Link zur Startseite

Förderungsgalerie

Wir stellen einige Projekte aus unserer Förderungswerkstatt vor. Leider können wir nicht alle Vorhaben präsentieren - haben Sie bitte Verständnis für diese rein exemplarische Auswahl! Interessante Beiträge finden Sie auch in unserem Externe Verknüpfung Förderungsarchiv.

   

"Comic/verfilmung und Religion" (Graz, 24.-27. Mai 2017)

Comic/verfilmung und Religion © Marvel, mit freundlicher Genehmigung
Comic/verfilmung und Religion
© Marvel, mit freundlicher Genehmigung

Comics, bis in die späten 1990er Jahre als kulturelles Randprodukt gering geschätzt, geraten in Zeiten der multimedialen Kommunikation zunehmend in den Aufmerksamkeitsfokus. In internetgestützten Medien ist die Macht der Bilder bekanntermaßen immens: im Comic wird allerdings das Bild nochmals auf das Allerwesentlichste hin destilliert und durch das Medium Text erweitert. In einem bis wenigen Bildern lassen sich so, optimiert für die Aufmerksamkeitsspanne der Web 2.0.-Generation, weltanschauliche, religiöse und soziale Probleme formulieren und zugleich scheinbare oder tatsächliche Lösungsvorschläge transportieren.

Die Erforschung dieses Potentials ist allerdings noch unzureichend. Vor diesem Hintergrund richtet die Internationale Forschungsgruppe "Film und Theologie" ihren Jahresschwerpunkt 2017 auf das Spannungsfeld Comics und Comicverfilmungen aus und untersucht hier insbesondere die Themen Spezifische Hermeneutik des Comics, Repräsentation von Islam und Judentum in Comic und Comicverfilmung, (religiöse) Erlösermythen in Comicverfilmungen, Gewaltdarstellung und Repräsentation von Genderkonstruktionen, Comic(verfilmung) als Ausdrucksmittel für erlebte Grenzsituationen und schließlich den Einsatz von Comic(verfilmungen) in der Bildungsarbeit.

Das Institut für Fundamentaltheologie der Karl-Franzens-Universität Graz ist seit seiner Gründung 1991 Mitglied der Forschungsgruppe "Film und Theologie" und hat in dieser Eigenschaft bereits zahlreiche Veranstaltungen in Graz professionell ausgerichtet und ein hohes Echo in der Fachwelt ausgelöst. In diesem Rahmen konnten bereits zahlreiche Größen der Filmwelt in Graz begrüßt werden, etwa die Oscar-Preisträger Paul Schrader und Florian Gallenberger oder - der Karl-Franzens-Universität durch ein Ehrendoktorat verbunden - Michael Haneke.

Es ist nicht zuletzt die hohe Kompetenz des Institutes bzw. der Personen vor Ort, die den Ausschlag für die Ausrichtung der Fachtagung "Comic/verfilmung und Religion" (Graz, 24.-27. Mai 2017) an der Karl-Franzens-Universität gab. Die Veranstaltungsorte der Jahrestagung wechseln turnusmäßig  ab, wobei sich die Kongressstadt Graz schon mehrfach auszeichnete.

Externe Verknüpfung Mehr zur wissenschaftlichen Veranstaltung "Film und Theologie" 2017

Externe Verknüpfung http://www.film-und-theologie.de/

→ Externe Verknüpfung Tagungsprogramm [pdf]

Ausseer Gespräche 2017: "Partizipation - Mitsprache" (29. Juni - 1. Juli 2017)

Bad Aussee © Gemeinde Bad Aussee, mit freundlicher Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz
Bad Aussee
© Gemeinde Bad Aussee, mit freundlicher Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz

Das Salzkammergut, von der Wissenschaft als eine, ja sogar als die österreichische Kernlandschaft identifiziert, übt ohne Zweifel eine besondere Anziehungskraft aus. Die geographische Typologie, der landschaftliche  Reiz, seine Entwicklung zur modernen „Tourismusregion" und vor allem die kulturelle bzw. alltagskulturelle Eigenständigkeit mit ihren vielen althergebrachten Bräuchen verdichten das Ausseerland zu einem besonderen Ort der Begegnung. Die Veranstaltung setzt die über Jahrhunderte verankerte "intellektuelle Sommerfrische" fort und ist aus der Ausseer Kongress- und Kulturveranstaltungsszene nicht mehr weg zu denken.

Die von der Karl-Franzens-Universität Graz erstmals im Jahr 2009 initiierten „Ausseer Gespräche" setzen jene Entwicklung fort, die sich über die Zeiten heraus gebildet hat: den interkulturellen Dialog und Meinungsaustausch, die Begegnung von Menschen mit unterschiedlichsten Interessen. So wird ganz besonders darauf geachtet, Menschen aus unterschiedlichen Alters- und Bevölkerungsgruppen zusammen zu bringen und einerseits renommierte WissenschafterInnen und führende Intellektuelle einzuladen, andererseits auch die einheimische Bevölkerung und an den Themengebieten besonders interessierte HörerInnen als Publikum zu gewinnen. Als besonderer Kernpunkt des Veranstaltungskonzeptes ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hervor zu heben: besonders begabte Studierende nehmen nicht nur an den formellen Tagesordnungspunkten teil, sondern sind außerdem dazu angehalten, sich informell mit Vortragenden und anderen TeilnehmerInnen zu vernetzen, um gemeinsam über die einzelnen Vorträge und Workshops hinaus eine lebhafte und nachhaltig wirkende akademische Diskussion zu entwickeln.

Die Interdisziplinarität und die Multiperspektivität der Zugänge zum jeweiligen Jahresthema wird einerseits durch das Leitungsboard, andererseits durch die eingeladenen Referentinnen und Referenten sowie Künstlerinnen und Künstler deutlich. Auf das hervorragende Echo der Gründungsveranstaltung 2009 aufbauend wurde das inter- und transdisziplinäre Konzept kontinuierlich weiter entwickelt. Die Ausseer Gespräche 2017 widmen sich dem hochbrisanten Thema "Partizipation - Mitsprache". Alle Universitäten sind mit ihren jeweiligen Forschungsansätzen eingebunden und reflektieren den gesellschaftlichen Auftrag der Partizipation, sei es aus arbeitsrechtlicher Perspektive, sei aus Sicht von Patientinnen und Patienten, im kulturwissenschaftlichen Kontext oder in technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen. Die Universitäten gehen in die Region!

→ Externe Verknüpfung Mehr zu den Ausseer Gesprächen 2017 (29. Juni - 1. Juli 2017)

KUGEL 2016 - Kunstgeschichte Leistungspreis 2016

Dominik Papst © Universität Graz
Dominik Papst
© Universität Graz
Heidelinde Pollerus © Universität Graz
Heidelinde Pollerus
© Universität Graz
von li nach re: Edgar Lein, Dominik Papst, Margit Stadlober, Günter Brucher, Heidelinde Pollerus, Barbara Aulinger, Götz Pochat, Sabine Flach © Universität Graz
von li nach re: Edgar Lein, Dominik Papst, Margit Stadlober, Günter Brucher, Heidelinde Pollerus, Barbara Aulinger, Götz Pochat, Sabine Flach
© Universität Graz

Die Überwindung hierarchischer Strukturen und die Motivierung des akademischen Nachwuchses  sind längst nicht nur Schlagworte, sondern Grundvoraussetzungen in der heutigen Wissensgesellschaft. Gerade in den Geisteswissenschaften, einem klassischen nicht-technologischen Bereich, wird mehr und mehr der Versuch unternommen, „strikte" Karrieremodelle aufzubrechen. Die Idee, bestehende Schnittestellen zu finden und die Lücken zu schließen, wurde mit der vom Land Steiermark in der Anfangsphase unterstützten Initiative „Forschungsstelle Kunstgeschichte Steiermark" erfolgreich umgesetzt. Durch den in Gang gebrachten Wissensaustausch zeigte sich ein starker Impuls zur Qualitätssteigerung in allen Bereichen des Faches Kunstgeschichte - diese mustergültige Vorarbeit wurde mit der Einrichtung des „Kunstgeschichte-Leistungspreis" (kurz: KUGEL) noch weiter entwickelt. In regelmäßigen Abständen vergibt eine überregionale Jury Preise für hervorragende Masterarbeiten und Dissertationen im Fach Kunstgeschichte. Die PreisträgerInnen werden öffentlichkeitswirksam bekannt gegeben, um ein Netzwerk für AbsolventInnen mit hervorragenden Leistungen entstehen zu lassen

Seit der erstmaligen Vergabe des Preises für besonders hervorragende Diplom-, Master und Dokoratsarbeiten im Jahr 2008 wurden von Jahr zu Jahr mehr Interessentinnen und Interessenten, Freunde und Unterstützende für die Idee gewonnen: die Forschungsstelle Kunstgeschichte Steiermark am Institut für Kunstgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz, das Land Steiermark/Wissenschaft und Forschung, die Universalmuseum Joanneum GmbH, sowie der Verein 'Freunde des Kunsthistorischen Institutes Graz (ALUMNI)'. 

Der Kunstgeschichte-Leistungspreis 2016 wurde am 23. November 2016 an der Karl-Franzens-Universität Graz an Herrn Mag. Dominik Papst, Bakk. BA MA (Kategorie Masterarbeit) und an Frau Mag.a Dr.in Heidelinde Pollerus (Kategorie Dissertation) verliehen. Durch den Abend führten Frau Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Flach, Frau  Ao.Univ.-Prof.in Dr. Margit Stadlober sowie Herr em.Univ.-Prof. Dr. Götz Pochat.

  • Herr Mag. Dominik Papst, Bakk. BA MA, erhielt seine Auszeichnung für die vorgelegte Masterarbeit „Francesco Bonsignori (1455-1519). Der Hofportraitist von Isabella d´ Este und Francesco II. Gonzaga in Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts"
  • Frau Mag.a Dr.in Heidelinde Pollerus verfasste ihre - auf eindrucksvolle Weise fächerübergreifende - Dissertation zum Thema „Meine Seele hört im Sehen. Zur ästhetischen Ausstattung historischer Tasteninstrumente: Cembalo, Clavichord, Spinett, Virginal".

    Zur besonderen Würdigung erklang zum ersten Mal Barockmusik im Hörsaal 01.22: Frau Mag.in Dr.in Christine Pollerus (Gesang), die musische Tochter der Preisträgerin, und Mag.a Iga Zakrzewska (Cembalo) trugen vor: G. F. Händel "Lascia la spina, cogli la rosa" sowie auch G. F. Händel "Meine Seele hört im Sehen" und zum Abschluss von H. Purcell "Hark, all the echoing air a triumph sings".

Zahlreiche Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, durch Kurzreferate in die jungen Forschungsergebnisse eingeführt zu werden. Den gemütlichen Ausklang bildete ein von Alumni zur Verfügung gestelltes internationales Buffet im Entree der Kunstgeschichte, umrahmt von den informativen Ausstellungstafeln zum Thema „Altstadterhaltung" des Vereins „Unverwechselbares Graz".

Externe Verknüpfung → Mehr zum KUGEL-Preis...

Verleihung der HTI-Forschungspreise 2015/2016

Die Forschungspreise für HTI:HUMAN-TECHNOLOGY-INTERFACE des Landes Steiermark 2015/2016 wurden am 28. September 2016 feierlich verliehen. Den Rahmen bildete die Veranstaltung "sciencegoingpublic" in der Stadthalle Graz.

Der Abend bot spannende Einblicke in die Leistungen der ausgezeichneten Wissenschafterinnen und Wissenschafter, lebendige Laudationes und nebenbei die Gelegenheit, die vom Land Steiermark initiierte Spezial-Ausstellung "FutureWorld" zu besichtigen.

Lesen Sie mehr über die Preisträgerinnen und Preisträger 2015/2016 und deren ausgezeichneten Arbeiten....

Eva Schulev-Steindl/Gerhard Schnedl/Marlies Meyer (Hg.): "Das Recht auf saubere Luft. Bürger und Bürgerinnen zwischen Politik und Gerichten"

Buchcover © Böhlau Verlag GmbH & Co.KG
Buchcover
© Böhlau Verlag GmbH & Co.KG

Das Recht auf saubere Luft ist ein "Klassiker" des Umweltrechts: beim ersten Grazer Umweltrechtsforum 2015 haben daher an der Universität Graz Expertinnen und Experten verschiedener Fachdisziplinen, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie NGOs am Beispiel der Feinstaub-Problematik darüber diskutiert, ob Einzelne ein solches Recht haben und wie dieses durchgesetzt werden kann. Wichtige Impulse, auch für legistische Reformen, wurden dabei im Europarecht und in der Aarhus-Konvention verortet.

Es hat viele Jahre gedauert und zahlreicher Verfahren bedurft, ein Recht auf saubere Luft zu erkämpfen. Dabei bestand dieses Recht schon seit Langem "auf dem Papier", nämlich durch EU-Richtlinien zur Sicherung der Luftqualität. Österreich ist seiner Umsetzungspflicht nich effektiv nachgekommen. Und so haben sich engagierte Bürgerinnen und Bürger ihr Recht vor den Gerichten selbst erfochten: 2015 hat der Verwaltungsgerichtshof bestätigt, dass Personen, die von Grenzwertüberschreitungen betroffen sind, gegenüber der Verwaltung einen Anspruch auf Erstellung eines Luftreinhalteplans haben und diesen im Rechtsweg auch durchsetzen können.

Diesen "Kampf ums Recht auf saubere Luft" greift der unlängst erschienene Band in der Reihe Studien zu Politik und Verwaltung auf. Juristinnen und Juristen aus Wissenschaft und Praxis analysieren dabei gemeinsam mit Expertinnen bzw. Experten anderer Disziplinen, vor dem Hintergrund des Unionsrechtes und der Aarhus-Konvention, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Österreich bislang gesetzt wurden und welcher Handlungsbedarf, vor allem aus legistischer und rechtspolitischer Sicht, noch besteht. Die Beiträge beruhen auf den Referaten und Diskussionen des ersten Umweltrechtsforums (Karl-Franzens-Universität Graz, Juni 2015).

Die Publikation erschien im Böhlau Verlag.

Grazer Wissenschafter holten ersten Platz bei international renommiertem Forschungs-Wettbewerb

von li nach re: Armin Rund, Karl Kunisch, Rudolf Stollberger, Christoph Aigner © Uni Graz/Tzivanopoulos
von li nach re: Armin Rund, Karl Kunisch, Rudolf Stollberger, Christoph Aigner
© Uni Graz/Tzivanopoulos

Die Magnetresonanz (MR) ist aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Um das Untersuchungsverfahren zu verbessern, die Untersuchung für PatientInnen angenehmer zu gestalten und somit auch wertvolle Zeit und Ressourcen einzusparen, arbeiten SpezialistInnen weltweit an der Entwicklung neuer MR Methoden. Für besonders interessante und aktuelle Themen in der MR Entwicklung veranstaltet die Internationale Gesellschaft für Magnetresonanz in der Medizin – kurz ISMRM – jährlich einen Wettbewerb. Dabei treten ForscherInnen-Teams internationaler Universitäten, darunter so renommierte wie Stanford, Harvard oder etwa USC, in einem weltweiten Wettbewerb gegeneinander an. In diesem Jahr konnten sich Mathematiker der Karl-Franzens-Universität Graz und Medizintechniker der TU Graz gemeinsam Platz Eins sichern.

Ziel des Wettbewerbes war es, die Anregung von MR-Signalen in zwei Kategorien zu verbessern. Einerseits sollten Untersuchungen durch gleichzeitiges Anregen und Messen mehrerer Untersuchungsschichten wesentlich beschleunigt werden – „simultaneous multiple slice imaging (SMS)“. Andererseits galt es mit der Methode „parallel transmit (pTX)“ Probleme bei Ultrahochfeldsystemen zu bewältigen, welche dem breiten klinischen Einsatz dieser hochempfindlichen Geräte noch im Wege stehen.

Die Grazer Forscher beteiligten sich an der SMS-Kategorie. Dr. Armin Rund, Uni Graz, und Dipl.-Ing. Christoph Aigner, TU Graz, entwickelten hierzu mathematische Methoden und Algorithmen, die in einer Software mündeten. Mit dieser Software konnten sie die geforderten MR Pulse bestmöglich designen und so den Wettbewerb eindeutig gewinnen. Und noch ein Erfolg: Das Siegerteam der pTX-Kategorie von der Standford University baute auf der erst im Februar publizierten Methode der Grazer Forscher auf.

Die Teams von Univ.-Prof. Dr. Karl Kunisch, Uni Graz, und Univ.-Prof. Dr. Rudolf Stollberger, TU Graz, arbeiten bereits seit Jahren interuniversitär im Spezialforschungsbereich (SFB) „Mathematical Optimization with Application in Biomedical Sciences“ sowie im Rahmen der Forschungskooperation BioTechMed-Graz zusammen. Mit Erfolg: Bereits in der Vergangenheit konnte sie den dritten und den zweiten Platz bei dieser weltweiten Challenge erreichen. „Das Besondere an diesem Forschungsbereich ist, dass er angewandte Mathematik mit realem BioMedical Engineering verbindet“, betont der Leiter des Mathematik-Instituts und SFB-Sprecher Kunisch. „Der erste Platz bei diesem Wettbewerb ist der beste Beweis für diese gute, über Jahre gewachsene Kooperation.“ Das Verfahren weckte auch das Interesse zahlreicher internationaler Einrichtungen. „Das führt zu neuen Partnerschaften auf Forschungsebene“, streicht Stollberger hervor.

Zoologen der Universität Graz präsentieren aktuelle Ergebnisse zur Bienenpopulation und Bienengesundheit in Österreich

Bee isolated on the white macro of a living insect © Shutterstock. Komerziell. Ohne Rechte
Bee isolated on the white macro of a living insect
© Shutterstock. Komerziell. Ohne Rechte

Das Forschungsprojekt "Zukunft Biene" (2014 bis 2017) untersuchte die Bienengesundheit in Österreich. Zoologen der Karl-Franzens-Universität Graz präsentieren nun die Ergebnisse der Überwinterungsverluste, die im Rahmen der zum neunten Mal stattfindenden Erhebung von 1289 Imkereien gemeldet wurden. Diese hatten insgesamt 23418 Bienenvölker eingewintert. Die Verlustrate betrug 8,1 Prozent im Winter 2015/2016 (mit einem Vertrauensbereich von 7,4 bis 8,8 Prozent).

"Untere Ergebnisse sind valid, beruhen auf etwa 5 Prozent der österreichischen Bienenvölker und sind von der Methodik her vergleichbar mit den Ergebnissen anderer Länder", so Projektleiter Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim. Für eine genaue Risikoanalyse werden die österreichischen Datensätze, wie bereits in den Vorjahren, gemeinsam mit jenen aus weiteren europäischen Staaten statistisch ausgewertet und zu einem späteren Zeitpunkt publiziert. Eine detaillierte Analyse der österreichischen Ergebnisse des Winters 2014/2015, in dem mit 28,4 Prozent sehr hohe Verluste verzeichnet wurden, liegt im zweiten Zwischenbericht des Projektes "Zukunft Biene" auch online vor. 

Online:
Externe Verknüpfung http://www.zukunft-biene.at
Externe Verknüpfung http://www.Bienenstand.at

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Land- und Fortwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), der Imkerei Dachorganisation "Biene Österreich" und den Bundesländern, maßgeblich auch voin steirischer Seite finanzierten Projektes "Zukunft Biene" wurde außerdem eine Beobachtungsstudie durchgeführt, mit Besuchen und Probenahmen an über ganz Österreich verteilten Bienenständen vor und nach der diesjährigen Überwinterung. Erste Auswertungen zu Winterverlusten der an dieser Studie teilnehmenden Betriebe bestätigen die geringe Wintersterblichkeit: 185 Betriebe mit 12489 eingewinterten Völkern verzeichneten einen Verlust von 8,6 Prozent.

Ein weiteres Ziel ist es, Informationen zum Vorkommen der wichtigsten Bienenkrankheiten zu erhalten und den Befall mit der parasitischen Varroa-Milbe vor der Haupt- und Restentmilbung zu erfassen. Daran anschließend erfolgen, bei einem Teil der entnommenen Proben, Analysen auf den Darmzellparasiten Nosema, auf einige Bienenviren und auf Chemikalien-Rückstände, um nachträglich mögliche Zusammenhänge mit aufgetretenen Winterverlusten zu untersuchen. 

"Gefährliches und nützliches (Nicht)-Wissen bei Vertragsentscheidungen von Verbraucher/innen - eine verhaltenspsychologische Untersuchung der staatlichen Regulierung von Verbraucher/innen/entscheidungen"

Vertragsentscheidungen © Karl-Franzens-Universität Graz
Vertragsentscheidungen
© Karl-Franzens-Universität Graz

Die von der Abteilung 8 im Jahr 2014 veröffentlichte Förderungsausschreibung zum Thema "Die Zunahme von Nicht-Wissen" erfreute sich großen Zuspruchs und verlief sehr erfolgreich. Die von der Ausschreibungsjury als qualitativste Einreichungen bewerteten Projekte wurden kürzlich finalisiert oder erreichen zurzeit die Zielgerade.

Wir freuen uns ganz besonders über den Erfolg (und den für den Wissenschaftsstandort Steiermark gewonnen Mehrwert) des Projektes "Gefährliches und nützliches (Nicht)-Wissen bei Vertragsentscheidungen von Verbraucher/innen - eine verhaltenspsychologische Untersuchung der staatlichen Regulierung von Verbraucher/innen/entscheidungen", das von der Karl-Franzens-Universität geleitet und in Kooperation mit der Universität Wien durchgeführt wurde. Die von der Abteilung 8 grundfinanzierten Forschungen werden fortgeführt und im Programm "Unkonventionelle Forschung" (Univ. Graz) unterstützt.

 Die hochwertigen Ergebnisse werden zurzeit für die internationale Forschungsgemeinschaft aufbereitet. Lesen Sie dazu mehr über dieses Projekt am Externe Verknüpfung Online-Portal der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz.

Stiftungsprofessor zu Innovationen im Energie- und Ressourcenbereich: Tobias Stern

Tobias Stern, Professur für Energie- und Ressourceninnovation © Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos
Tobias Stern, Professur für Energie- und Ressourceninnovation
© Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos

Holz im Heizkraftwerk. Raps im Tank. Mais als Verpackungsmaterial. Nachwachsende Rohstoffe stellen eine knappe und daher wertvolle Ressource dar, deren Einsatz löst aber mitunter auch ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte aus. Mit den Hintergründen, Ursachen und Folgen beschäftigt sich seit 1. Jänner 2016 Univ.-Prof. Dr. Tobias Stern an der Karl-Franzens-Universität Graz. Der Inhaber der neuen, vom Land Steiermark geförderten Stiftungsprofessur für Energie- und Ressourceninnovationen will mit seiner Forschung herausfinden, wann und wie zukunftsweisende Technologien umgesetzt werden. In vielen Fällen geht es um die Diskrepanz zwischen technischer Reife und praktischer Umsetzung. Eine weitere wichtige Fragestellung adressiert die möglichen Folgen dieser Innovationen. Insgesamt soll das Thema Bio-Ökonomie als Forschungsfeld in der Steiermark weiter gestärkt werden.

„Im Sinne einer Bio-Ökonomie müssten wir in der Lage sein, alles aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen zu können“, bekräftigt Stiftungsprofessor Tobias Stern. Und die größte Hebelwirkung bei der Nutzung neuer Technologien werde, so der Wissenschafter, nur mit einer Verhaltensänderung erreicht werden. „Wichtig ist es, die Bevölkerung bei der Entwicklung einzubinden und bei einer Ablehnung zu schauen, was man besser machen kann“, hält Stern fest. In diesem Zusammenhang beleuchtet der Forscher auch, wie staatliche Förderungen gestaltet sein müssen, um effizienter zu sein.

Besonderes wissenschaftliches Augenmerk will der Absolvent der Universität für Bodenkultur Wien auf das Konzept der Bio-Raffinerie legen und zum Beispiel beantworten, welche Rohstoffe und Technologien für welche Region und welche Anlage geeignet sind. Wie bei den Energiequellen wird auch bei den Bio-Raffinerien nicht nur eine einzige genügen, ist Tobias Stern überzeugt.

In die Steiermark kehrt der 37-jährige gebürtige Grazer nach 20 Jahren gerne zurück, zuvor hat er zehn Jahre lang in einer Forschungsgruppe am Kompetenzzentrum Holz (Wood K plus) am Standort Wien gearbeitet. Neben der Tätigkeit an der Uni Graz wird Tobias Stern an der FH JOANNEUM, Institut Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement, tätig sein. Karl Peter Pfeiffer, Rektor der FH JOANNEUM: „Gemeinsame Synergien zu nutzen, ist ein wichtiges Ziel des Steirischen Hochschulraumes. Diese Stiftungsprofessur zwischen der Karl-Franzens-Universität Graz und der FH JOANNEUM ist ein weiterer Schritt in Richtung einer noch besseren Zusammenarbeit.“

Christa Neuper, Rektorin der Uni Graz: „Die Professur ist aufgrund der brisanten gesellschaftlichen Thematik für den gesamten Standort von hohem wirtschaftlichen Interesse.“

Die Finanzierung der Professur übernimmt für drei Jahre das Land Steiermark. Wissenschaftslandesrat Christopher Drexler: „Die nachhaltige Gestaltung von Energie- und Stoffströmen ist aus ökonomischen und ökologischen Gründen von besonderer Bedeutung. Das Forschungsprofil der Professur hat daher zum Ziel, umfassendes Wissen über die Zusammenhänge von Energie- und Ressourcenwirtschaft zu generieren und darauf aufbauend Innovationen für eine nachhaltige Gestaltung der Energie- und Stoffströme in Organisationen, Netzwerken, Branchen und Regionen zu entwickeln bzw. die hierfür erforderlichen Konzepte, Methoden und Instrumente bereitzustellen.“

Externe Verknüpfung Porträt (html)

"Österreichischer Zeitgeschichtetag 2016" (9./11. Juni 2015), Graz

Österreichischer Zeitschichtetag 2016 © Uni Graz/Benedik
Österreichischer Zeitschichtetag 2016
© Uni Graz/Benedik

Seit der Einrichtung einer Professur für Zeitgeschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz (1984) hat sich dieses Forschungsfeld als äußerst innovationsfreudig und flexibel dargestellt. Die Ausrichtung des biennal stattfindenden "Österreichischen Zeitgeschichtetags" im Jahr 2016 rückte die die in diesen Jahren entwickelte, gewachsene bzw. veränderte steirische zeithistorische Forschungslandschaft in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit . Rund 300 internationale und österreichische HostorikerInnen setzen sich in den Tagen vom 9. bis 11. Juni 2016 mit der produktiven und konstruktiven "Unruhe" der gegenwärtigen Zeitgeschichteforschung im regionalen und überregionalen Kontext auseinander.

Den inhaltlichen Schwerpunkt bildeten dabei sowohl virulente theoretisch-methodische Debatten als auch aktuell innovative Fragestellungen, Projekte und Studien. Die Tagung lud zur Auseinandersetzung mit ausdifferenzierten Positionierungen ein und machte Kontroversen und Aushandlungsprozesse in Theorie, Methoden und empirischen Untersuchungsfeldern sichtbar. Der Fokus richtete sich auf eine kritische, selbstreflexive und standortgebundene Wissenschaft sowie auf Prozesse des Neu- und Überschreibens bestehender Forschungstraditionen.

Der "Österreichische Zeitgeschichtetag 2016" prädsentierte über zweieinhalb Tage Beiträge in vier thematischen Streams: Reflexion / Räume / Agency / Überschreibungen. Diskutiert wurden unterschiedlichste zeithistorische Themen aus den Geschichtswissenschaften im interdisziplinären Dialog mit verwandten Fächern. Die Einbindung von Early Career-Wissenschafter/innen sowie von Forscher/innen aus dem Ausland erfolgte homogen.

Der Österreichische Zeitgeschichtetag 2016 eröffnete schließlich auch einen "Open Space" für kritische Reflexion abseits klassischer Vortragsformate; hier werden Arbeiten in einen offenen Dialog mit der Scientific Community gebracht: Diskussionen zu speziellen Themen, Science-to-Public-Vorhaben oder  Filme, Performances, Lesungen, Installationen, Interventionen, Erinnerungsprojekte.

Mehr über den Österreichischen Zeitgeschichtetag: Externe Verknüpfung http://zeitgeschichtetag.uni-graz.at/

Ecsite Annual Conference - Colours of Cooperation (Graz, 7./11. Juni 2016)

Colours of Cooperation © KIMUS Kindermuseum Graz GmbH
Colours of Cooperation
© KIMUS Kindermuseum Graz GmbH

Mit der Ecsite Annual Conference fand in den Junitagen 2016 mit etwa 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ca. 50 Ländern das größte Wissenschaftskommunikationsevent Europas und das zweitgrößte dieser Art weltweit erstmals in Graz statt! Eine besondere Auszeichnung für die Stadt Graz im Allgemeinen und für die Kindermuseum GmbH und die Universalmuseum Joanneum GmbH im Besonderen!

Ecsite - The European Network of Science Centers and Museum - ist eine europäische Plattform mit Sitz in Brüssel, die der Öffentlichkeit durch professionelle und innovative Wissenschaftskommunikation den Zugang zu technischen und naturwissenschaftlichen Themen erleichtert. Ecsite bündelt in seinem Netzwerk ca. 400 Science Centers, technische Museen, naturhistorische Museen, Forschungseinrichtungen und ähnliche Institutionen. All diese Ecsite-Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Programmen, Ausstellungen und Projekten mehr als 40 Millionen Menschen pro Jahr. Mehr als 60% davon sind jünger als 25 Jahre. Die Ecsite Conference ist seit nunmehr 26 Jahren der jährliche Höhepunkt für Präsentationen und den Wissensaustausch unter Museen. Ja, man kann von einer etablierten internationalen Marke sprechen.

Dem idealen Verbund aus Universalmuseum Joanneum, Kindermuseum FRida & freD sowie Science Center-Netzwerk bot sich somit die einmalige Gelegenheit, dieses Großereignis im Jahr 2016 auszurichten. Das große Treffen der führenden Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Vermittlung von Wissenschaft und Forschung wird auch als Anlass dafür genommen, das Ausstellungsjahr in den Häusern des Universalmuseums und des Kindermuseums der grundlegenden Vision von Ecsite zu widmen: Wissenschaft und Forschung den Menschen näher zu bringen und auch (scheinbar) komplizierte Forschungsmaterien in verständlicher Form aufzubereiten.

Lesen Sie mehr: Externe Verknüpfung Konferenz-Webseite

 

"Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet" (13. Juni 2016)

Logo Geist und Gegenwart © Land Steiermark, Geist und Gegenwart
Logo Geist und Gegenwart
© Land Steiermark, Geist und Gegenwart

Der furchtbare Bürgerkrieg in Syrien, der Bürgerkrieg im Jemen, das Terrorregime - der so genannte "Islamische Staat, das weitgehende Scheitern des "arabischen Frühlings", der schier unösbar erscheinende Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern bzw. den arabischen Staaten, die Rolle der Kurden, des Iran, der Türkei, Saudi Arabiens, Ägyptens, die großen Migrationsströme, Dschihadismus, Terrorismus, Fundamentalismus, Verfolgung von religiösen und ethnischen Minderheiten, die Frontstellung Sunniten versus Schiiten - die Liste der Stichworte über das Pulverfass Orient und seiner Auswirkungen auf Europa ist lang und kann noch wesentlich ergänzt werden.
Michael Lüders ist einer der führenden Kenner der Region in der deutschsprachigen Publizistik. Seine pointierten Thesen, Kommentare und scharfen Beobachtungen sorgten für einen sehr informativen und spannenden Vortrags- und Diskussionsabend in der Reihe "Geist und Gegenwart" am 13. Juni 2016.

Mehr zu Geist & Gegenwart....

"Perspektiven im Dialog. XXXVI. Kongress für Blinden- und Sehbehinderten-Pädagogik" (Graz, 1./5. August 2016)

Kongresslogo © Verband für Blinden- und Sehbehinderten-pädagogik e.V. (Foto: Rupprecht)
Kongresslogo
© Verband für Blinden- und Sehbehinderten-pädagogik e.V. (Foto: Rupprecht)

Die Zahl der Menschen mit Sehbehinderungen wird in den nächsten Jahren - allein aus Gründen demografischer Aspekte - weiter ansteigen.

Seit 1873 werden im Rahmen des internationalen Verbandes für Sehbehinderten- und Blindenpädagogik regelmäßig Kongresse in wechselnden europäischen Städten abgehalten und solcherart eine internationale Plattform für den Austausch von Erkenntnissen, Erfahrungen  und neuen wissenschaftlichen Ergebnissen in Bildung, Erziehung, Rehabilitation und Inklusion sowie an den Schnittstellen zu angrenzenden Fachgebieten (Medizin, Technik, Medizintechnik, Ophthalmologie, Pflege/Pflegewissenschaften) gebildet: einerseits für Menschen mit Sehbehinderungen, Blindheit und Mehrfachbehinderung, andererseits für PädagogInnen und SonderpädagogInnen, Betreuungspersonal, VertreterInnen aus den genannten wissenschaftlichen Bereichen, Fachärztinnen und Fachärzte, Studierende und Angehörige von Betroffenen. Koordiniert wird der Kongress jeweils von einer am Austragungsort positionierten Einrichtung, die über anerkannte Schul-, Bildungs-, Ausbildungs- und Betreuungsmöglichkeiten für Menschen mit besonderen (Seh)Bedürfnissen verfügt. Der renommierte Kongress fand zuletzt 2012 in Chemnitz mit rund 550 TeilnehmerInnen aus 16 Ländern statt.

Für das Odilien-Institut für Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit bedeutet es eine besondere Auszeichnung, mit der Organisation und Durchführung des Weltkongresses 2016 in Graz beauftragt worden zu sein. Die geographisch günstige Lage der Steiermark und ihr Ruf als Brückenbauer zu den südlichen und südosteuropäischen Nachbarländern versprechen eine weitere Stärkung der Plattformfunktion. „Grazer Einladungen" richten sich seit jeher an ost- und südosteuropäische ForscherInnen und senden deutliche Signale in Richtung zentraleuropäische Zusammenarbeit.

"Perspektiven im Dialog" - so lautet das Generalthema des 26. "Grazer" Kongresses für Blinden- und Sehbehinderten-Pädagogik" (August 2016). Das Sehen und neue Erkenntnisse im Bereich der Behindertenpädagogik sowie der Ausblick auf intensive Ausbildungsmöglichkeiten sollen um den Blickwinkel der Kommunikation erweitert werden und ein breiteres Spektrum angrenzender Fachgebiete und unterstützender Einrichtungen erschließen, um Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-Konvention auf ihrem Weg zur möglichst vollen Teilhabe am Gemeinschaftsleben zu fördern. Für diesen Dialog konnte die Steirische Hochschulkonferenz, gebildet aus den 5 steirischen Universitäten, 2 Fachhochschulen und 2 Pädagogischen Hochschulen, als  Kooperationspartner gewonnen werden.

Externe Verknüpfung Teilnahmeflyer

Externe Verknüpfung Erfahren Sie mehr auf der Kongress-Homepage...

"Life Sciences for the Next Generation" (Graz, 12./14. September 2016)

An der Karl-Franzens-Universität Graz findet im September 2016 eine besonders spannende Großveranstaltung statt: die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (kurz: ÖGMBT) richtet gemeinsam mit Biophysics Austria ihre mittlerweile 8. Jahrestagung mit dem Thema "Life Sciences for the Next Generation" aus. Rund 350 bis 400 Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus dem In- und Ausland werden zu diesem Treffen erwartet, national und international führende Forscherinnen und Forscher werden zu neuesten Ergebnissen aus dem Bereich der molekularen Life Sciences referieren und diskutieren. Spannende Entwicklungen neuer Disziplinen der Lebens- und Geundheitswissenschaften stehen am Programm: Lipid-assoziierte und Krebs-Erkrankungen, Altern und Neurodegeneration, Infektionserkrankungen und neue Therapieformen, Mikrobiota, Einzelmolekül und Membranbiologie, System- und synthetische Biologie. Mehr noch: darüber hinaus gehend werden zusätzliche Themenbereiche und Workshops (zB translationale Onkologie) angeboten und wird eine Plattform zur Darstellung von Forschungsleistungen des (jungen) Nachwuchses zur Verfügung gestellt - eine Session wird zur Gänze den Young Scientists gewidmet. Die standortspezifische Stärke der Steiermark (zB ACIB Initiative) wird betont und die interuniversitäre Forschungsachse des neu begründeten BioTechMed Graz-Konsortiums vorgestellt.

Die Austragung der renommierten Jahrestagung stellt für die Karl-Franzens-Universität eine weitere Möglichkeit dar, an den neuesten Entwicklungen in den genannten Forschungsbereichen sozusagen an vorderster Front teilzunehmen, den Wissensaustausch kontinuierlich auszubauen und neue Kooperationen und Kollaborationen anzudenken oder bereits zu konkretisieren.

Externe Verknüpfung → Konferenzhomepage 

 

8. Internationaler Workshop über planetare, solare und heliosphärische Radiostrahlung" (PRE 8), Schloss Seggau, 25./27. Oktober 2016

Juno-Spacecraft-Jupiter © NASA
Juno-Spacecraft-Jupiter
© NASA
Logo © Institut für Weltraumforschung (IWF), ÖAW
Logo
© Institut für Weltraumforschung (IWF), ÖAW

Zu Recht wird Graz als Weltraumhauptstadt von Österreich und wird Weltraumforschung als steirische Themenspezialität bezeichnet. Dies gilt sowohl im Bereich der Forschung (zB Institut für Weltraumforschung/IWF der Österreichischen Akademie der Wissenschaften/ÖAW; Technische Universität Graz, Karl-Franzens-Universität Graz, JOANNEUM RESEARCH), als auch der Wirtschaft (Magna, Andritz, Böhler u.a. Unternehmen).

Weltraumforschung dient dem Erkenntnisgewinn und sorgt für technologischen Fortschritt an vorderster Front, aber auch für die mittel- bis langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen in Forschung, Entwicklung und Industrie. Unser Bundesland hat in  den vergangenen Jahren in zunehmendem Maß bewiesen, das es in der "großen" Forschungsliga mitspielt. Das IWF und oben genannte Forschungakteure sind gefragte Partner der European Space Agency/ESA und der NASA.

Nicht umsonst findet der internationale Workshop über "Planetare, solare und heliosphärische Radiostrahlung" traditionell in der Steiermark statt. Wurde er bisher sieben Mal in Folge in Graz ausgetragen, so findet der achte Workshop ("PRE 8") auf Schloss Seggau statt (25. bis 27. Oktober 2016). In den Blick genommen werden die neuesten Entwicklungen im Bereich der planetaren Radiostrahlung der 5 Radioplaneten (Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun), der Radiostrahlung der Sonne, der Radiostrahlung aus dem Grenzbereich der Heliosphäre und die Suche nach Radiostrahlung von Exoplaneten, also von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

Die Radiostrahlung wird entweder mit großen Radioteleskopen von der Erde aus gemessen oder von Raumfahrzeugen wie MMS, Themis, Van Allen Probes, Cluster, Voyager, Galileo, Wind, Ulysses, Stereo, Cassini und Juno - Die Missionen Cassini und Juno sind dabei gerade besonders aktuell. Cassini wird noch bis September 2017 den Saturn umkreisen und dabei dem Ringplaneten so nahe wie nie zuvor kommen. Juno ist am 4. Juli 2016 erfolgreich in einen Orbit um Jupiter eingeschwenkt. Zukünftige Missionen wie die europäischen Missionen Solar Orbiter und JUICE (Jupiter Icy Moons Explorer) werden im Rahmen von PRE 8 ebenso thematisiert wie die technische Entwicklung noch größerer Radioteleskope.

Mehr dazu auf: Externe Verknüpfung http://pre8.oeaw.ac.at

"Photographs from the Camps of the Nazi-Regime" (Graz, 10. 11. November 2016)

Für die Konzentrationslager galt ein striktes Fotografieverbot, das wiederholt durch die verschiedenen Organisationen der SS ausgesprochen wurde. Dem entgegen steht der immense Bestand an überlieferten fotografischen Bildern aus den Lagern. Deren Spektrum reicht von Einzelfotografien und Fotoalben, den offiziellen Aufnahmen des Erkennungsdienstes und Veröffentlichungen in Illustrierten, über die heimlichen Aufnahmen der Häftlinge und der "Befreuungsfotografie" der Alliierten bis hin zum "Nachleben" der Fotografien im Prozess der Erinnerung seit 1945.

Die nicht einfache Herausforderung der Fotografien, uns ein Bild davon zu machen und somit die Erinnerung nicht aufzugeben, steht im Blickpunkt einer internationalen Konferenz im November 2016, die vom Centrum für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität ausgerichtet wird. Insbesondere vor dem historischen Hintergrund eines Generationenwechsels - dem Verschwinden der Instanz der Zeitzeugen - stellt sich die Frage nach der Bedeutung und der Wirkung der überlieferten Fotografien in ganz neuer Weise.

Die deutschsprachige und internationale Forschung zur Fotografie der NS-Zeit, die mittlerweile auf rund 3 Jahrzehnte zurück blicken kann, zeigt, dass die Fotografie in den Konzentrationslagern des NS-Regimes ein höchst komplexes Forschungsgebiet ist, das die Fachkenntnisse verschiedener Disziplinen benötigt. In den letztehn Jahren ist in der Fotografieforschung zum NS eine neue Tendenz zu vermerken, die eine adäquate methodische Reflexion des Bildmediums einfordert. Zugleich ist das Bewusstsein gewachsen, dass dies nur in einer interdisziplinären Zusammenarbeit gelingen kann. Die Konferenz stellt diese zentralen Anliegen in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen, wird unter dezidiert methodischen Fragestellungen erstmals Wissenschafter/innen der verschiedensten Disziplinen (Geschichte, Bild- und Kunst-/Kulturwissenschaften, Fotogeschichte, Osteuropastudien) zusammenbringen und dabei gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs (überwiegend Doktoranden und PostDocs) ansprechen.

Externe Verknüpfung Kongressbroschüre [pdf-file]

Externe Verknüpfung Lesen Sie mehr ....