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"Von Angesicht zu Angesicht. Spirituelle Dimension im klinischen Alltag" (Graz, 17. Mai 2019)

Veranstaltungslogo © Univ .Klinik für Med. Psychologie und Psychotherapie
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Die Bedeutung spiritueller Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten erfährt seit geraumer Zeit vermehrt Beachtung - das Interesse nimmt kontinuierlich zu. Es war die Hospizbewegung, die im ausgehenden 20. Jahrhundert den Blick auf spirituelle Faktoren bei der Betreuung unheilbar Erkrankter und Sterbender geschärft hat. Im Jahr 2002 schließlich hat die WHO (World Health Organisation) der Vereinten Nationen die "Spiritualität im Zusammenhang mit Palliativmedeizin und Palliativpflege als essentielle Dimension von Lebensqualität anerkannt. Die gesamte Entwicklung wurde in den vergangenen Jahren durch eine breite empirische, gesundheitspsychologisch orientierte Forschung begleitet.

Es steht außer Zweifel, dass es vermehrter Anstrengungen bedarf, um den lange unterschätzten spirituellen Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten im klinischen und pflegerischen Kontext gerecht zu werden, doch gibt es immer noch (zu) viele kontrovers diskutierte Fragen, die eine weitere Klärung erfordern - dies soll im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums (Karl-Franzens-Universität Graz & Medizinische Universität Graz) im Mai 2019 geschehen. Einerseits sollen die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von "Spiritual Care" im Verhältnis zu einer konfessionsgebundenen, professionellen Klinikseelsorge diskutiert werden. Andererseits wird die Relevanz der spirituellen Dimension allgemein aus ärztlicher, pflegewissenschaftlicher und psychologischer Sicht beleuchtet.

Das Institut für Moraltheologie der Karl-Franzens-Universität Graz widmet sich über 10 Jahren dem Forschungsschwerpunkt "Ethik und Bioethik"; An der Universitätsklinik für Psychiatrie der Medizinischen Universität Graz wurde 2003 eine Arbeitsgruppe für Spiritualität im Krankenhaus eingerichtet. Es lag nahe (und ist ungemein konstruktiv), beide Kompetenzbereiche zu verbinden und eine gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltung auszurichten.

Die Forschungen, Diskussionen und Ergebnisse werden in einer für Ende des Jahres 2019 geplanten Publikation (Tagungsband) veröffentlicht.

Erfahren Sie mehr auf Externe Verknüpfung https://moraltheologie.uni-graz.at/de/neuigkeiten

Externe Verknüpfung Folder & Programm

"Seine Musikdeutung geht ja vom Klang aus. Musikalische Interpretation bei Herbert von Karajan" (Graz, 29. April/1. Mai 2019)

Das Symposium zur "Seine Musikdeutung geht ja vom Klang aus", das vom Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren sowie dem Institut Oberschützen der Kunstuniversität Graz ausgerichtet wird, ist dem Phänomen der „Musikalischen Interpretation" am Beispiel des bedeutenden österreichischen Dirigenten Herbert von Karajan gewidmet. Die Veranstalter (Univ.Prof. Dr.phil. Peter Revers, Univ.Prof. Dr.phil. Klaus Aringer, Thomas Wozonig BA MA BA) haben es sich dabei zum Ziel gesetzt, das Symposium als interdisziplinäre Plattform zu gestalten, in der unterschiedlichste Perspektiven und Methoden zusammengeführt werden, um das Feld der musikalischen Interpretationsforschung auszuloten und zu erweitern. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in den Profilen der international namhaften Vortragenden Elaine Chew (Queen Mary University of London), Werner Goebl (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) und Peter Gülke (Brandenburg), die als Keynote Speakers gewonnen werden konnten.

Ganz im Sinne des der Veranstaltung zugrunde liegenden, durch den Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Projekts Towards Interdisciplinary, Computer-assisted Analysis of Musical Interpretation: Herbert von Karajan (Externe Verknüpfung https://karajan-research.org) werden im Rahmen des Symposiums innovative Betrachtungs- und Herangehensweisen auf Basis computergestützter, datenbasierter Methoden präsentiert und traditionellen Zugängen der historischen Musikwissenschaft, der musikalischen Performance Studies und der Musikästhetik, aber etwa auch der Filmwissenschaften gegenübergestellt. Der Austausch der unterschiedlichen Wissenschaftszweige wird durch eine Diskussionsrunde unter dem Leitsatz „Analyse und Ästhetik der musikalischen Interpretation" unter der Leitung von Prof. Reinhard Kapp (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) zusätzlich gestärkt und reflektiert. In einer von Prof. Reinhart von Gutzeit moderierten Diskussionsrunde mit ehemaligen Mitgliedern der Wiener sowie der Berliner Philharmoniker, einem Dirigenten und einem Filmproduzenten sollen zudem auch einige Zeitzeugen zu Wort kommen, die noch (und teils jahrzehntelang) mit Karajan musiziert haben. Durch die Verbindung solcher Erfahrungen und praktischer Kompetenzen mit wissenschaftlicher Reflexion und Forschung soll das Verständnis für Herbert von Karajans Interpretationen, darüber hinausgehend für das dirigentische Musikschaffen und -erleben insgesamt erweitert werden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein Konzert mit der Capella Calliope, dem Streichorchester der Kunstuniversität, unter Leitung von Prof.in Anke Schittenhelm, das im Florentinersaal stattfinden und - wie die gesamte Veranstaltung - auch für ein außeruniversitäres Publikum frei zugänglich ist.

Externe Verknüpfung Tagungsprogramm [pdf]

 

Plakat © Siegfried Lauterwasser / Karajan-Archiv (zur Verfügung gestellt von der Kunstuniv. Graz)
Plakat
© Siegfried Lauterwasser / Karajan-Archiv (zur Verfügung gestellt von der Kunstuniv. Graz)

"Theatre of Crisis: Aesthetic Responses to a Cross-Sectional Condition / Theater in der Krise: Ästhetische Antworten auf einen übergreifenden Zustand" (Graz, 20./23. Juni 2019)

Krise als ein Moment der Unsicherheit spielt auf der Theaterbühne und in der Performance-Theorie schon lange eine zentrale Rolle. Der Begriff kann aber auch einen dauerhaften Übergangszustand im alltäglichen Leben bezeichnen, der Menschen immer wieder zwischen Zuversicht und Pessimismus schwanken lässt.

Eine international besetzte Konferenz an der Karl-Franzens-Universität Graz (Centre for Intermediality Studies) befasst sich im Juni 2019 mit Krise als dauerhaften Übergangszustand und diskutiert u.a. die Frage, wie solche alltäglichen und lange andauernden Krisenzustände zum Anlass für formale Experimente und ästhetische Erneuerung auf der Theaterbühne werden.

Internationale Expertinnen und Experten (zB David Harvey, Moishe Postone, Laurent Berlant oder Jasbir K. Puar) sehen in der Krise einen Dauerzustand, der Individuen und soziale Gruppen zermürbt und diesen die Möglichkeit entzieht, politisch zu handeln. Das Verständnis von Krise als Dauerzustand stellt somit eine große Herausforderung für Drama und Theater als Kunstform dar. Vor dem Hintergrund, dass sich große Teile der Weltbevölkerung in einer langfristigen Krisensituation befinden und nach Lösungsmöglichkeiten suchen, befasst sich die Veranstaltung  also mit einer international relevanten und aktuellen Thematik. Die Tagung ist als Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst strukturiert - entsprechend kommen Forschende UND Kunstschaffende zu Wort.

Die Keynote Speakers vertreten die Forschungsbereiche Kanadistik, Anglistik und Amerikanistik und kombinieren die theoretische und die künstlerisch-praktische Schtweise auf das Theater. Die zeitgenössischen Dramen (zB die Werke von Mojisola Adebayo und Chantal Bilodeau) benutzen - oftmals in großem Unfang - Tanz, Bewegung und Musik. Nur eine interdisziplinäre Untersuchung kann diesem Thema gerecht werden.

Karl-Franzens-Universität Graz: Externe Verknüpfung Centre for Intermediality Studies / Externe Verknüpfung Zentrum für Intermedialität (CIMIG)

„Spielverderber Schwerkraft. Sturzunfälle im Wohnbereich bei den 0-5jährigen“

Das Forschungszentrum für Kinderunfälle im Österreichischen Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter, ein selbstständiger Schwesternverein des Vereins „Große schützen Kleine", hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Kompetenzzentrum im Bereich der Ursachenforschung für Kinderunfälle entwickelt. Auf wissenschaftlicher Ebene ist das Zentrum mit allen relevanten Disziplinen bzw. Forschungseinheiten des Universitätsklinikums Graz vernetzt; es unterstützt - im nationalen wie auch übernationalen Kontext - die Präventionsarbeit mit Erkenntnissen aus der vielfältigen Forschungsarbeit.

Im Blickpunkt der kommenden Monate steht die Untersuchung der Unfälle nach Stürzen im Wohnumfeld in den ersten 5 Lebensjahren. Die spezifischen Unfallursachen und die Umgebungs- und Umfeldgestaltung werden ebenso erfasst und analysiert wie die Aufmerksamkeit der betreuenden Personen oder die Sicherheit und die Normen eines Produktes. Der Schwesternverein Große schützen Kleine unterstützt und vermittelt die Forschungen durch mediale Aufbereitung und einprägsame, öffentlichkeitswirksame Aktivitäten. Auf Nachwuchsförderung wird besonderer Wert gelegt: In diesem Zusammenhang soll  sich eine Diplomarbeit gezielt diesem Thema widmen.

Präventionsarbeit muss effektiv und effizient erfolgen: Forschungserkenntnisse müssen in einen Transfer und somit auch in das Lebensumfeld der Bevölkerung münden - entsprechende Präventions- und Interventionskonzepte sind erforderlich. Das „Styrian Injury Surveillance System" der KAGES und des Universitätsklinikums Graz bildet die Grundlage des Forschungszentrums für Kinderunfälle und erfasst und analysiert alle Unfälle der steirischen Bevölkerung im Allgemeinen und die Kinderunfälle im Besonderen.

Stiegengitter © Verein Große schützen Kleine
Stiegengitter
© Verein Große schützen Kleine

"MIES WEITERBAUEN. Entwurfskonzepte für die Krefelder Verseidag-Fabrik" - FH Joanneum & TH Köln

Titel "Mies Weiterbauen" © Verlag der FH JOANNEUM Gesellschaft mbH
Titel "Mies Weiterbauen"
© Verlag der FH JOANNEUM Gesellschaft mbH

Die von Mies van der Rohe geplanten Häuser Lange und Esters gehören zu den wohl bekanntesten Objekten im Schaffen des Architekten. Kaum bekannt war bis vor wenigen Jahren sein Beitrag an den sich in Krefeld befindenden Fabrikgebäuden der von Lange und Esters gegründeten Vereinigten Seidenwebereien AG (Verseidag). Parallel zu derzeitigen Umnutzung dieses Industrieareals sollen dort nun auch weitere Gebäude entstehen.

Im Sommersemester 2017 widmeten sich Studierende der FH JOANNEUM Gesellschaft mbH (Masterstudiengang Architektur und Management) gemeinsam mit Studierenden der Technischen Hochschule Köln (Vertiefung Denkmalpflege und Planen im Bestand) der Aufgabenstellung, wie ein Weiterbauen im Kontext eines Mies'schen Ensembles aussehen kann.

Die Publikation, der eine Ausstellung vorangegangen war, erschien im Verlag der FH JOANNEUM Gesellschaft mbH.

Children Born of War (CHIBOW)

Das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung (kurz: BIK) ist Teil des EU-geförderten Horizon 2020 Marie Skłodowska-Curie Actions Innovative Training Network „Children Born of War - Past Present Future", kurz CHIBOW. Das Netzwerk ermöglicht einer jungen Forschergeneration, die Erfahrungen von „Kindern des Krieges" in verschiedenen Konflikt- und Postkonfliktsituationen des 20. Jahrhunderts zu erforschen.

 Das interdisziplinäre Netzwerk untersucht die Auswirkungen von Kriegen und bewaffneten Konflikten des 20. Jahrhunderts auf das Leben von Kindern, die aus sexuellen Kontakten zwischen einheimischer Bevölkerung und (feindlichen) Soldaten hervorgingen. Es erforscht, ob und wie sich Militärbehörden und Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen an der Integration dieser Kinder - und deren Mütter - in den jeweiligen Gesellschaften beteiligten. Gleichzeitig werden Faktoren aufgezeigt, welche die psychosoziale Entwicklung der Kinder, die Erinnerung an den Krieg im Allgemeinen, aber auch gesellschaftliche Normen und Vorstellungen beeinflussten.

Innerhalb der Projektlaufzeit von vier Jahren (2015-2019) entwickelten und entwickeln 15 Dissertanten - über die jeweiligen Fachgrenzen hinweg - gemeinsam neue Perspektiven auf dieses Thema. Das Netzwerk konzentriert sich dabei auf folgende vier Aspekte: Die Erfahrungen von „Kindern des Krieges" im historischen Kontext am Beispiel von vier Konflikten des 20. Jahrhunderts; Konflikt und Erinnerung; Bildung und Nationalität; Kinder und Gemeinschaft.

Am BIK forscht Lukas Schretter insgesamt drei Jahre lang zu britischen Besatzungskindern in Österreich und Deutschland sowie den Kindern von „war brides" in Großbritannien. Im Rahmen seiner Dissertation untersucht er auf Basis archivalischer Quellen und lebensgeschichtlicher Interviews die Lebens- und Sozialisationsbedingungen dieser Kinder.

Die Koordination des CHIBOW-Netzwerkes liegt bei Sabine Lee, Universität Birmingham (Großbritannien). Barbara Stelzl-Marx ist „Director of Research", Heide Glaesmer und Marie Kaiser von der Universität Leipzig sind „Director of Training" und „Ethics Lead".

Weitere Informationen finden Sie unter:

Externe Verknüpfung www.bik.ac.at

Externe Verknüpfung www.chibow.org

 

Helmut Köglberger und Eva Krammer, 1949 oder 1950 © Sammlung Stelzl-Marx, Bestand Köglberger
Helmut Köglberger und Eva Krammer, 1949 oder 1950
© Sammlung Stelzl-Marx, Bestand Köglberger

„European Summit of Industrial Biotechnology 2016" (Austrian Centre of Industrial Biotechnology / acib)

ESIB - Marke/Logo © acib
ESIB - Marke/Logo
© acib

Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib), eines der erfolgreichsten steirischen Kompetenzzentren und als COMET-K2-Zentrum ein essenzieller Partner für die internationale Industrie, eröffnete 2016 ein neues Forum des wissenschaftlichen Austausches: Der „European Summit of Industrial Biotechnology" (kurz: ESIB) positioniert den Forschungsstandort Österreich im  Allgemeinen und die steirische Biotechnologie im Besonderen auf der globalen Forschungslandkarte und geht über herkömmliche Formate, veraltete Strukturen und überkommene Konzepte weit hinaus. Neben der Vernetzung von Forschung, Industrie und Politik in wissenschaftlichen Sessions und der Thematisierung von Fragen zu Finanzierungsmodellen und Förderungen kam das acib-Organisationteam seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung in hohem Maße nach. Neueste Entwicklungen wie „Open Science" und „Open Innovation" wurden in den Blick genommen, gezielte Veranstaltungsmodule wie „Science Flash" etablierten, förderten und vernetzten den wissenschaftlichen Nachwuchs und ermöglichten den Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand. Die Zusammenkunft von Forscherinnen und Forschern aus verschiedensten Disziplinen und Herkunftsländern und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Sichtweisen eröffneten neue thematische Zugänge und Perspektiven.

Insbesondere wurden - und werden auch in den kommenden Jahren - nachhaltige Kooperationen in Form von strategischen Forschungsprojekten und neuen wirtschaftlich verwertbaren Technologien aufgebaut, um einerseits die wissenschaftliche Breite des Zentrums zu vergrößern und andererseits den Wert des Forschungsstandortes Steiermark in all seiner Vielfalt zu bewerben. Das Ziel ist so ambitioniert wie naheliegend: ESIB soll sich als weltweit beachtete steirische Veranstaltungsmarke etablieren und die Kongressstadt Graz in das Licht der Weltöffentlichkeit rücken. Der „European Summit of Industrial Biotechnology" wurde auch mit dem Graz Congress Award 2016 ausgezeichnet.

Die esib 2018 fand unter dem Motto „Products & Production" von 14.-16. November 2017 im Messekongress Graz statt.

Weitere Infos:
Externe Verknüpfung www.esib.at [html]
Externe Verknüpfung Tagungsprogramm 2017 [pdf]

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finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite der Steiermärkischen Landesverwaltung (Externe Verknüpfung https://datenschutz.stmk.gv.at).