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Förderungsgalerie

Wir stellen einige Projekte aus unserer Förderungswerkstatt vor. Leider können wir nicht alle Vorhaben präsentieren - haben Sie bitte Verständnis für diese rein exemplarische Auswahl! Interessante Beiträge finden Sie auch in unserem Externe Verknüpfung Förderungsarchiv.

   

„Storytelling in den europäischen und amerikanischen Spectators / Storytelling in the European and American Spectators / Storytelling dans les spectateurs européens et américains » (Graz, 30. November bis 3. Dezember 2017)

Für die literarisch-journalistische Gattung der Spectators, die sich in der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung an der Universität Graz zu einem interdisziplinären Fokus entwickelt hat, spielt das Erzählen von Beginn des 18. Jahrhunderts an eine wichtige Rolle. Das Thema der Spectators war an der Steiermark nicht spurlos vorübergegangen. Im Gegenteil kennt man das Phänomen dieser moralischen Schriften auch aus der Grazer Presse des 18. Jahrhunderts. Darüber hinaus gab es eigene Schriften - wie etwa den „Eifrigen Beobachter" - die das Erzählen und die Herausbildung des Romans auf lokaler, regionaler wie auch europäischer Ebene förderten.

Die steirische Vorreiterrolle auf diesem Gebiet spiegelt sich besonders durch den Schwerpunkt zur Presseforschung im 18. Jahrhundert, mit welchem die Universität Graz international führend ist. In vergangenen Jahre etablierten sich an der Uni Graz zwei nachwuchsorientierte Forschungsgruppen zu diesem Thema: 1) die interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur Erforschung des 18. Jahrhunderts an der Universität Graz (Prof. Harald Heppner, Dr. Golob), 2) die Arbeitsgruppe zur Erforschung der Spectators am Institut für Romanistik (in Kollaboration mit den MitarbeiterInnen des Zentrums für Informationsmodellierung der Universität Graz). Mit der Entwicklung des ersten europäischen Repository für die romanischen Spectators kommt dieser Gruppe im österreichischen, aber auch europäischen und internationalen Kontext eine Vorreiterrolle zu, insbesondere in Bezug auf die publikumswirksamen Aufbereitung der Texte auf der Plattform.

Da die Gattung erst während der letzten Jahre - nicht zuletzt wegen ihrer Verbindung zu den neuen Kommunikationsmedien Twitter oder Facebook - von Seiten der Forschung eine besondere Aufmerksamkeit erfuhr und dennoch noch gravierende Lücken in der bibliographischen Erfassung und analytischen Durchdringung bestehen, wird eine umfassende Bestandsaufnahme dringend notwendig: Über die gezielt internationale Ausrichtung der Tagung (Karl-Franzens-Universität Graz, 30. November bis 3. Dezember 2017) soll die Vernetzung von Spectator-WissenschaftlerInnen über steirische und europäische Grenzen hinaus gewährleistet werden. Dies wird insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit der International Association of 18th Century Studies sowie durch die internationale Bekanntmachung des Call for Papers erreicht.


 

Kai Ginkel: "Noise. Klang zwischen Musik und Lärm"

"Noise. Klang zwischen Musik und Lärm" © transcript
"Noise. Klang zwischen Musik und Lärm"
© transcript

Wann wird Klang zur Musik, wann wird er als Lärm erfahren? Und welche soziale Praktiken stehen dahinter?

Gegenüber dem Visuellen und der Sprache ist der Klang bislang eine vernachlässigte Kategorie der Sozialwissenschaften - obgleich das Auditive ein essenzieller Bestandteil sozialer Ordnungsbildungen ist. Kai Ginkel (Kunstuniversität Graz) untersucht in seiner „klangsoziologischen" Studie das Hören nicht naturalistisch als kognitiv-sensorischen Aufnahmevorgang, der rein individuell geleistet wird. Demgegenüber vertritt er das Verständnis, dass Hörerfahrung  sozial hergestellt wird und dabei auf kollektive Lernerfahrung rekurriert. Im Zentrum steht demnach die Fragestellung: Was wird sozial geleistet, um eine Erfahrung von Klang als sinnvoll oder nicht sinnvoll, als musikalisch oder nicht musikalisch herzustellen? Ginkels Arbeit basiert auf der Methode der teilnehmenden Beobachtung sowie auf Grundannahmen der soziologischen Praxistheorien.

Gegenstand der Studie ist „Noise", eine Art der meist elektronischen Klang- und Musikproduktion. Alle Spielarten verbindet die starke Verzerrung, Verfremdung, das Rauschen. PraktikerInnen positionieren sich in Opposition zur „normalen" Musik und treten ihr gegenüber gezielt provokativ auf. Im Noise ist es legitime Praxis, dass selbst ein durchgehendes Rauschen ohne Variation als Musikstück verhandelt werden kann. Dass die Frage „Musik oder störender Lärm?" für KünstlerInnen, Fans und Zaungäste praktisch relevant ist, prädestiniert Noise somit als Fallstudie für die Erforschung musikalischer Sinnstiftung. Die Studie entschlüsselt die Praxis jener Sinnstiftung im Zuge detailreicher Beschreibungen und Analysen in Hinblick auf Verkörperung, Räumlichkeit, Technizität, Wissen und Kompetenz sowie mit einem durchgehenden Fokus auf die Produktivität sozialer Deutungskonflikte.

Die Publikation erschien im transcript Verlag.

Dieter A. Binder, Georg Hoffmann, Monika Sommer, Heidemarie Uhl : "41 Tage. Kriegsende 1945 - Verdichtung der Gewalt"

"41 Tage. Kriegsende 1945 - Verdichtung der Gewalt"-Cover © Mandelbaum Verlag
"41 Tage. Kriegsende 1945 - Verdichtung der Gewalt"-Cover
© Mandelbaum Verlag

Anlässlich der 70jährigen Wiederkehr des Kriegsendes 1945 wurde im Jahr 2015 die von der Karl-Franzens-Universität Graz und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam entwickelte und erstellte Ausstellung „41 Tage. Kriegsende 1945 - Verdichtung von Gewalt" gezeigt. Diese fokussierte auf die letzten 41 Tage des Zweiten Weltkrieges im heutigen Österreich, und thematisierte mit den darin in Erscheinung tretenden Gewaltmechanismen und -komplexen eine bis heute kontrovers diskutierten und gleichzeitig kaum aufgearbeiteten Aspekt der NS-Zeit. Unter dem Ehrenschutz des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer wurde die Ausstellung, als nationaler österreichischer Beitrag zum Gedenkjahr, von April bis Juli 2015 am Heldenplatz in Wien, von Oktober bis November 2015 im Universalmuseum Joanneum in Graz (mit steirischen Schwerpunkten) und im November 2016 im Kulturquartier Linz der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Buch zur Ausstellung "41 Tage. Kriegsende 1945 - Verdichtung der Gewalt" liegt nun  vor! Die Publikation erschien im Mandelbaum Verlag.

„European Summit of Industrial Biotechnology 2016" (Austrian Centre of Industrial Biotechnology / acib)

ESIB - Marke/Logo © acib
ESIB - Marke/Logo
© acib

Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib), eines der erfolgreichsten steirischen Kompetenzzentren und als COMET-K2-Zentrum ein essenzieller Partner für die internationale Industrie, eröffnete 2016 ein neues Forum des wissenschaftlichen Austausches: Der „European Summit of Industrial Biotechnology" (kurz: ESIB) positioniert den Forschungsstandort Österreich im  Allgemeinen und die steirische Biotechnologie im Besonderen auf der globalen Forschungslandkarte und geht über herkömmliche Formate, veraltete Strukturen und überkommene Konzepte weit hinaus. Neben der Vernetzung von Forschung, Industrie und Politik in wissenschaftlichen Sessions und der Thematisierung von Fragen zu Finanzierungsmodellen und Förderungen kam das acib-Organisationteam seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung in hohem Maße nach. Neueste Entwicklungen wie „Open Science" und „Open Innovation" wurden in den Blick genommen, gezielte Veranstaltungsmodule wie „Science Flash" etablierten, förderten und vernetzten den wissenschaftlichen Nachwuchs und ermöglichten den Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand. Die Zusammenkunft von Forscherinnen und Forschern aus verschiedensten Disziplinen und Herkunftsländern und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Sichtweisen eröffneten neue thematische Zugänge und Perspektiven.

Insbesondere wurden - und werden auch in den kommenden Jahren - nachhaltige Kooperationen in Form von strategischen Forschungsprojekten und neuen wirtschaftlich verwertbaren Technologien aufgebaut, um einerseits die wissenschaftliche Breite des Zentrums zu vergrößern und andererseits den Wert des Forschungsstandortes Steiermark in all seiner Vielfalt zu bewerben. Das Ziel ist so ambitioniert wie naheliegend: ESIB soll sich als weltweit beachtete steirische Veranstaltungsmarke etablieren und die Kongressstadt Graz in das Licht der Weltöffentlichkeit rücken. Der „European Summit of Industrial Biotechnology" wurde auch mit dem Graz Congress Award 2016 ausgezeichnet.

Die esib 2017 findet unter dem Motto „Products & Production" von 14.-16. November 2017 im Messekongress Graz statt.

Weitere Infos:
Externe Verknüpfung www.esib.at [html]
Externe Verknüpfung Tagungsprogramm 2017 [pdf]

„Frieden und Konflikt. Religiöse Diskurse in westlichen Demokratien - Initiative christlich-jüdische Studienwoche im Gespräch mit dem Islam" (31. Juli bis 3. August 2017, Schloss Seggau)

"Frieden und Konflikt"; Studienwoche in Schloss Seggau © Irmtraud Fischer
"Frieden und Konflikt"; Studienwoche in Schloss Seggau
© Irmtraud Fischer

Unter dem Titel „Frieden und Konflikt. Religiöse Diskurse in westlichen Demokratien - Initiative christlich-jüdische Studienwoche im Gespräch mit dem Islam" fand eine für die breite Öffentlichkeit zugängliche Tagung vom 31.7.-3.8.2017 im Seminarhotel Schloss Seggau bei Leibnitz statt.

An die 70 Teilnehmerinnen diskutierten das Thema in ausnehmend guter Atmosphäre, darunter viele Studierende und ReligionslehrerInnen. Angesichts des großen Erfolgs soll die Veranstaltung alle zwei Jahre fortgesetzt werden, das nächste Mal zum Thema der Rolle des Geschlechts in den drei großen monotheistischen Buchreligionen. Ein heißes, aber notwendiges Thema!

Externe Verknüpfung Presseerklärung

Die Tagung ging aus einem am Institut für alttestamentliche Bibelwissenschaft (Karl-Franzens-Universität Graz) erarbeiteten FWF-Projekt hervor. Das neue, von einem internationalen, interreligiösen Board getragene Veranstaltungsformat brachte jüdische, christliche und muslimische Vortragende zu einem immer aktuellen, aber in den letzten Jahren drängend gewordenen Thema zusammen: Sind die Lehren und Ansprüche der drei großen Buchreligionen mit den Werten westlicher Demokratie vereinbar? Tragen die drei Religionen im heutigen Europa mehr zum Frieden oder mehr zu Konflikten bei? Wo liegen die Konfliktfelder? Auch wenn der Dialog mit dem Islam derzeit gesellschaftlich als drängender empfunden wird, muss für das Christentum das Gespräch mit dem Judentum zentral bleiben und ist in Anbetracht von zunehmender antisemitischer Agitation gerade für Österreich und Deutschland eine besondere Verpflichtung.

Die Teilnahme an der Tagung war sowohl für Studierende als Lehrveranstaltung als auch für Religionslehrerinnen und -lehrer als Fortbildungsveranstaltung anrechenbar.

Kontakt - E-Mail

 

"ARTikulationen. Ein Symposium zur künstlerischen Forschung" (Graz, 5.-7. Oktober 2017)

Logo der Kunstuniversität Graz © Kunstuniversität Graz
Logo der Kunstuniversität Graz
© Kunstuniversität Graz

Die künstlerische Forschung ist ein neues, hochinnovatives Feld, das in der (in Graz mitentwickelten!) Form an wenigen internationalen Spitzenforschungseinrichtungen praktiziert wird. Das 2,5-tägige Symposium ARTikulationen  wird seit 2016 von der Künstlerisch-Wissenschaftlichen Doktoratsschule der Kunstuniversität Graz (kurz: KUG) veranstaltet und macht die Qualitä̈t, Relevanz und Vernetzung der international beachteten Ausbildung und die Schlüsselrolle der KUG in der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung lokal evident, fördert den wissenschaftlichen Austausch im neuen Forschungsparadigma und dient als Plattform für die Vernetzung der internationalen künstlerischen Forschung mit dem Wissenschaftsstandort Graz.

Mit Alfred Brendel, Georg Friedrich Haas und George Lewis, amerikanischer Posaunist, Improvisationskünstler, Komponist, Professor an der Columbia University, konnten drei weltbekannte, prägende Musikerpersönlichkeiten und DenkerInnen, deren künstlerische Forschung und schriftliche ästhetische Reflexion vielbeachtet, vorbildlich und einflussreich sind, als HauptrednerInnen gewonnen werden. Die 2 wichtigsten europäischen Einrichtungen zur künstlerischen Forschung in der Musik - das Orpheus Institut (Ghent) und das Inter Arts Centres der Lund Universität (Malmö) wirken bei der Ausrichtung von "ARTikulationen 2017" (5.-7. Oktober 2017) mit.

Die Beiträge des Symposiums setzen sich aus verschiedenen Formaten, wie Keynotes, Lecture Recitals, Gastvorträgen, Posterpräsentationen und Diskussionsrunden, zusammen. Die Förderung junger WissenschaftlerInnen steht dabei ebenso im Vordergrund wie der Austausch mit und zwischen renommierten ExpertInnen.

Das Symposium "ARTikulationen" kann insgesamt als Pionierformat gelten, in dem das besondere Moment der künstlerischen Forschung - nämlich die hörbaren Ergebnisse, die durch methodisch fundierte Durchdringung von Kunst und Wissenschaft erreicht werden - für das Publikum nachvollziehbar und erlebbar wird. Das Symposium findet an drei ausgewählten Orten statt: im Florentinersaal der Kunstuniversität Graz, in der Orangerie des Burggartens sowie im Proberaum des Mumuths der Kunstuniversität Graz.

Externe Verknüpfung PROGRAMM [pdf]

Externe Verknüpfung Plakat

Externe Verknüpfung mehr Informationen [html]

"European Youth Award 2017"

Der European Youth Award (EYA) ist ein europaweiter Wettbewerb zur Motivation junger Menschen, Start-Up-GründerInnen und social Entrepreneurs um soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Herausforderungen mit Hilfe digitaler Technologien in Angriff zu nehmen. Der EYA verbindet symbolische Auszeichnung mit professioneller Vernetzung und wissenschaftlicher Kooperation auf europäischer Ebene und wird 2017 zum sechsten Mal vergeben.

Die EYA Kategorien wurden für 2017 speziell überarbeitet, der Sonderpreis zu WASSER wurde neu eingeführt und zusätzlich zu den Zielen des Europarates und der EU-Strategie Europa 2020 werden nun insbesondere die Ziele der UNO für nachhaltige Entwicklung adressiert. Somit stehen die größten Herausforderungen Europas im Mittelpunkt des Wettbewerbs, des internationalen Austausches von Studierenden und der Veranstaltung in der Steiermark.

Das EYA Festival dient dazu, europaweite Content-Innovationen aufzuzeigen und auszuzeichnen. Es gibt Studierenden in Grazer Studiengängen zu digitalen Innovationen die Möglichkeit, konkrete Projekte gemeinsam mit den besten jungen Produzenten und Designern Europas als Teil Ihrer Lehrveranstaltungen zu machen. Es soll jungen Menschen und Studierenden aus ganz Europa und insbesondere der Steiermark ermöglichen, sich untereinander und mit IT PionierInnen sowie erfahrenen ExpertInnen aus Wirtschaft, Technologie, Bildung, Wissenschaft und Forschung nachhaltig zu vernetzen und auszutauschen. Angelehnt an die Kategorien werden aktuelle europäische Probleme reflektiert.

Die eingereichten digitalen Projekte werden von einer internationalen, ehrenamtlichen ExpertInnenjury online evaluiert. Die Entwicklerteams der besten Projekte werden zum Gewinnerevent (EYA Festival, 29. Nov.-2. Dez. 2017), bestehend aus einer dreitägigem Konferenz und einem Galaabend, eingeladen.

Idee und Konzept: Prof. Dr. Peter A. Bruck, Internationales Centrum für Neue Medien / ICNM
Kontakt, Organisation, Projektmanagement : Dr.in Birgit Kolb, Projektmanager / ICNM

"Language EDUCATION across Borders" (Graz, 7./10. Dezember 2017)

Karl-Franzens-Universität Graz, Blick auf das Hauptgebäude © Mit Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz
Karl-Franzens-Universität Graz, Blick auf das Hauptgebäude
© Mit Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz

Die internationale wissenschaftliche Konferenz "Language EDUCATION across Borders" bringt Forschende und Lehrende zusammen, um die unterschiedlichsten Grenzen im Sprachunterricht auszuloten. Diese Grenzen beziehen sich sowohl auf die Verschiedenartigkeit der einzelnen Sprachen als auch auf die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Disziplinen und die dadurch oftmals entstehende Lücke zwischen Forschung und Unterrichtspraxis.

Um diese Schnittstellen zu bearbeiten und die Grenzen zu überwinden, verpflichteten sich drei Einrichtungen zur organisatorischen (und natürlich auch inhaltlichen) Zusammenarbeit: das Institut für Anglistik und das GEWI Fachdidaktikzentrum der Karl-Franzens-Universität Graz sowie das Institut für Anglistik der Universität Maribor.

Weltweit anerkannte Expertinnen und Experten konnten für die Grazer Vorträge gewonnen werden. Die renommierten Invited Speaker decken eine große Bandbreite an Forschungsansätzen ab und erleichtern den Zugang zu den aktuellesten interdisziplinären Entwicklungen im Bereich des Fremdsprachunterrichtes. 12 Sektionen mit jeweils sechs parallel stattfindenden Einheiten, acht Workshops/Symposien, Posterpräsentation und sechs Plenarvoträge sorgen für ein dichtes, und abwechslungsreiches Programm und lassen spannende Diskussionen und Reflexionen erwarten.

Externe Verknüpfung Lesen Sie mehr über "Language across Borders", 7./10. Dezember 2017 [html]

Lieder nach der Lyrik von Karl Gottfried Ritter von Leitner

Cover_ Wie tut mir so wohl der selige Frieden! © Gramola
Cover_ Wie tut mir so wohl der selige Frieden!
© Gramola

Anknüpfend an das erfolgreiche Projekt „Anselm Hüttenbrenner", bei dem es um die Wiederentdeckung des vergessenen steirischen Komponisten ging, hob die Kunstuniversität Graz unter der Projektleitung von Ulf Bästlein einen besonderen steirischen Schatz, der im Laufe der Zeit fast völlig in Vergessenheit geraten war: die Künstler-Wissenschaftler analysierten, editierten und öffneten Teile des lyrischen Werks Karl Gottfried Ritters von Leitner (1800 bis 1890), die zu bedeutenden Liedkompositionen inspirierten. Dazu mussten zunächst Leitners Nachlässe (Steiermärkische Landesbibliothek, Landesarchiv Steiermark) gründlich erforscht werden, um im weiteren Verlauf europaweit zu recherchieren und die in Archiven und Bibliotheken vorhandenen Bestände zu sichten..

Der „gehobeneSchatz" wurde nach kontinuierlicher wissenschaftlicher und künstlerischer Aufarbeitung in eine Doppel-CD eingespielt, erschienen jüngst bei Gramola.

Nicht minder wertvoll ist das beiliegende wissenschaftliche booklet, das hochkarätige Beiträge renommierter Musik- und LiteraturwissenschafterInnen vereint und die enorme geistes- wie kulturhistorische Bedeutung Leitners für den gesamten deutschsprachigen Raum zu beleuchten versucht. Mehr noch: zahlreiche Gedichte konnten ins Englische übersetzt werden. Durch Konzerte und lecture-recitals soll nun versucht werden, ein breites Publikum auf das Werk dieses zu Unrecht in Vergessenheit geratenen steiermärkischen Dichters aufmerksam zu machen.

Download: Externe Verknüpfung CD - Cover gesamt [pdf]

"Comic/Verfilmung und Religion" (Graz, 24.-27. Mai 2017)

Comic/verfilmung und Religion © Marvel, mit freundlicher Genehmigung
Comic/verfilmung und Religion
© Marvel, mit freundlicher Genehmigung

Comics, bis in die späten 1990er Jahre als kulturelles Randprodukt gering geschätzt, geraten in Zeiten der multimedialen Kommunikation zunehmend in den Aufmerksamkeitsfokus. In internetgestützten Medien ist die Macht der Bilder bekanntermaßen immens: im Comic wird allerdings das Bild nochmals auf das Allerwesentlichste hin destilliert und durch das Medium Text erweitert. In einem bis wenigen Bildern lassen sich so, optimiert für die Aufmerksamkeitsspanne der Web 2.0.-Generation, weltanschauliche, religiöse und soziale Probleme formulieren und zugleich scheinbare oder tatsächliche Lösungsvorschläge transportieren.

Die Erforschung dieses Potentials ist allerdings noch unzureichend. Vor diesem Hintergrund richtete die Internationale Forschungsgruppe "Film und Theologie" ihren Jahresschwerpunkt 2017 auf das Spannungsfeld Comics und Comicverfilmungen aus und untersucht hier insbesondere die Themen Spezifische Hermeneutik des Comics, Repräsentation von Islam und Judentum in Comic und Comicverfilmung, (religiöse) Erlösermythen in Comicverfilmungen, Gewaltdarstellung und Repräsentation von Genderkonstruktionen, Comic(verfilmung) als Ausdrucksmittel für erlebte Grenzsituationen und schließlich den Einsatz von Comic(verfilmungen) in der Bildungsarbeit.

Das Institut für Fundamentaltheologie der Karl-Franzens-Universität Graz ist seit seiner Gründung 1991 Mitglied der Forschungsgruppe "Film und Theologie" und hat in dieser Eigenschaft bereits zahlreiche Veranstaltungen in Graz professionell ausgerichtet und ein hohes Echo in der Fachwelt ausgelöst. In diesem Rahmen konnten bereits zahlreiche Größen der Filmwelt in Graz begrüßt werden, etwa die Oscar-Preisträger Paul Schrader und Florian Gallenberger oder - der Karl-Franzens-Universität durch ein Ehrendoktorat verbunden - Michael Haneke.

Es ist nicht zuletzt die hohe Kompetenz des Institutes bzw. der Personen vor Ort, die den Ausschlag für die Ausrichtung der Fachtagung "Comic/verfilmung und Religion" (Graz, 24.-27. Mai 2017) an der Karl-Franzens-Universität gaben. Die Veranstaltungsorte der Jahrestagung wechseln turnusmäßig  ab, wobei sich die Kongressstadt Graz schon mehrfach auszeichnete.

Externe Verknüpfung Mehr zur wissenschaftlichen Veranstaltung "Film und Theologie" 2017

Externe Verknüpfung http://www.film-und-theologie.de/

→ Externe Verknüpfung Tagungsprogramm [pdf]

Elizaveta Samoilova: "Vertragsübergreifende Abkommen der Europäischen Union nach Lissabon"

Buchcover © Nomos Verlagsgesellschaft
Buchcover
© Nomos Verlagsgesellschaft

Elizaveta Samoilova beschäftigte sich in ihrer an der Karl-Franzens-Universität Graz approbierten (und kürzlich publizierten) Dissertationsschrift  "Vertragsübergreifende Abkommen der Europäischen Union nach Lissabon" mit der zentralen Frage, welche Verbesserugen die Neuordnung des auswärtigen Handelns der EU nach dem Vertrag von Lissabon für das Spezifikum der als "vertragsübergreifend" oder "cross-treaty" bezeichneten Abkommen mit sich gebracht hat und welche Folgen dies auf die neue Generation von Übereinkünften der EU mit ihren östlichen Nachbarländern hat.

Nach der alten EU- Rechtslage gestaltete sich der Abschluss solcher Abkommen als dermaßen komplex, dass er bisweilen gar unmöglich erschien. Aber auch nach den Lissaboner Reformen sind aufgrund der Sonderstellung der GASP (= Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik) zahlreiche Inkonsistenzen im Bereich des auswärtigen Handelns der EU verblieben. Allerdings sind vertragsübergreifende Abkommen mit Drittstaaten nach wie vor notwendig, will man die vertraglichen Beziehungen der EU zu einem Drittstaat umfassend regeln.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die neu erschienene Publikation mit den in der Forschung noch nicht eingehend untersuchten zentralen Fragen, die im Zusammenhang mit vertragsübergreifenden Abkommen aufgeworfen werden, wie zB die generelle Zulässigkeit, die verfahrensrechtlichen Konsequenzen oder die gerichtliche Überprüfbarkeit von solchen Abkommen. In einer Praxisstudie wird außerdem untersucht, inwieweit sich die Neuerungen auf die neue Generation von Übereinkünften der EU mit ihren östlichen Nachbarländern auswirken.

Die junge Nachwuchwissenschafterin publizierte ihre Arbeit bei der Nomos Verlagsgesellschaft / Universitätsschriften Recht.

Externe Verknüpfung → Buchvorstellung auf Nomos Library

Ausseer Gespräche 2017: "Partizipation - Mitsprache" (29. Juni - 1. Juli 2017)

Bad Aussee © Gemeinde Bad Aussee, mit freundlicher Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz
Bad Aussee
© Gemeinde Bad Aussee, mit freundlicher Genehmigung der Karl-Franzens-Universität Graz

Das Salzkammergut, von der Wissenschaft als eine, ja sogar als die österreichische Kernlandschaft identifiziert, übt ohne Zweifel eine besondere Anziehungskraft aus. Die geographische Typologie, der landschaftliche  Reiz, seine Entwicklung zur modernen „Tourismusregion" und vor allem die kulturelle bzw. alltagskulturelle Eigenständigkeit mit ihren vielen althergebrachten Bräuchen verdichten das Ausseerland zu einem besonderen Ort der Begegnung. Die Veranstaltung setzt die über Jahrhunderte verankerte "intellektuelle Sommerfrische" fort und ist aus der Ausseer Kongress- und Kulturveranstaltungsszene nicht mehr weg zu denken.

Die von der Karl-Franzens-Universität Graz erstmals im Jahr 2009 initiierten „Ausseer Gespräche" setzen jene Entwicklung fort, die sich über die Zeiten heraus gebildet hat: den interkulturellen Dialog und Meinungsaustausch, die Begegnung von Menschen mit unterschiedlichsten Interessen. So wird ganz besonders darauf geachtet, Menschen aus unterschiedlichen Alters- und Bevölkerungsgruppen zusammen zu bringen und einerseits renommierte WissenschafterInnen und führende Intellektuelle einzuladen, andererseits auch die einheimische Bevölkerung und an den Themengebieten besonders interessierte HörerInnen als Publikum zu gewinnen. Als besonderer Kernpunkt des Veranstaltungskonzeptes ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hervor zu heben: besonders begabte Studierende nehmen nicht nur an den formellen Tagesordnungspunkten teil, sondern sind außerdem dazu angehalten, sich informell mit Vortragenden und anderen TeilnehmerInnen zu vernetzen, um gemeinsam über die einzelnen Vorträge und Workshops hinaus eine lebhafte und nachhaltig wirkende akademische Diskussion zu entwickeln.

Die Interdisziplinarität und die Multiperspektivität der Zugänge zum jeweiligen Jahresthema wurde auch heuer durch das Leitungsboard einerseits und durch die eingeladenen Referentinnen und Referenten sowie Künstlerinnen und Künstler andererseits deutlich. Auf das hervorragende Echo der Gründungsveranstaltung 2009 aufbauend wurde das inter- und transdisziplinäre Konzept kontinuierlich weiter entwickelt. Die Ausseer Gespräche 2017 widmeten sich dem hochbrisanten Thema "Partizipation - Mitsprache". Alle Universitäten waren mit ihren jeweiligen Forschungsansätzen eingebunden und reflektieren den gesellschaftlichen Auftrag der Partizipation, sei es aus arbeitsrechtlicher Perspektive, sei aus Sicht von Patientinnen und Patienten, im kulturwissenschaftlichen Kontext oder in technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen. Die Universitäten gehen in die Region!

→ Externe Verknüpfung Mehr zu den Ausseer Gesprächen 2017 (29. Juni - 1. Juli 2017)