Wissenschaft und Forschung

Förderung wissenschaftlicher Publikationen 2020

Förderungsprogramm

Kritische Reflektion und Methodenvielfalt unter Berücksichtigung des neuesten Forschungsstandes gehören ebenso zu den Grundprinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens wie die Auseinandersetzung mit der Entwicklungsgeschichte und dem Ist-Zustand eines thematischen Diskurses, die Hervorbringung von Forschungserkenntnissen, die Eröffnung neuer Perspektiven und die Erschließung von Forschungsfeldern der Zukunft. Wissenschaftliche Publikationen vereinen Erörterung, Disputation und Vermittlung, sie leisten Grundlagenarbeit und einen herausragenden Beitrag zur Stärkung und zur internationalen Positionierung eines Forschungsstandortes.

Der Anspruch, wissenschaftliche Publikationen nicht nur innerhalb der Scientific Community zu verbreiten, sondern auch an eine breitere Öffentlichkeit zu richten, erwächst aus den Bemühungen um eine nachhaltige Wissenschaftskommunikation („Science to Public").

Unser besonderes Augenmerk gilt  dem wissenschaftlichen Nachwuchs: Gerade eine umfangreiche Publikationstätigkeit gilt als maßgeblicher Leistungsindikator - für die Autorin bzw. den Autor selbst wie auch für den Standort - und zählt zu den entscheidendsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Forschungskarriere.

Das Programm zur Förderung wissenschaftlicher Publikationen orientiert sich in dem Zusammhang an der aktuellen Forschungsstrategie des Landes Steiermark. 

Die Gleichbehandlung der Geschlechter sowie der Ausschluss von Diskriminierung hinsichtlich sexueller Orientierung, religiöser, kultureller und ethnischer Zugehörigkeit der am Projekt beteiligten Personen werden unter allen Umständen und im jedem Fall gewahrt.

Die Auswahl der förderungsfähigen Publikationen erfolgt, unter Einhaltung des verfügbaren Budgets, nach Prüfung und Berücksichtigung aller Einreichungen.

Förderungsprofil

Förderungsauswahlkriterien:

  • Darstellung der Wertschöpfung des Publikationsvorhabens für den Standort Steiermark (zB dringendes Forschungsdesiderat, Beförderung einer steirischen Themenspezialität, Ausbau der besonderen Vorreiterrolle in einer bestimmten Disziplin);
  • Nachweis der internationalen Anschluss- und Konkurrenzfähigkeit der Arbeit (zB Einbettung in den Gesamtforschungsprozess am Standort Steiermark; Bezug und Bezugsgruppen im regionalen, nationalen und übernationalem Kontext);
  • Bei Anträgen auf Förderung von Veröffentlichungen in Buchform: Nachweis, dass die Veröffentlichung in gedruckter Form unbedingt erforderlich und eine reine Online-Publikation (Open Access) nicht ausreichend oder der Karriereförderung dienlich ist; grundsätzlich ist jedoch sowohl das gedruckte wissenschaftliche Buch, als auch die Open- Access-Publikation förderungsfähig;
  • Bei Anträgen auf Förderung von Online-Publikationen (Open Access): Ausführungen zum betreffenden Online-Forum, auf dem die Publikation erscheinen soll;
  • Anträge nicht habilitierter Antragstellerinnen und Antragsteller sind von mindestens einer habilitierten Person zu befürworten;
  • Fachbücher mit Beiträgen mehrerer Autorinnen und Autoren: Einbindung von Personen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere und entsprechende Sichtbarkeit nach außen (Student.MitarbeiterIn, DoktorandIn, PostDoc, Senior PostDoc).

Nicht gefördert werden:

  • Projekte, die mittel- bis langfristig zwar auf eine wissenschaftliche Publikation abzielen, in denen aber ausschließlich Personalkosten zu finanzieren sind;
  • Studien, die nicht veröffentlicht werden;
  • Selbstkostenanträge bzw. Anträge auf Finanzierung von Eigenleistungen (zB eigene Arbeitszeit);
  • Lebenserinnerungen, Bildbände und ähnliche, aus privater Leidenschaft erstellte Einzelwerke, sofern diese nicht unmittelbar zur Stärkung oder Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Steiermark dienen und nicht auf die Hervorbringung, Erörterung und Vermittlung neuer Forschungsergebnisse ausgerichtet sind;
  • Tagungsbände (ein diesbezügliches Anliegen ist nunmehr schon in den Förderungsantrag der betreffenden wissenschaftlichen Tagung einzuarbeiten. Summarische oder getrennt eingereichte Anträge können nicht berücksichtigt werden);
  • Jahrespublikationsaktivitäten, sofern diese im Antrag allgemein definiert werden oder auf mehrere bzw. "diverse" Publikationsleistungen Bezug nehmen (also nicht konkret auf eine bestimmte Publikation abzielen);
  • Buchpräsentationen;
  • Die reine Erstellung (das Schreiben) von Master-, Diplom- oder Doktorarbeiten. Gefördert werden kann ausschließlich die Veröffentlichung der bereits erstellten und approbierten Master-, Diplom- oder Doktorarbeit.

Antragstellung

Die Anträge sind innerhalb der Einreichfristen zu stellen, auf aktuelle Sicht wie folgt:

  • 3. August bis 9. Oktober 2020
  • 15. Februar bis 16. April 2021

Die Förderungsbeantragung erfolgt ausschließlich auf elektronischem Weg unter Verwendung der Formblätter:

Der inhaltliche Antrag ist in elektronischer Form, vorzugsweise im pdf-Format (Unterschrift, Datum und/oder Stampiglie sind einzuscannen) einzureichen. 

Das in den PLAN-Daten vollständig erfasste xlsm-Formblatt ist in elektronischer Form (im Excel-Format) vorzulegen.
 

Die Textfelder sind vollständig auszufüllen (Achtung: nicht auf das Feld "Projekttitel" vergessen!), die Punkte 1.1. bis 1.14 sind im Antrag durchgehend zu behandeln; die Kommentare sind den einzelnen Punkten jeweils klar zuzuordnen.

Punkte, die auf das konkrete Publikationsvorhaben nicht zutreffen (zB die Frage nach Vereinsstatuten bei einer privaten/personenbezogenen Antragstellung), sind mit einer kurzen Leermeldung zu kommentieren (zB "Leermeldung" oder "trifft nicht zu").

Programm-Budgetierung

In Hinblick auf die Einsparungsvorgaben bzw. die Budgetrestriktion öffentlicher Haushalte steht - pro Einreichperiode - ein limitiertes Kontingent in Höhe von € 75.000,00 (insgesamt also ein Volumen von € 150.000,00 pro Jahr) zur Verfügung.

Zu beachten!

⇒ Die Förderung ist ausschließlich der wissenschaftlichen Zielgruppe vorbehalten (Verlage oder Druckanstalten sind NICHT antragsberechtigt!).

⇒  Die Förderung kann vornehmlich nur in Form eines anteiligen Beitrages ("Zuschuss") zur Verfügung gestellt werden.

⇒  Selbstleistungsanträge können NICHT berücksichtigt und Selbstkosten nicht eingerechnet werden (siehe auch "Förderungsauswahlkritrien").

⇒ Die Antragseinreichung hat im Vorfeld, also VOR Finalisierung der Publikation und jedenfalls innerhalb der Einreichungsfrist zu erfolgen. Die rückwirkende Förderungsbeantragung für eine bereits erschienene Publikation ("Schuldenabdeckung") kann nicht berücksichtigt werden.

⇒  Wird mittels der Förderung ein Gewinn erzielt bzw. ein Überschuss erwirtschaftet, ist die Förderung zur Gänze oder teilweise (je nach Förderungshöhe und Überschuss) zurück zu zahlen.

⇒  Grundsätzlich ist die Präsentation des Logos "Wissenschaft und Forschung" in allen durch die Abteilung 8 geförderten Publikationen verpflichtend: das elektronische Logo ist HIER abrufbar.

⇒  Die Förderung ist zurück zu zahlen, wenn die im Antrag genannten Eckpunkte nicht eingehalten werden bzw. nicht eingehalten werden können. Geringfügige Abweichungen, die den Inhalt des Projektes und die Förderungsbedingungen nicht verändern (zB kurzfristige Laufzeitverlängerungen) können nach Vorlage einer Begründung genehmigt werden.

Gegenüber den Plan-Kosten (Kalkulation lt. Förderungsantrag) um mehr als 10% reduzierte Ist-Kosten sind meldepflichtig, anderenfalls müsste die Förderung in entsprechender Relation refundiert werden.

Meldepflicht gem. Universitätsgesetz (UG) 2002

Zur gezielten Förderung der universitären Forschung sind Anträge auf Durchführung von Projekten gemäß §§ 26 - 28 Universitätsgesetz (UG) 2002 bei den hierfür vorgesehenen universitären Verwaltungsstellen zu melden und von der/dem Zeichnungsberechtigten einzureichen. Diese Richtlinie entspricht den Vorgaben des Universitätsgesetzes 2002 und optimiert somit auch die Entscheidungen, die in Hinblick auf innen- und interuniversitäre Kommunizierbarkeit zu treffen sind. Stimmen Sie bitte mit der zuständigen Verwaltungsstelle Ihrer Universität ab, ob Sie Ihren Publikationsantrag als Privatperson oder in Ihrer Funktion an der Universität stellen.

Die zentralisierte (Bank)Kontoführung der österreichischen Universitäten ist eine notwendige Bedingung. Die Bekanntgabe des entsprechenden Innenauftrages, über welche die wissenschaftlichen Vorhaben gemäß §§ 26 - 28 UG 2002 abzuwickeln sind, soll die richtige inneruniversitäre Zuordnung und somit auch die Möglichkeit einer ordnungsgemäßen und transparenten Abwicklung des Projektes und somit eines Verwendungsnachweises für die seitens des Landes Steiermark zur Verfügung gestellten Mittel sicher stellen. Wir ersuchen um Meldung der Innenauftragsnummer, sobald diese vorhanden ist.

Nachweis und Abrechnung

Die Vorlage eines Kosten-/Finanzierungsplanes im Zuge der Antragstellung sowie der Nachweis der widmungsgemäßen Förderungsverwendung im Zuge der Subventionsabrechnung sind verpflichtend.

Die Subventionsnehmerin bzw. der Subventionsnehmer verpflichtet sich durch die Unterzeichnung eines Fördervertrages unter anderem,

  • mindestens 1 Exemplar der subventionierten Publikation vorzulegen bzw. die Online-Adresse der Open Access Publikation bekannt zu geben
    und
  • die ordnungsgemäße Verwendung der zugesprochenen Förderung zu dokumentieren.

Die Nachweis- und Abrechnungsmodalitäten werden auf unserer Webseite Externe Verknüpfung „Nachweis der Förderungsverwendung” detailliert dargestellt. Bitte halten Sie die Vorgaben exakt ein.

Kontakt, Ansprechpartnerin

Referat Wissenschaft und Forschung
Abteilung 8 - Gesundheit, Pflege und Wissenschaft
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Zimmerplatzgasse 13, 8010 Graz
POSTANSCHRIFT: Friedrichgasse 9, 8010 Graz 

Für nähere Informationen und Einreichungsmodalitäten wenden Sie sich bitte an die zuständige Referentin:

Mag.a Anita RUPPRECHT
E-mail: anita.rupprecht@stmk.gv.at

T: +43 316/877-4672

Datenschutz

Allgemeine Informationen

- zu den Ihnen zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit,

- zu dem Ihnen zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichischen Datenschutzbehörde und

- zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten

finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite der Steiermärkischen Landesverwaltung (Externe Verknüpfung https://datenschutz.stmk.gv.at).

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