Wissenschaft und Forschung

Förderung wissenschaftlicher Veranstaltungen

Das Förderungsprogramm

Wissenschaftliche Veranstaltungen in mannigfaltigen Formaten sind integrale Bestandteile einer ganzheitlichen Forschungskette und tragen auf dem Fundament der Grundlagenforschung zur Stärkung eines Forschungsstandortes bei. Internationale Kongresse, Konferenzen, Symposien, Fachtagungen, Joint Meetings und Sommer- bzw. Winterakademien werten die Steiermark bzw. den Standort Graz als Region des wissenschaftlichen Austauschs und der interkulturellen Begegnung auf: auch die modernsten Kommunikationstechnologien können die persönliche Begegnung bzw. den Dialog face to face nicht ersetzen. Wissenschaftliche Veranstaltungen bieten außerdem angehenden Wissenschafterinnen und Wissenschaftern eine ideale Plattform und nicht selten einen Ausgangspunkt für die spätere Forscherkarriere.

Das Programm zur Förderung wissenschaftlicher Veranstaltungen orientiert sich in dem Zusammhang an der aktuellen Forschungsstrategie des Landes Steiermark. 

Die Gleichbehandlung der Geschlechter sowie der Ausschluss von Diskriminierung hinsichtlich sexueller Orientierung, religiöser, kultureller und ethnischer Zugehörigkeit der am Projekt beteiligten Personen werden unter allen Umständen und im jedem Fall gewahrt.

Die Auswahl der förderungsfähigen Veranstaltungen erfolgt, unter Einhaltung des verfügbaren Budgets (vgl. Absatz "Budget"), nach Prüfung und Berücksichtigung aller Einreichungen.

Ob das Ansúchen am ersten Tag oder am letzten Tag der Antragsfrist eingereicht wird, macht keinen Unterschied.

Förderungsprofil

  • Das vorliegende Förderungsprogramm ist örtlich an die Steiermark gebunden, setzt also in jedem Fall einen steirischen Veranstaltungsort voraus.
  • Voraus zu setzen ist - im Normalfall - eine Mindestteilnehmeranzahl von insgesamt 70 Personen (Vortragende, Moderatoren und Zuhörende). In Zeiten der pandemiebedingten Einschränkungen (COVID-19) gilt als Mindeststeilnehmeranzahl 50 Personen, wobei die Teilnehmenden nicht persönlich präsent sein, sondern virtuell zugeschaltet werden können bzw. sollten. Das vorliegende Programm beinhaltet also die Möglichkeit, die Förderung einer virtuellen Konferenz oder einer Hybridform (Kombination aus virtueller und Präsenz-Veranstaltung) zu beantragen.
  • Antragsberechtigt sind ausschließlich steirische wissenschaftliche Institutionen und Forschungseinrichtungen im universitären sowie außeruniversitären Bereich. Gewinnorientierte Unternehmen und Einzelpersonen sind NICHT antragsberechtigt.
  • Wie noch ausführlicher im Formblatt dargestellt und zu beantworten, zählen zu den Auswahlkriterien insbesondere:

    • die internationale Positionierung des Forschungsstandortes Graz, der Ausbau eines Alleinstellungsmerkmales respektive einer steirischen Vorreiterrolle und in diesem Zusammenhang die internationale Konkurrenzfähigkeit der der zur Förderung beantragten Veranstaltungen, 
    • die Entwicklung nachhaltiger Kooperationen in Wissenschaft und Forschung (sowohl projektbezogener als auch strategischer Kooperationen) als Zielsetzung der Veranstaltung,
    • die Einbindung junger Wissenschafterinnen und Wissenschafter in Vortrags- und Organisationstätigkeit,
    • die "Verwertbarkeit" der Veranstaltungsergebnisse und die Ableitung von Folgeprojekten, die Verortung von Handlungsfeldern und/oder die Entwicklung zukünftiger Forschungsfragen,
    • die Entwicklung neuer thematischer Zugänge durch das Aufeinandertreffen verschiedener Sichtweisen und Disziplinen im Rahmen der Veranstaltung,
    • die Kommunikation wissenschaftlicher Inhalte an eine breitere Öffentlichkeit (science to public) respektive der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in den gesellschaftlichen Diskurs,
    • das Bekenntnis zu gesellschaftlicher Verantwortung bzw. das Nachhaltigskeitsbewusstsein bei Organisation und Durchführung (Barrierefreiheit und Inklusion; ökologischer Fußabdruck bei Beschaffung und Ausstattung; Diversität). Folgende Ideensammlung kann Sie dabei unterstützen: Externe Verknüpfung www.greenevents.steiermark
      Ideensammlung 100 + 1 Tipps

Auf Grundlage der Forschungsstrategie des Landes Steiermark werden die Förderungsprogramme themenbezogen fokussiert. Um die Gesamtfinanzierung besser zu bewältigen, ist die Einhebung von Teilnahmegebühren (auch möglich in gestaffelter Form je nach wirtschaftlicher Situation der teilnehmenden Person) mit Nachdruck zu empfehlen.

Nicht gefördert werden:

  • Lehrveranstaltungen sowie Fortbildungskurse,
  • Allgemeine (pauschal definierte) Jahresveranstaltungsaktivitäten, soferne diese im Antrag allgemein definiert werden oder auf mehrere bzw. "diverse" Veranstaltungen Bezug nehmen (also nicht konkret auf eine bestimmte Veranstaltung abzielen),
  • Veranstaltungen mit einem Teilnehmerkontingent von weniger als insgesamt 70 Personen,
  • Messen und Events,
  • Empfänge und ähnliche Veranstaltungen mit vermehrtem Repräsentationscharakter,
  • Grundsätzlich solche Unternehmungen, die abseits des offiziellen Tagungsprogramms stehen (zB spontaner Besuch einer Buschenschank nach Tagungsabschluss, zB Besuch einer Gaststätte außerhalb des Tagungsprogramms, wenn diese Einkehr nur der Abendunterhaltung dient; zB Einladung der Gastreferenten zu Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen),
  • Veranstaltungen der Privatwirtschaft.

Langjährige, regelmäßig wiederkehrende  oder seitens des Wissenschaftsressorts mehrmals unterstützte wissenschaftliche Veranstaltungen (zB Vortragsreihen, Jahrestagungen) werden nicht a priori ausgeschlossen. Einmalige wissenschaftliche Veranstaltungen oder solche, die aus Förderungsmitteln des Wissenschaftsressorts noch nie unterstützt wurden, werden aber vorgezogen, sofern die Richtlinien erfüllt werden.

Budget

Das Förderungsprogramm ist - pro Einreichperiode - mit einem limitiertes Kontingent in Höhe von € 125.000,00 budgetiert. Insgesamt steht also ein Budget von € 250.000,00 pro Jahr zur Verfügung.

Antragstellung

Die Anträge sind innerhalb der Einreichungsfrist zu stellen, auf aktuelle Sicht wie folgt:

  • 3. August bis 2. Oktober 2020
  • 1. Februar bis 1. April 2021

Die Förderungsbeantragung erfolgt auf elektronischem Weg unter Verwendung der Formblätter:

Der inhaltliche Antrag ist in elektronischer Form, vorzugsweise im pdf-Format (Unterschrift, Datum und/oder Stampiglie sind einzuscannen) einzureichen. 

Das in den PLAN-Daten vollständig erfasste xlsm-Formblatt ist in elektronischer Form (im Excel-Format) vorzulegen. Das Titelblatt ist zusätzlich zu unterschreiben, zu scannen und im pdf-Format vorzulegen.
  

Die Textfelder des inhaltlichen Antrages sind vollständig auszufüllen (Achtung: nicht auf das Feld "Projekttitel" vergessen!), die Punkte 1.1. bis 1.16. sind im Antrag durchgehend zu behandeln; die Kommentare sind den einzelnen Punkten jeweils klar zuzuordnen.

Punkte, die auf das konkrete Veranstaltungsvorhaben nicht zutreffen (zB die Frage nach Vereinsstatuten bei einer universitären Antragstellung), sind mit einer kurzen Leermeldung zu kommentieren (zB "Leermeldung" oder "trefft nicht zu").

Antragstellungen von "universitätsnahen" Vereinen, die keine Einrichtungen laut Organisationsplan der Universität darstellen und lediglich den "Standort" nützen, sind universitätsintern nicht meldepflichtig. Die Vereinsstatuten sind vorzulegen, der Antrag ist vom Vereinsobmann bzw. der Vereinsobfrau zu unterzeichnen.

Grundsätzliches zu beachten!


→ Im Antrag sind sämtliche Kostenpositionen darzustellen. Trinkgelder können grundsätzlich und ausnahmslos nicht eingerechnet werden.

→ Die Antragseinreichung hat im Vorfeld, mindestens 2 Wochen VOR Veranstaltungsdurchführung und jedenfalls innerhalb des Einreichungszeitraumes zu erfolgen. Die nachträgliche Finanzierung von unbewältigten Zahlungsverpflichtungen ist uns nicht möglich.

→ Wird mittels der Förderung ein Gewinn erzielt bzw. ein Überschuss erwirtschaftet, ist die Förderung zur Gänze oder teilweise (je nach Förderungshöhe und Überschuss) zurück zu zahlen.

→ Grundsätzlich ist die Präsentation des Logos "Wissenschaft und Forschung" in allen durch die Abteilung 8 geförderten Publikationen (zB Tagungsband) verpflichtend. Das elektronische Logo ist HIER abrufbar. 

→ Der Förderungsnehmer bzw. die Förderungsnehmerin wird dazu angehalten, die Erreichbarkeit eines Veranstaltungsortes mittels öffentlicher Verkehrsmittel auf allen Druckwerken im Projektkontext bekannt zu geben.

→ Die Förderungen können nur in Form von anteiligen Beiträgen bzw. Zuschüssen zur Verfügung gestellt werden.

→ Die Förderung ist zurück zu zahlen, wenn die im Antrag genannten Eckpunkte nicht eingehalten werden bzw. nicht eingehalten werden können. Geringfügige Abweichungen, die den Inhalt des Projektes und die Förderungsbedingungen nicht verändern (zB Kurzzeitige Laufzeitverlängerungen), können nach Vorlage einer Begründung genehmigt werden.

Meldepflicht gem. UG 2002

Zur gezielten Förderung der universitären Forschung sind Anträge auf Durchführung von Projekten gemäß §§ 26 - 28 Universitätsgesetz (UG) 2002 bei den hierfür vorgesehenen universitären Verwaltungsstellen zu melden und von der/dem Zeichnungsberechtigten einzureichen. Diese Richtlinie entspricht den Vorgaben des Universitätsgesetzes 2002 und optimiert somit auch die Entscheidungen, die in Hinblick auf innen- und interuniversitäre Kommunizierbarkeit zu treffen sind.

Die zentralisierte (Bank)Kontoführung der österreichischen Universitäten ist eine notwendige Bedingung. Die Bekanntgabe des entsprechenden Innenauftrages, über welche die wissenschaftlichen Vorhaben gemäß §§ 26 - 28 UG 2002 abzuwickeln sind, soll die richtige inneruniversitäre Zuordnung und somit auch die Möglichkeit einer ordnungsgemäßen und transparenten Abwicklung des Projektes und somit eines Verwendungsnachweises für die seitens des Landes Steiermark zur Verfügung gestellten Mittel sicher stellen. Wir ersuchen um Meldung der Innenauftragsnummer, sobald diese vorhanden ist.

 

Nachweis und Abrechnung

Die Vorlage eines Kosten-/Finanzierungsplanes im Zuge der Antragstellung sowie der Nachweis der widmungsgemäßen Förderungsverwendung im Zuge der Subventionsabrechnung sind verpflichtend.

Die Subventionsnehmerin bzw. der Subventionsnehmer verpflichtet sich durch die Unterzeichnung eines Fördervertrages unter anderem,

  • über die Durchführung des geförderten Projektes inhaltlich zu berichten 
    und
  • die ordnungsgemäße Verwendung der zugesprochenen Förderung zu dokumentieren.

Die Nachweis- und Abrechnungsmodalitäten werden auf unserer Webseite Externe Verknüpfung „Nachweis der Förderungsverwendung" detailliert dargestellt. Bitte halten Sie die Vorgaben exakt ein.

Kontakt, Ansprechpartnerin

Referat Wissenschaft und Forschung
Abteilung 8 - Gesundheit, Pflege und Wissenschaft
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Zimmerplatzgasse 13, 8010 Graz
POSTANSCHRIFT: Friedrichgasse 9, 8010 Graz

Für nähere Informationen und Einreichungsmodalitäten wenden Sie sich bitte an die zuständige Referentin:

Mag.a Anita RUPPRECHT
E-mail: anita.rupprecht@stmk.gv.at

T: +43 316/877-4672

Tipps für die Planung und die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen:

  1. Nutzen Sie die Expertise der Stadt Graz bei der Suche und Angebotseinholung bei Veranstaltungszentren,  Hotels, Gastronomie und diversen Orte für Abendveranstaltungen sowie bei Fragen nach Stadtführungen, kostenlosen Stadtplänen, GrazFolder etc. Das Externe Verknüpfung Graz Convention Bureau steht Ihnen als professionelle Beratungsstelle zur Verfügung.
    Nehmen Sie in diesem Zusammenhang auch Einsicht in den Externe Verknüpfung Grazer Kongresskalender und informieren sich über die Externe Verknüpfung Kongressförderungsmöglichkeiten der Stadt Graz.

  2. Das Gütesiegel "G'scheit Feiern Steiermark" wie auch die Österreichische Umweltzeichenrichtlinie 62 für "Green Meetings" haben sich noch nicht zufriedenstellend durchgesetzt. 

    Das Nachhaltigkeitsbewusstsein bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen jeglicher Art hat noch deutlichen Aufholbedarf. Gerade die Wissenschaft und speziell die Universität ist mit einem hohen Maß an gesellschaftlicher Verantwortung ausgestattet, daher empfehlen wir allen Projektleiterinnen und Projektleiterm, über den Tellerrand zu blicken und die Veranstaltungen nachhaltig auszurichten. Weitergehende nützliche Informationen und Ideensammlungen finden Sie auf der Webseite Externe Verknüpfung "G"scheit Feiern Steiermark" (Green Events und Green Meetings).

Datenschutz

Allgemeine Informationen

- zu den Ihnen zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit,

- zu dem Ihnen zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichischen Datenschutzbehörde und

- zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten

finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite der Steiermärkischen Landesverwaltung (Externe Verknüpfung https://datenschutz.stmk.gv.at).

Aktuell im Zusammenhang mit COVID-19

Die Förderungsfähigkeit einer Veranstaltung setzt voraus, dass deren Durchführung sicher gestellt wurde.

Voraus zu setzen ist - im Normalfall - eine Mindestteilnehmeranzahl von insgesamt 70 Personen (Vortragende, Moderatoren und Zuhörende). In Zeiten der pandemiebedingten Einschränkungen (COVID-19) gilt als Mindeststeilnehmeranzahl 50 Personen, wobei die Teilnehmenden nicht persönlich präsent sein, sondern virtuell zugeschaltet werden können bzw. sollten. Das vorliegende Programm beinhaltet also die Möglichkeit, die Förderung einer virtuellen Konferenz oder einer Hybridform (Kombination aus virtueller und Präsenz-Veranstaltung) zu beantragen.

Die Antragsteller/Organisatoren von Veranstaltungen, die in einem derzeit noch unsicher erscheinenden Zeitraum (Spätsommer/Herbst 2020) angesetzt sind, werden daher ersucht,

die Realisierbarkeit des Vorhabens zu prüfen und vorzugsweise einen späteren Tagungstermin zu finden,

alternative Pläne und Maßnahmen (zB virtuelle Zuschaltung von internationalen Referenten) zu entwickeln, allenfalls einen großteils über Videokonferenzen gesteuerten Dialog zu führen,

allfällige neu gefundene (spätere) Tagungstermine sowie daraus resultieren Abweichungen umgehend bekannt zu geben, sofern dies noch nicht erfolgt ist und

zur Kenntnis zu nehmen, dass Kosten, die im Zuge der Vorbereitung einer letztlich ersatzlos gestrichenen bzw. abgesagten Veranstaltung bereits entstanden sind, NICHT finanziert werden können.

Grundsätzlich zu beachten ist unsere Information im Zusammenhang mit den Maßnahmen der Bundesregierung und Förderungen auf Externe Verknüpfung www.wissenschaft.steiermark.

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