ergänzt, aufbereitet und in einer Datenbank verknüpft. Erfasst wurden - neben Lithothek und Gräf-Archiv - das Bohrkernarchiv, die Bohrlochdatenbank sowie die Lagerstättensammlungen am Universalmuseum Joanneum und an der Montanuniversität Leoben. Sämtliche Einzelergebnisse wurden „georeferenziert", das heißt sie wurden auf Basis von GIS Steiermark mit Koordinaten versehen, um alle Ergebnisse einer Region oder eines Entscheidungsbereiches deckungsgleich bearbeiten zu können. Aus vorliegenden Archivunterlagen und durch Neubegehungen wurde ein vollständiges Register über Steinbrüche, Schotter-, Sand- und Tongruben angelegt, um anschließend im Gelände verifiziert, fotografisch dokumentiert und mit Koordinaten punktgenau festgelegt zu werden.

Die für sehr unterschiedliche Zielsetzungen ausgeführten Bohrungen stellen eine wesentliche Wissenserweiterung zum geologischen und bodenkundlichen Oberflächenbefund dar und vervollständigen die Bohrpunktdatenbank, wobei die Datenbank dynamisch administriert, ergänzt und kontinuierlich evaluiert wird. Sie stellt für die aktuellen und teils brisanten Themenschwerpunkte „Multifunktionalität von Landschaft-/Raumentwicklung" sowie „Haushalten mit Mineralrohstoff-Ressourcen" eine auf Dauer (und insbesondere in Zeiten zunehmender Abhängigkeit der Rohstoffversorgung von der weltpolitischen Lage) unverzichtbare Informationsbasis für Verwaltung, Planer und Projektentwickler dar. Nicht zuletzt erfüllt das Projekt eine Art Vermittlerfunktion, denn das in der Gesellschaft zunehmend bewusst gewordene Bedürfnis nach einer gesunden und ungestörten Umwelt erzeugt Interessenskonflikte, die nur selten reibungslos ausgetragen werden.

GIS Steiermark

Die Website Externe Verknüpfung www.gmld.at des Geologisch-Mineralogischen Landesdienstes bietet als erdwissenschaftliches Archiv der Steiermark nunmehr umfangreiche Sammlungen an, die als georeferenzierte Datenbanken digital abrufbar sind. Durch die Zusammenarbeit mit dem Geoportal GIS Steiermark ist es den Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern gelungen, Bohrungen, Lagerstätten, Steinbrüche, Schottergruben und auch ganze Berichte in der Steiermark zu verorten und räumlich abfragbar zu machen.

Über Externe Verknüpfung GIS Steiermark kann man nicht nur die geologische Karte der Steiermark in verschiedenen Detailgraden ansehen, sondern auch nach Bohrpunkten sowie mineralischen Rohstoffvorkommen suchen und sich ganze Berichte durchschauen. Als weitere Besonderheit sind auch Dekorgesteine und ausgewählte Fossilienfunde mit Bildmaterial abfragbar. Die jeweiligen Details dazu kann man über einen Link direkt bei der Sammlung Geologie & Paläontologie des Universalmuseums Joanneum anfordern.
Das Team arbeitet laufend an Erweiterungen dieser räumlich verorteten geologischen Datenbanken und spielt in kurzen Abständen Aktualisierungen ein.

Geographischer Informationsdienst Steiermark © GIS Stmk
Geographischer Informationsdienst Steiermark
© GIS Stmk
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