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Ausschreibungsreihe "Polaritäten in der Wissensgesellschaften" (2014 bis 2018)

Ein Rückblick

Die zunehmende Internationalisierung der Wissenschaften, vergleichbare Qualitätsstandards und Leistungsindikatoren sowie die Notwendigkeit zur Einwerbung kompetitiver Drittmittel stellen immer höhere Ansprüche an einen Forschungsstandort und damit auch an das (forschungs)politische Umfeld. Gleichzeitig ist die Grundlagenforschung mehr und mehr gefordert, auf gesellschaftliche Bedürfnisse einzugehen und bedarf adäquater Finanzierungsmodelle. Diese Tendenzen gelten im Großen und Ganzen für sämtliche Disziplinen, für die Geistes-, Sozial-, Kunst- und Kulturwissenschaften (kurz: GSK-Wissenschaften) aber im Besonderen. Im Vergleich zu technologiebezogenen Disziplinen (zB elektronische Medien, Simulation, Fahrzeuge der Zukunft) bleibt die öffentliche Wahrnehmung von geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen eher gering. Forschungsaufträge der Wirtschaft sind im Wesentlichen nicht vorhanden, die Sponsorenliste bleibt überschaubar.

Doch gerade die GSK-Wissenschaften übernehmen eine wichtige Funktion in Hinblick auf die gesellschaftliche, kulturelle und demographische Entwicklung unseres Landes, sie sind kritische Stimmen und "Wissensspeicher" zugleich und leisten einen weitaus größeren Beitrag zur Entwicklung ernsthafter Lösungsansätze, als von der Öffentlichkeit wahrgenommen oder (wert)geschätzt wird.

Die von 2014 bis 2018 durchgeführte Ausschreibungsreihe Polaritäten in der Wissensgesellschaft unternahm vor dem Hintergrund dieser Leitgedanken den Versuch, sich der aktuellen Herausforderungen an Wissenschaft, Forschung und Entwicklung anzunehmen und dabei sowohl der Besonderheiten des Wissenschaftsstandortes Steiermark als auch der unterschiedlichen Anforderungen einzelner Disziplinen bewusst zu bleiben; sie unterstützte vornehmlich die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften bei der Etablierung von Netzwerken und der Einbindung in internationale Großforschungsprogramme. Das Förderungsformat war thematisch gebunden und greift brisante Problemstellungen auf: die jährliche Fokussierung auf ein aktuelles Spezialthema wie auch die limitierte Förderungsprojektauswahl stellten Qualität vor Quantität.

Insgesamt wurden in den fünf Jahren 44 Projektvorhaben mit einem Förderungskontingent in Höhe von € 4,120.029,00 unterstützt.

Ausschreibung 2014: "Die Zunahme von Nicht-Wissen"

Ausschreibung 2015: "Das Beharren stereotyper Argumentationsmuster"

Ausschreibung 2016: "Alt und Neu - Tradition und Avantgarde"

Ausschreibung 2017: "(Un)Geteilt"

Ausschreibung 2018: "Provinz Denken"

Alles in Allem verzeichnete die Ausschreibungsreihe einen großen Erfolg, wird aber infolge der a priori definierten Zeitbegrenzung NICHT mehr fortgesetzt. Wir ersuchen um Verständnis.

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