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Förderungsgalerie

Wir stellen einige Projekte aus unserer Förderungswerkstatt vor. Leider können wir nicht alle Vorhaben präsentieren - haben Sie bitte Verständnis für diese rein exemplarische Auswahl! Interessante Beiträge finden Sie auch in unserem Externe Verknüpfung Förderungsarchiv.

   

„Frieden und Konflikt. Religiöse Diskurse in westlichen Demokratien - Initiative christlich-jüdische Studienwoche im Gespräch mit dem Islam" (31. Juli bis 3. August 2017, Schloss Seggau)

"Frieden und Konflikt"; Studienwoche in Schloss Seggau © Irmtraud Fischer
"Frieden und Konflikt"; Studienwoche in Schloss Seggau
© Irmtraud Fischer

Unter dem Titel „Frieden und Konflikt. Religiöse Diskurse in westlichen Demokratien - Initiative christlich-jüdische Studienwoche im Gespräch mit dem Islam" fand eine für die breite Öffentlichkeit zugängliche Tagung vom 31.7.-3.8.2017 im Seminarhotel Schloss Seggau bei Leibnitz statt.

An die 70 Teilnehmerinnen diskutierten das Thema in ausnehmend guter Atmosphäre, darunter viele Studierende und ReligionslehrerInnen. Angesichts des großen Erfolgs soll die Veranstaltung alle zwei Jahre fortgesetzt werden, das nächste Mal zum Thema der Rolle des Geschlechts in den drei großen monotheistischen Buchreligionen. Ein heißes, aber notwendiges Thema!

Externe Verknüpfung Presseerklärung

Die Tagung ging aus einem am Institut für alttestamentliche Bibelwissenschaft (Karl-Franzens-Universität Graz) erarbeiteten FWF-Projekt hervor. Das neue, von einem internationalen, interreligiösen Board getragene Veranstaltungsformat brachte jüdische, christliche und muslimische Vortragende zu einem immer aktuellen, aber in den letzten Jahren drängend gewordenen Thema zusammen: Sind die Lehren und Ansprüche der drei großen Buchreligionen mit den Werten westlicher Demokratie vereinbar? Tragen die drei Religionen im heutigen Europa mehr zum Frieden oder mehr zu Konflikten bei? Wo liegen die Konfliktfelder? Auch wenn der Dialog mit dem Islam derzeit gesellschaftlich als drängender empfunden wird, muss für das Christentum das Gespräch mit dem Judentum zentral bleiben und ist in Anbetracht von zunehmender antisemitischer Agitation gerade für Österreich und Deutschland eine besondere Verpflichtung.

Die Teilnahme an der Tagung war sowohl für Studierende als Lehrveranstaltung als auch für Religionslehrerinnen und -lehrer als Fortbildungsveranstaltung anrechenbar.

Kontakt - E-Mail

 

"ARTikulationen. Ein Symposium zur künstlerischen Forschung" (Graz, 5.-7. Oktober 2017)

Logo der Kunstuniversität Graz © Kunstuniversität Graz
Logo der Kunstuniversität Graz
© Kunstuniversität Graz

Die künstlerische Forschung ist ein neues, hochinnovatives Feld, das in der (in Graz mitentwickelten!) Form an wenigen internationalen Spitzenforschungseinrichtungen praktiziert wird. Das 2,5-tägige Symposium ARTikulationen  wird seit 2016 von der Künstlerisch-Wissenschaftlichen Doktoratsschule der Kunstuniversität Graz (kurz: KUG) veranstaltet und macht die Qualitä̈t, Relevanz und Vernetzung der international beachteten Ausbildung und die Schlüsselrolle der KUG in der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung lokal evident, fördert den wissenschaftlichen Austausch im neuen Forschungsparadigma und dient als Plattform für die Vernetzung der internationalen künstlerischen Forschung mit dem Wissenschaftsstandort Graz.

Mit Alfred Brendel, Georg Friedrich Haas und Isabel Mundry konnten drei weltbekannte, prägende Musikerpersönlichkeiten und DenkerInnen, deren künstlerische Forschung und schriftliche ästhetische Reflexion vielbeachtet, vorbildlich und einflussreich sind, als HauptrednerInnen gewonnen werden. Die 2 wichtigsten europäischen Einrichtungen zur künstlerischen Forschung in der Musik - das Orpheus Institut (Ghent) und das Inter Arts Centres der Lund Universität (Malmö) wirken bei der Ausrichtung von "ARTikulationen 2017" (5.-7. Oktober 2017) mit.

Die Beiträge des Symposiums setzen sich aus verschiedenen Formaten, wie Keynotes, Lecture Recitals, Gastvorträgen, Posterpräsentationen und Diskussionsrunden, zusammen. Die Förderung junger WissenschaftlerInnen steht dabei ebenso im Vordergrund wie der Austausch mit und zwischen renommierten ExpertInnen.

Das Symposium "ARTikulationen" kann insgesamt als Pionierformat gelten, in dem das besondere Moment der künstlerischen Forschung - nämlich die hörbaren Ergebnisse, die durch methodisch fundierte Durchdringung von Kunst und Wissenschaft erreicht werden - für das Publikum nachvollziehbar und erlebbar wird. Das Symposium findet an drei ausgewählten Orten statt: im Florentinersaal der Kunstuniversität Graz, in der Orangerie des Burggartens sowie im Proberaum des Mumuths der Kunstuniversität Graz.

Externe Verknüpfung PROGRAMM [pdf]

Externe Verknüpfung mehr Informationen [html]

"European Youth Award 2017"

Der European Youth Award (EYA) ist ein europaweiter Wettbewerb zur Motivation junger Menschen, Start-Up-GründerInnen und social Entrepreneurs um soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Herausforderungen mit Hilfe digitaler Technologien in Angriff zu nehmen. Der EYA verbindet symbolische Auszeichnung mit professioneller Vernetzung und wissenschaftlicher Kooperation auf europäischer Ebene und wird 2017 zum sechsten Mal vergeben.

Die EYA Kategorien wurden für 2017 speziell überarbeitet, der Sonderpreis zu WASSER wurde neu eingeführt und zusätzlich zu den Zielen des Europarates und der EU-Strategie Europa 2020 werden nun insbesondere die Ziele der UNO für nachhaltige Entwicklung adressiert. Somit stehen die größten Herausforderungen Europas im Mittelpunkt des Wettbewerbs, des internationalen Austausches von Studierenden und der Veranstaltung in der Steiermark.

Das EYA Festival dient dazu, europaweite Content-Innovationen aufzuzeigen und auszuzeichnen. Es gibt Studierenden in Grazer Studiengängen zu digitalen Innovationen die Möglichkeit, konkrete Projekte gemeinsam mit den besten jungen Produzenten und Designern Europas als Teil Ihrer Lehrveranstaltungen zu machen. Es soll jungen Menschen und Studierenden aus ganz Europa und insbesondere der Steiermark ermöglichen, sich untereinander und mit IT PionierInnen sowie erfahrenen ExpertInnen aus Wirtschaft, Technologie, Bildung, Wissenschaft und Forschung nachhaltig zu vernetzen und auszutauschen. Angelehnt an die Kategorien werden aktuelle europäische Probleme reflektiert.

Die eingereichten digitalen Projekte werden von einer internationalen, ehrenamtlichen ExpertInnenjury online evaluiert. Die Entwicklerteams der besten Projekte werden zum Gewinnerevent (EYA Festival, 29. Nov.-2. Dez. 2017), bestehend aus einer dreitägigem Konferenz und einem Galaabend, eingeladen.

Idee und Konzept: Prof. Dr. Peter A. Bruck, Internationales Centrum für Neue Medien / ICNM
Kontakt, Organisation, Projektmanagement : Dr.in Birgit Kolb, Projektmanager / ICNM

"Language EDUCATION across Borders" (Graz, 7./10. Dezember 2017)

Karl-Franzens-Universität Graz, Blick auf das Hauptgebäude © Mit Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz
Karl-Franzens-Universität Graz, Blick auf das Hauptgebäude
© Mit Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz

Die internationale wissenschaftliche Konferenz "Language EDUCATION across Borders" bringt Forschende und Lehrende zusammen, um die unterschiedlichsten Grenzen im Sprachunterricht auszuloten. Diese Grenzen beziehen sich sowohl auf die Verschiedenartigkeit der einzelnen Sprachen als auch auf die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Disziplinen und die dadurch oftmals entstehende Lücke zwischen Forschung und Unterrichtspraxis.

Um diese Schnittstellen zu bearbeiten und die Grenzen zu überwinden, verpflichteten sich drei Einrichtungen zur organisatorischen (und natürlich auch inhaltlichen) Zusammenarbeit: das Institut für Anglistik und das GEWI Fachdidaktikzentrum der Karl-Franzens-Universität Graz sowie das Institut für Anglistik der Universität Maribor.

Weltweit anerkannte Expertinnen und Experten konnten für die Grazer Vorträge gewonnen werden. Die renommierten Invited Speaker decken eine große Bandbreite an Forschungsansätzen ab und erleichtern den Zugang zu den aktuellesten interdisziplinären Entwicklungen im Bereich des Fremdsprachunterrichtes. 12 Sektionen mit jeweils sechs parallel stattfindenden Einheiten, acht Workshops/Symposien, Posterpräsentation und sechs Plenarvoträge sorgen für ein dichtes, und abwechslungsreiches Programm und lassen spannende Diskussionen und Reflexionen erwarten.

Externe Verknüpfung Lesen Sie mehr über "Language across Borders", 7./10. Dezember 2017 [html]

Lieder nach der Lyrik von Karl Gottfried Ritter von Leitner

Cover_ Wie tut mir so wohl der selige Frieden! © Gramola
Cover_ Wie tut mir so wohl der selige Frieden!
© Gramola

Anknüpfend an das erfolgreiche Projekt „Anselm Hüttenbrenner", bei dem es um die Wiederentdeckung des vergessenen steirischen Komponisten ging, hob die Kunstuniversität Graz unter der Projektleitung von Ulf Bästlein einen besonderen steirischen Schatz, der im Laufe der Zeit fast völlig in Vergessenheit geraten war: die Künstler-Wissenschaftler analysierten, editierten und öffneten Teile des lyrischen Werks Karl Gottfried Ritters von Leitner (1800 bis 1890), die zu bedeutenden Liedkompositionen inspirierten. Dazu mussten zunächst Leitners Nachlässe (Steiermärkische Landesbibliothek, Landesarchiv Steiermark) gründlich erforscht werden, um im weiteren Verlauf europaweit zu recherchieren und die in Archiven und Bibliotheken vorhandenen Bestände zu sichten..

Der „gehobeneSchatz" wurde nach kontinuierlicher wissenschaftlicher und künstlerischer Aufarbeitung in eine Doppel-CD eingespielt, erschienen jüngst bei Gramola.

Nicht minder wertvoll ist das beiliegende wissenschaftliche booklet, das hochkarätige Beiträge renommierter Musik- und LiteraturwissenschafterInnen vereint und die enorme geistes- wie kulturhistorische Bedeutung Leitners für den gesamten deutschsprachigen Raum zu beleuchten versucht. Mehr noch: zahlreiche Gedichte konnten ins Englische übersetzt werden. Durch Konzerte und lecture-recitals soll nun versucht werden, ein breites Publikum auf das Werk dieses zu Unrecht in Vergessenheit geratenen steiermärkischen Dichters aufmerksam zu machen.

Download: Externe Verknüpfung CD - Cover gesamt [pdf]

"Comic/verfilmung und Religion" (Graz, 24.-27. Mai 2017)

Comic/verfilmung und Religion © Marvel, mit freundlicher Genehmigung
Comic/verfilmung und Religion
© Marvel, mit freundlicher Genehmigung

Comics, bis in die späten 1990er Jahre als kulturelles Randprodukt gering geschätzt, geraten in Zeiten der multimedialen Kommunikation zunehmend in den Aufmerksamkeitsfokus. In internetgestützten Medien ist die Macht der Bilder bekanntermaßen immens: im Comic wird allerdings das Bild nochmals auf das Allerwesentlichste hin destilliert und durch das Medium Text erweitert. In einem bis wenigen Bildern lassen sich so, optimiert für die Aufmerksamkeitsspanne der Web 2.0.-Generation, weltanschauliche, religiöse und soziale Probleme formulieren und zugleich scheinbare oder tatsächliche Lösungsvorschläge transportieren.

Die Erforschung dieses Potentials ist allerdings noch unzureichend. Vor diesem Hintergrund richtet die Internationale Forschungsgruppe "Film und Theologie" ihren Jahresschwerpunkt 2017 auf das Spannungsfeld Comics und Comicverfilmungen aus und untersucht hier insbesondere die Themen Spezifische Hermeneutik des Comics, Repräsentation von Islam und Judentum in Comic und Comicverfilmung, (religiöse) Erlösermythen in Comicverfilmungen, Gewaltdarstellung und Repräsentation von Genderkonstruktionen, Comic(verfilmung) als Ausdrucksmittel für erlebte Grenzsituationen und schließlich den Einsatz von Comic(verfilmungen) in der Bildungsarbeit.

Das Institut für Fundamentaltheologie der Karl-Franzens-Universität Graz ist seit seiner Gründung 1991 Mitglied der Forschungsgruppe "Film und Theologie" und hat in dieser Eigenschaft bereits zahlreiche Veranstaltungen in Graz professionell ausgerichtet und ein hohes Echo in der Fachwelt ausgelöst. In diesem Rahmen konnten bereits zahlreiche Größen der Filmwelt in Graz begrüßt werden, etwa die Oscar-Preisträger Paul Schrader und Florian Gallenberger oder - der Karl-Franzens-Universität durch ein Ehrendoktorat verbunden - Michael Haneke.

Es ist nicht zuletzt die hohe Kompetenz des Institutes bzw. der Personen vor Ort, die den Ausschlag für die Ausrichtung der Fachtagung "Comic/verfilmung und Religion" (Graz, 24.-27. Mai 2017) an der Karl-Franzens-Universität gaben. Die Veranstaltungsorte der Jahrestagung wechseln turnusmäßig  ab, wobei sich die Kongressstadt Graz schon mehrfach auszeichnete.

Externe Verknüpfung Mehr zur wissenschaftlichen Veranstaltung "Film und Theologie" 2017

Externe Verknüpfung http://www.film-und-theologie.de/

→ Externe Verknüpfung Tagungsprogramm [pdf]

Elizaveta Samoilova: "Vertragsübergreifende Abkommen der Europäischen Union nach Lissabon"

Buchcover © Nomos Verlagsgesellschaft
Buchcover
© Nomos Verlagsgesellschaft

Elizaveta Samoilova beschäftigte sich in ihrer an der Karl-Franzens-Universität Graz approbierten (und kürzlich publizierten) Dissertationsschrift  "Vertragsübergreifende Abkommen der Europäischen Union nach Lissabon" mit der zentralen Frage, welche Verbesserugen die Neuordnung des auswärtigen Handelns der EU nach dem Vertrag von Lissabon für das Spezifikum der als "vertragsübergreifend" oder "cross-treaty" bezeichneten Abkommen mit sich gebracht hat und welche Folgen dies auf die neue Generation von Übereinkünften der EU mit ihren östlichen Nachbarländern hat.

Nach der alten EU- Rechtslage gestaltete sich der Abschluss solcher Abkommen als dermaßen komplex, dass er bisweilen gar unmöglich erschien. Aber auch nach den Lissaboner Reformen sind aufgrund der Sonderstellung der GASP (= Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik) zahlreiche Inkonsistenzen im Bereich des auswärtigen Handelns der EU verblieben. Allerdings sind vertragsübergreifende Abkommen mit Drittstaaten nach wie vor notwendig, will man die vertraglichen Beziehungen der EU zu einem Drittstaat umfassend regeln.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die neu erschienene Publikation mit den in der Forschung noch nicht eingehend untersuchten zentralen Fragen, die im Zusammenhang mit vertragsübergreifenden Abkommen aufgeworfen werden, wie zB die generelle Zulässigkeit, die verfahrensrechtlichen Konsequenzen oder die gerichtliche Überprüfbarkeit von solchen Abkommen. In einer Praxisstudie wird außerdem untersucht, inwieweit sich die Neuerungen auf die neue Generation von Übereinkünften der EU mit ihren östlichen Nachbarländern auswirken.

Die junge Nachwuchwissenschafterin publizierte ihre Arbeit bei der Nomos Verlagsgesellschaft / Universitätsschriften Recht.

Externe Verknüpfung → Buchvorstellung auf Nomos Library

Ausseer Gespräche 2017: "Partizipation - Mitsprache" (29. Juni - 1. Juli 2017)

Bad Aussee © Gemeinde Bad Aussee, mit freundlicher Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz
Bad Aussee
© Gemeinde Bad Aussee, mit freundlicher Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz

Das Salzkammergut, von der Wissenschaft als eine, ja sogar als die österreichische Kernlandschaft identifiziert, übt ohne Zweifel eine besondere Anziehungskraft aus. Die geographische Typologie, der landschaftliche  Reiz, seine Entwicklung zur modernen „Tourismusregion" und vor allem die kulturelle bzw. alltagskulturelle Eigenständigkeit mit ihren vielen althergebrachten Bräuchen verdichten das Ausseerland zu einem besonderen Ort der Begegnung. Die Veranstaltung setzt die über Jahrhunderte verankerte "intellektuelle Sommerfrische" fort und ist aus der Ausseer Kongress- und Kulturveranstaltungsszene nicht mehr weg zu denken.

Die von der Karl-Franzens-Universität Graz erstmals im Jahr 2009 initiierten „Ausseer Gespräche" setzen jene Entwicklung fort, die sich über die Zeiten heraus gebildet hat: den interkulturellen Dialog und Meinungsaustausch, die Begegnung von Menschen mit unterschiedlichsten Interessen. So wird ganz besonders darauf geachtet, Menschen aus unterschiedlichen Alters- und Bevölkerungsgruppen zusammen zu bringen und einerseits renommierte WissenschafterInnen und führende Intellektuelle einzuladen, andererseits auch die einheimische Bevölkerung und an den Themengebieten besonders interessierte HörerInnen als Publikum zu gewinnen. Als besonderer Kernpunkt des Veranstaltungskonzeptes ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hervor zu heben: besonders begabte Studierende nehmen nicht nur an den formellen Tagesordnungspunkten teil, sondern sind außerdem dazu angehalten, sich informell mit Vortragenden und anderen TeilnehmerInnen zu vernetzen, um gemeinsam über die einzelnen Vorträge und Workshops hinaus eine lebhafte und nachhaltig wirkende akademische Diskussion zu entwickeln.

Die Interdisziplinarität und die Multiperspektivität der Zugänge zum jeweiligen Jahresthema wird einerseits durch das Leitungsboard, andererseits durch die eingeladenen Referentinnen und Referenten sowie Künstlerinnen und Künstler deutlich. Auf das hervorragende Echo der Gründungsveranstaltung 2009 aufbauend wurde das inter- und transdisziplinäre Konzept kontinuierlich weiter entwickelt. Die Ausseer Gespräche 2017 widmen sich dem hochbrisanten Thema "Partizipation - Mitsprache". Alle Universitäten sind mit ihren jeweiligen Forschungsansätzen eingebunden und reflektieren den gesellschaftlichen Auftrag der Partizipation, sei es aus arbeitsrechtlicher Perspektive, sei aus Sicht von Patientinnen und Patienten, im kulturwissenschaftlichen Kontext oder in technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen. Die Universitäten gehen in die Region!

→ Externe Verknüpfung Mehr zu den Ausseer Gesprächen 2017 (29. Juni - 1. Juli 2017)

KUGEL 2016 - Kunstgeschichte Leistungspreis 2016

Dominik Papst © Universität Graz
Dominik Papst
© Universität Graz
Heidelinde Pollerus © Universität Graz
Heidelinde Pollerus
© Universität Graz
von li nach re: Edgar Lein, Dominik Papst, Margit Stadlober, Günter Brucher, Heidelinde Pollerus, Barbara Aulinger, Götz Pochat, Sabine Flach © Universität Graz
von li nach re: Edgar Lein, Dominik Papst, Margit Stadlober, Günter Brucher, Heidelinde Pollerus, Barbara Aulinger, Götz Pochat, Sabine Flach
© Universität Graz

Die Überwindung hierarchischer Strukturen und die Motivierung des akademischen Nachwuchses  sind längst nicht nur Schlagworte, sondern Grundvoraussetzungen in der heutigen Wissensgesellschaft. Gerade in den Geisteswissenschaften, einem klassischen nicht-technologischen Bereich, wird mehr und mehr der Versuch unternommen, „strikte" Karrieremodelle aufzubrechen. Die Idee, bestehende Schnittestellen zu finden und die Lücken zu schließen, wurde mit der vom Land Steiermark in der Anfangsphase unterstützten Initiative „Forschungsstelle Kunstgeschichte Steiermark" erfolgreich umgesetzt. Durch den in Gang gebrachten Wissensaustausch zeigte sich ein starker Impuls zur Qualitätssteigerung in allen Bereichen des Faches Kunstgeschichte - diese mustergültige Vorarbeit wurde mit der Einrichtung des „Kunstgeschichte-Leistungspreis" (kurz: KUGEL) noch weiter entwickelt. In regelmäßigen Abständen vergibt eine überregionale Jury Preise für hervorragende Masterarbeiten und Dissertationen im Fach Kunstgeschichte. Die PreisträgerInnen werden öffentlichkeitswirksam bekannt gegeben, um ein Netzwerk für AbsolventInnen mit hervorragenden Leistungen entstehen zu lassen

Seit der erstmaligen Vergabe des Preises für besonders hervorragende Diplom-, Master und Dokoratsarbeiten im Jahr 2008 wurden von Jahr zu Jahr mehr Interessentinnen und Interessenten, Freunde und Unterstützende für die Idee gewonnen: die Forschungsstelle Kunstgeschichte Steiermark am Institut für Kunstgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz, das Land Steiermark/Wissenschaft und Forschung, die Universalmuseum Joanneum GmbH, sowie der Verein 'Freunde des Kunsthistorischen Institutes Graz (ALUMNI)'. 

Der Kunstgeschichte-Leistungspreis 2016 wurde am 23. November 2016 an der Karl-Franzens-Universität Graz an Herrn Mag. Dominik Papst, Bakk. BA MA (Kategorie Masterarbeit) und an Frau Mag.a Dr.in Heidelinde Pollerus (Kategorie Dissertation) verliehen. Durch den Abend führten Frau Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Flach, Frau  Ao.Univ.-Prof.in Dr. Margit Stadlober sowie Herr em.Univ.-Prof. Dr. Götz Pochat.

  • Herr Mag. Dominik Papst, Bakk. BA MA, erhielt seine Auszeichnung für die vorgelegte Masterarbeit „Francesco Bonsignori (1455-1519). Der Hofportraitist von Isabella d´ Este und Francesco II. Gonzaga in Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts"
  • Frau Mag.a Dr.in Heidelinde Pollerus verfasste ihre - auf eindrucksvolle Weise fächerübergreifende - Dissertation zum Thema „Meine Seele hört im Sehen. Zur ästhetischen Ausstattung historischer Tasteninstrumente: Cembalo, Clavichord, Spinett, Virginal".

    Zur besonderen Würdigung erklang zum ersten Mal Barockmusik im Hörsaal 01.22: Frau Mag.in Dr.in Christine Pollerus (Gesang), die musische Tochter der Preisträgerin, und Mag.a Iga Zakrzewska (Cembalo) trugen vor: G. F. Händel "Lascia la spina, cogli la rosa" sowie auch G. F. Händel "Meine Seele hört im Sehen" und zum Abschluss von H. Purcell "Hark, all the echoing air a triumph sings".

Zahlreiche Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, durch Kurzreferate in die jungen Forschungsergebnisse eingeführt zu werden. Den gemütlichen Ausklang bildete ein von Alumni zur Verfügung gestelltes internationales Buffet im Entree der Kunstgeschichte, umrahmt von den informativen Ausstellungstafeln zum Thema „Altstadterhaltung" des Vereins „Unverwechselbares Graz".

Externe Verknüpfung → Mehr zum KUGEL-Preis...

Verleihung der HTI-Forschungspreise 2015/2016

Die Forschungspreise für HTI:HUMAN-TECHNOLOGY-INTERFACE des Landes Steiermark 2015/2016 wurden am 28. September 2016 feierlich verliehen. Den Rahmen bildete die Veranstaltung "sciencegoingpublic" in der Stadthalle Graz.

Der Abend bot spannende Einblicke in die Leistungen der ausgezeichneten Wissenschafterinnen und Wissenschafter, lebendige Laudationes und nebenbei die Gelegenheit, die vom Land Steiermark initiierte Spezial-Ausstellung "FutureWorld" zu besichtigen.

Lesen Sie mehr über die Preisträgerinnen und Preisträger 2015/2016 und deren ausgezeichneten Arbeiten....

Eva Schulev-Steindl/Gerhard Schnedl/Marlies Meyer (Hg.): "Das Recht auf saubere Luft. Bürger und Bürgerinnen zwischen Politik und Gerichten"

Buchcover © Böhlau Verlag GmbH & Co.KG
Buchcover
© Böhlau Verlag GmbH & Co.KG

Das Recht auf saubere Luft ist ein "Klassiker" des Umweltrechts: beim ersten Grazer Umweltrechtsforum 2015 haben daher an der Universität Graz Expertinnen und Experten verschiedener Fachdisziplinen, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie NGOs am Beispiel der Feinstaub-Problematik darüber diskutiert, ob Einzelne ein solches Recht haben und wie dieses durchgesetzt werden kann. Wichtige Impulse, auch für legistische Reformen, wurden dabei im Europarecht und in der Aarhus-Konvention verortet.

Es hat viele Jahre gedauert und zahlreicher Verfahren bedurft, ein Recht auf saubere Luft zu erkämpfen. Dabei bestand dieses Recht schon seit Langem "auf dem Papier", nämlich durch EU-Richtlinien zur Sicherung der Luftqualität. Österreich ist seiner Umsetzungspflicht nich effektiv nachgekommen. Und so haben sich engagierte Bürgerinnen und Bürger ihr Recht vor den Gerichten selbst erfochten: 2015 hat der Verwaltungsgerichtshof bestätigt, dass Personen, die von Grenzwertüberschreitungen betroffen sind, gegenüber der Verwaltung einen Anspruch auf Erstellung eines Luftreinhalteplans haben und diesen im Rechtsweg auch durchsetzen können.

Diesen "Kampf ums Recht auf saubere Luft" greift der unlängst erschienene Band in der Reihe Studien zu Politik und Verwaltung auf. Juristinnen und Juristen aus Wissenschaft und Praxis analysieren dabei gemeinsam mit Expertinnen bzw. Experten anderer Disziplinen, vor dem Hintergrund des Unionsrechtes und der Aarhus-Konvention, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Österreich bislang gesetzt wurden und welcher Handlungsbedarf, vor allem aus legistischer und rechtspolitischer Sicht, noch besteht. Die Beiträge beruhen auf den Referaten und Diskussionen des ersten Umweltrechtsforums (Karl-Franzens-Universität Graz, Juni 2015).

Die Publikation erschien im Böhlau Verlag.

Stiftungsprofessor zu Innovationen im Energie- und Ressourcenbereich: Tobias Stern

Tobias Stern, Professur für Energie- und Ressourceninnovation © Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos
Tobias Stern, Professur für Energie- und Ressourceninnovation
© Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos

Holz im Heizkraftwerk. Raps im Tank. Mais als Verpackungsmaterial. Nachwachsende Rohstoffe stellen eine knappe und daher wertvolle Ressource dar, deren Einsatz löst aber mitunter auch ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte aus. Mit den Hintergründen, Ursachen und Folgen beschäftigt sich seit 1. Jänner 2016 Univ.-Prof. Dr. Tobias Stern an der Karl-Franzens-Universität Graz. Der Inhaber der neuen, vom Land Steiermark geförderten Stiftungsprofessur für Energie- und Ressourceninnovationen will mit seiner Forschung herausfinden, wann und wie zukunftsweisende Technologien umgesetzt werden. In vielen Fällen geht es um die Diskrepanz zwischen technischer Reife und praktischer Umsetzung. Eine weitere wichtige Fragestellung adressiert die möglichen Folgen dieser Innovationen. Insgesamt soll das Thema Bio-Ökonomie als Forschungsfeld in der Steiermark weiter gestärkt werden.

„Im Sinne einer Bio-Ökonomie müssten wir in der Lage sein, alles aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen zu können“, bekräftigt Stiftungsprofessor Tobias Stern. Und die größte Hebelwirkung bei der Nutzung neuer Technologien werde, so der Wissenschafter, nur mit einer Verhaltensänderung erreicht werden. „Wichtig ist es, die Bevölkerung bei der Entwicklung einzubinden und bei einer Ablehnung zu schauen, was man besser machen kann“, hält Stern fest. In diesem Zusammenhang beleuchtet der Forscher auch, wie staatliche Förderungen gestaltet sein müssen, um effizienter zu sein.

Besonderes wissenschaftliches Augenmerk will der Absolvent der Universität für Bodenkultur Wien auf das Konzept der Bio-Raffinerie legen und zum Beispiel beantworten, welche Rohstoffe und Technologien für welche Region und welche Anlage geeignet sind. Wie bei den Energiequellen wird auch bei den Bio-Raffinerien nicht nur eine einzige genügen, ist Tobias Stern überzeugt.

In die Steiermark kehrt der 37-jährige gebürtige Grazer nach 20 Jahren gerne zurück, zuvor hat er zehn Jahre lang in einer Forschungsgruppe am Kompetenzzentrum Holz (Wood K plus) am Standort Wien gearbeitet. Neben der Tätigkeit an der Uni Graz wird Tobias Stern an der FH JOANNEUM, Institut Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement, tätig sein. Karl Peter Pfeiffer, Rektor der FH JOANNEUM: „Gemeinsame Synergien zu nutzen, ist ein wichtiges Ziel des Steirischen Hochschulraumes. Diese Stiftungsprofessur zwischen der Karl-Franzens-Universität Graz und der FH JOANNEUM ist ein weiterer Schritt in Richtung einer noch besseren Zusammenarbeit.“

Christa Neuper, Rektorin der Uni Graz: „Die Professur ist aufgrund der brisanten gesellschaftlichen Thematik für den gesamten Standort von hohem wirtschaftlichen Interesse.“

Die Finanzierung der Professur übernimmt für drei Jahre das Land Steiermark. Wissenschaftslandesrat Christopher Drexler: „Die nachhaltige Gestaltung von Energie- und Stoffströmen ist aus ökonomischen und ökologischen Gründen von besonderer Bedeutung. Das Forschungsprofil der Professur hat daher zum Ziel, umfassendes Wissen über die Zusammenhänge von Energie- und Ressourcenwirtschaft zu generieren und darauf aufbauend Innovationen für eine nachhaltige Gestaltung der Energie- und Stoffströme in Organisationen, Netzwerken, Branchen und Regionen zu entwickeln bzw. die hierfür erforderlichen Konzepte, Methoden und Instrumente bereitzustellen.“

Externe Verknüpfung Porträt (html)

Grazer Wissenschafter holten ersten Platz bei international renommiertem Forschungs-Wettbewerb

von li nach re: Armin Rund, Karl Kunisch, Rudolf Stollberger, Christoph Aigner © Uni Graz/Tzivanopoulos
von li nach re: Armin Rund, Karl Kunisch, Rudolf Stollberger, Christoph Aigner
© Uni Graz/Tzivanopoulos

Die Magnetresonanz (MR) ist aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Um das Untersuchungsverfahren zu verbessern, die Untersuchung für PatientInnen angenehmer zu gestalten und somit auch wertvolle Zeit und Ressourcen einzusparen, arbeiten SpezialistInnen weltweit an der Entwicklung neuer MR Methoden. Für besonders interessante und aktuelle Themen in der MR Entwicklung veranstaltet die Internationale Gesellschaft für Magnetresonanz in der Medizin – kurz ISMRM – jährlich einen Wettbewerb. Dabei treten ForscherInnen-Teams internationaler Universitäten, darunter so renommierte wie Stanford, Harvard oder etwa USC, in einem weltweiten Wettbewerb gegeneinander an. In diesem Jahr konnten sich Mathematiker der Karl-Franzens-Universität Graz und Medizintechniker der TU Graz gemeinsam Platz Eins sichern.

Ziel des Wettbewerbes war es, die Anregung von MR-Signalen in zwei Kategorien zu verbessern. Einerseits sollten Untersuchungen durch gleichzeitiges Anregen und Messen mehrerer Untersuchungsschichten wesentlich beschleunigt werden – „simultaneous multiple slice imaging (SMS)“. Andererseits galt es mit der Methode „parallel transmit (pTX)“ Probleme bei Ultrahochfeldsystemen zu bewältigen, welche dem breiten klinischen Einsatz dieser hochempfindlichen Geräte noch im Wege stehen.

Die Grazer Forscher beteiligten sich an der SMS-Kategorie. Dr. Armin Rund, Uni Graz, und Dipl.-Ing. Christoph Aigner, TU Graz, entwickelten hierzu mathematische Methoden und Algorithmen, die in einer Software mündeten. Mit dieser Software konnten sie die geforderten MR Pulse bestmöglich designen und so den Wettbewerb eindeutig gewinnen. Und noch ein Erfolg: Das Siegerteam der pTX-Kategorie von der Standford University baute auf der erst im Februar publizierten Methode der Grazer Forscher auf.

Die Teams von Univ.-Prof. Dr. Karl Kunisch, Uni Graz, und Univ.-Prof. Dr. Rudolf Stollberger, TU Graz, arbeiten bereits seit Jahren interuniversitär im Spezialforschungsbereich (SFB) „Mathematical Optimization with Application in Biomedical Sciences“ sowie im Rahmen der Forschungskooperation BioTechMed-Graz zusammen. Mit Erfolg: Bereits in der Vergangenheit konnte sie den dritten und den zweiten Platz bei dieser weltweiten Challenge erreichen. „Das Besondere an diesem Forschungsbereich ist, dass er angewandte Mathematik mit realem BioMedical Engineering verbindet“, betont der Leiter des Mathematik-Instituts und SFB-Sprecher Kunisch. „Der erste Platz bei diesem Wettbewerb ist der beste Beweis für diese gute, über Jahre gewachsene Kooperation.“ Das Verfahren weckte auch das Interesse zahlreicher internationaler Einrichtungen. „Das führt zu neuen Partnerschaften auf Forschungsebene“, streicht Stollberger hervor.

Zoologen der Universität Graz präsentieren aktuelle Ergebnisse zur Bienenpopulation und Bienengesundheit in Österreich

Bee isolated on the white macro of a living insect © Shutterstock. Komerziell. Ohne Rechte
Bee isolated on the white macro of a living insect
© Shutterstock. Komerziell. Ohne Rechte

Das Forschungsprojekt "Zukunft Biene" (2014 bis 2017) untersuchte die Bienengesundheit in Österreich. Zoologen der Karl-Franzens-Universität Graz präsentieren nun die Ergebnisse der Überwinterungsverluste, die im Rahmen der zum neunten Mal stattfindenden Erhebung von 1289 Imkereien gemeldet wurden. Diese hatten insgesamt 23418 Bienenvölker eingewintert. Die Verlustrate betrug 8,1 Prozent im Winter 2015/2016 (mit einem Vertrauensbereich von 7,4 bis 8,8 Prozent).

"Untere Ergebnisse sind valid, beruhen auf etwa 5 Prozent der österreichischen Bienenvölker und sind von der Methodik her vergleichbar mit den Ergebnissen anderer Länder", so Projektleiter Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim. Für eine genaue Risikoanalyse werden die österreichischen Datensätze, wie bereits in den Vorjahren, gemeinsam mit jenen aus weiteren europäischen Staaten statistisch ausgewertet und zu einem späteren Zeitpunkt publiziert. Eine detaillierte Analyse der österreichischen Ergebnisse des Winters 2014/2015, in dem mit 28,4 Prozent sehr hohe Verluste verzeichnet wurden, liegt im zweiten Zwischenbericht des Projektes "Zukunft Biene" auch online vor. 

Online:
Externe Verknüpfung http://www.zukunft-biene.at
Externe Verknüpfung http://www.Bienenstand.at

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Land- und Fortwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), der Imkerei Dachorganisation "Biene Österreich" und den Bundesländern, maßgeblich auch voin steirischer Seite finanzierten Projektes "Zukunft Biene" wurde außerdem eine Beobachtungsstudie durchgeführt, mit Besuchen und Probenahmen an über ganz Österreich verteilten Bienenständen vor und nach der diesjährigen Überwinterung. Erste Auswertungen zu Winterverlusten der an dieser Studie teilnehmenden Betriebe bestätigen die geringe Wintersterblichkeit: 185 Betriebe mit 12489 eingewinterten Völkern verzeichneten einen Verlust von 8,6 Prozent.

Ein weiteres Ziel ist es, Informationen zum Vorkommen der wichtigsten Bienenkrankheiten zu erhalten und den Befall mit der parasitischen Varroa-Milbe vor der Haupt- und Restentmilbung zu erfassen. Daran anschließend erfolgen, bei einem Teil der entnommenen Proben, Analysen auf den Darmzellparasiten Nosema, auf einige Bienenviren und auf Chemikalien-Rückstände, um nachträglich mögliche Zusammenhänge mit aufgetretenen Winterverlusten zu untersuchen.