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Forschungspreise des Landes Steiermark

Forschungspreis und Förderungspreis des Landes Steiermark

Um hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Forschung sichtbare Anerkennung zu verschaffen und sowohl anerkannte als auch junge steirische Wissenschafterinnen und Wissenschafter in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen anzuregen, werden der Forschungspreis sowie der Förderungspreis des Landes Steiermark verliehen. Der Forschungspreis ist als Hauptpreis für eine anerkannte Wissenschafterin / einen anerkannten Wissenschafter sowie als Förderungspreis für eine junge Wissenschafterin / einen jungen Wissenschafter mit jeweils € 12.000,-- dotiert.

Externe Verknüpfung AUSSCHREIBUNG DES FORSCHUNGSPREISES 2017 [docx] - erschienen in der Grazer Zeitung - Amtsblatt für das Land Steiermark, Ausgabe Stück 3, 20. Jänner 2017

Externe Verknüpfung AUSSCHREIBUNG DES FÖRDERUNGSPREISES 2017 [docx] - erschienen in der Grazer Zeitung - Amtsblatt für das Land Steiermark, Ausgabe Stück 3, 20. Jänner 2017

vgl. auch: Externe Verknüpfung KURZFASSUNG DER AUSSCHREIBUNG 2017 [pdf] - erschienen im Amtsblatt der Stadt Wien, 20. Jänner 2017

Externe Verknüpfung STATUT [pdf] - geltend seit 14. Februar 2015

Die Bewerbung erfolgt grundsätzlich auf elektronischem Wege. Das Externe Verknüpfung ANTRAGSFORMULAR [docx] (gilt für alle Kategorien) ist vollständig auszufüllen und an Frau Maria Ladler, maria.ladler@stmk.gv.at, zu senden. Bewerbungen, die außerhalb des Ausschreibungszeitraumes eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden.

Bewerberinnen und Bewerber um den Forschungs- bzw. Förderungspreis des Landes Steiermark müssen die österreichische oder eine andere EU-Staatsbürgerschaft besitzen und eines der folgenden Kriterien erfüllen: im Land Steiermark geboren sein oder dort ihren ordentlichen Wohnsitz (Haupt- oder Nebenwohnsitz) oder ein Anstellungsverhältnis zu einer steirischen Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung haben. Staatsbürgerinnen/Staatsbürger von EU-Staaten und Vertragsparteien des Übereinkommens zur Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sind österreichischen Staatsbürgerinnen/Staatsbürgern gleichgestellt, soweit es sich aus diesem Übereinkommen ergibt.

Sie haben die Arbeit, mit der sie sich bewerben, mit den entsprechenden Unterlagen innerhalb der gesetzten Frist nach der Verlautbarung in der „Grazer Zeitung - Amtsblatt für die Steiermark" beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung einzureichen.

Für eine Diplomarbeit, Dissertation oder ein abgeschlossenes Lebenswerk wird kein Preis vergeben! Für Arbeiten, die bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurden und/oder zeitgleich bei einem anderen Bewerb eingereicht wurden, erfolgt ebenfalls keine Preiszuerkennung.

Zulässig ist jedoch die Wiedereinreichung einer Arbeit, die für einen der vergangenen steirischen Forschungspreise bereits eingereicht wurde und mit keinem Preis ausgezeichnet wurde.

Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark

Der Preis wird seit 1959 anlässlich des damaligen Gedenkens an den 100. Todestag Erzherzogs Johann von Österreich von der Steiermärkischen Landesregierung als Anerkennung und Würdigung für Arbeiten verliehen. Durch den Erzherzog Johann-Forschungspreis sollen hervorragende Leistungen in allen Wissenschaftsdisziplinen, die die politische, geisteswissenschaftliche und technologische Gesellschaftsentwicklung der Steiermark fördern und im Sinne des joanneischen Gedankens voranbringen, ausgezeichnet werden. Er ist mit € 12.000,-- dotiert und soll Wissenschafterinnen und Wissenschafter in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen anregen.

Der Forschungspreis und der Förderungspreis des Landes Steiermark 2017 wurden im Zeitraum 20. Jänner bis 20. April 2017 ausgeschrieben. Es können keine weiteren Anträge berücksichtigt werden.

Externe Verknüpfung AUSSCHREIBUNG DES ERZHERZOG-JOHANN-FORSCHUNGSPREISES 2017 [docx] - erschienen in der Grazer Zeitung - Amtsblatt für das Land Steiermark, Ausgabe Stück 3, 20. Jänner 2017

vgl. auch: Externe Verknüpfung KURZFASSUNG DER AUSSCHREIBUNG 2017 [pdf] - erschienen im Amtsblatt der Stadt Wien, 20. Jänner 2017

Externe Verknüpfung STATUT [pdf] - geltend seit 14. Februar 2015

Die Bewerbung erfolgt grundsätzlich auf elektronischem Wege. Das Externe Verknüpfung ANTRAGSFORMULAR [docx] ist vollständig auszufüllen und an Frau Maria Ladler, maria.ladler@stmk.gv.at, zu senden. Bewerbungen, die außerhalb des Ausschreibungszeitraumes eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden.

Bewerberinnen/Bewerber um den Erzherzog-Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark müssen die österreichische oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzen und eines der folgenden Kriterien erfüllen: im Land Steiermark geboren sein oder dort ihren ordentlichen Wohnsitz (Haupt- oder Nebenwohnsitz) oder ein Anstellungsverhältnis zu einer steirischen Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung haben. Staatsbürgerinnen/Staatsbürger von EU-Staaten und Vertragsparteien des Übereinkommens zur Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sind österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt, soweit es sich aus diesem Übereinkommen ergibt.

Sie haben die Arbeit, mit der sie sich bewerben, mit den entsprechenden Unterlagen innerhalb der gesetzten Frist nach der Verlautbarung in der „Grazer Zeitung - Amtsblatt für die Steiermark" beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung einzureichen. 

Für eine Diplomarbeit, Dissertation oder ein abgeschlossenes Lebenswerk wird kein Preis vergeben! Für Arbeiten, die bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurden und/oder zeitgleich bei einem anderen Bewerb eingereicht wurden, erfolgt ebenfalls keine Preiszuerkennung.

Zulässig ist jedoch die Wiedereinreichung einer Arbeit, die für einen der vergangenen steirischen Forschungspreise bereits eingereicht wurde und mit keinem Preis ausgezeichnet wurde.

Referentin - Kontakt

Für die Beantwortung Ihrer Fragen steht Ihnen die zuständige Referentin, Frau Maria Ladler, jederzeit und gerne zur Verfügung. 

  • Maria LADLER
    maria.ladler@stmk.gv.at
    Tel.: 0316 / 877-2003
    Fax: 0316 / 877-3998

    Referat Wissenschaft und Forschung
    Abteilung 8 - Gesundheit, Pflege und Wissenschaft
    Amt der Steiermärkischen Landesregierung
    Zimmerplatzgasse 13, 8010 Graz

    POSTANSCHRIFT: Friedrichgasse 9, 8010 Graz

Forschungspreisträgerin und -Preisträger 2017

Die Forschungspreise 2017 wurden am 15. Dezember 2017 von Wissenschaftslandesrätin MMag. Barbara Eibinger-Miedl feierlich verliehen. Sie sind mit insgesamt € 36.000,00 dotiert.

Erzherzog-Johann Forschungspreis 2017  -  Dotation EUR 12.000,--

Preisträgerin: Ass.-Prof. in Priv.-Doz.in Mag.a Dr.in Heidrun Zettelbauer (Institut für Geschichte, Karl-Franzens-Universität Graz) für die eingereichte Arbeit:

"Sich der Nation ver|schreiben. Politiken von Geschlecht und nationaler Zugehörigkeit in autobiographischen Selbsterzählungen von Akteurinnen des völkischen Milieus"

Die Studie „Sich der Nation ver|schreiben" befasst sich mit Prozessen der individuellen politischen Sozialisation von weiblichen Akteurinnen im Kontext der politischen Rechten von 1890 bis 1960 in der Steiermark. Untersucht wird ein politisches Milieu, in dem nicht nur rigorose rassistische und antisemitische Ausgrenzungspolitiken entwickelt wurden, sondern weibliche politische Tätigkeit immer auch mit dem Konzept der „politikunfähigen Frau" konfrontiert war. In fünf exemplarischen Fallstudien wird der Frage nachgegangen, wie weibliche Aktivistinnen und Sympathisantinnen deutschnational-völkischer bzw. nationalsozialistischer Politik ihr individuelles Engagement wahrnahmen, auf welche Weise sie politische Vorgaben und Geschlechternormen in ihre eigene Lebensgeschichte integrierten und wie sie in autobiographischen Texten zugleich selbst Varianten frauenspezifischer Sozialisation erzeugten. Beleuchtet wird, aus welchen Motiven, auf welche Weise und mit welchen Argumenten ihre Identifikation mit nationalistischen/nationalsozialistischen Politiken erfolgte. Die Studie zeigt zugleich, welchen Nutzen weibliche Akteurinnen individuell und kollektiv aus ihrem politischen Engagement zogen, welche politischen Programme der Ausgrenzung und Ungleichheit sie als Journalistinnen, Autorinnen, Lehrerinnen oder Wissenschaftlerinnen entwickelten. Sichtbar wird, auf welche Weise weibliche Akteurinnen in rechten politischen Kontexten individuell agierten und wie sie ihre Lebensentwürfe mit völkischer Politik in Einklang brachten.

Forschungspreis des Landes Steiermark 2017 - Dotation EUR 12.000,--

Preisträger: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Ulrich Hohenester (Institut für Physik, Karl-Franzens-Universität Graz) für die eingereichte Arbeit:

"Mapping vibrational surface and bulk modes in a single nanocube"

Licht ist elektromagnetische Strahlung mit einer Frequenz, die das menschliche Auge wahrnehmen kann. Wenn Ionen - das sind elektrisch geladene Atome oder Moleküle - schwingen, tun sie das mit einer niedrigeren Frequenz im Infrarot-Bereich, jenseits des sichtbaren Spektrums. In der ausgezeichneten Arbeit ist es Ao. Univ. Prof. Dr. Ulrich Hohenester und seiner Gruppe in Kooperation mit Kollegen an der Rutgers University in New Jersey/USA erstmals gelungen, die Schwingungen eines Ionengitters im Detail sichtbar zu machen und damit in einen bisher verborgenen Bereich der Physik vorzudringen. Möglich wurden diese Blicke in die Nanowelt durch eine neue Generation von Elektronenmikroskopen mit extrem hoher räumlicher und spektraler Auflösung. Auf Basis dieser Einsichten sind vielfältige innovative Anwendungen denkbar, von hauchdünnen Strukturen, die Räume schalldicht machen, bis hin zu thermoelektrischen Bauelementen, mit denen sich die Abwärme unseres Körpers zur Energieversorgung von tragbaren elektronischen Geräten nutzen lässt. Die aktuellen Erkenntnisse wurden Ende März 2017 in dem Fachjournal „Nature" publiziert.

Förderungspreis des Landes Steiermark 2017 - Dotation EUR 12.000,--

Preisträger: Assoc. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Christoph Aistleitner (Institut für Analysis und Zahlentheorie, Technische Universität Graz) für die eingereichte Arbeit:

"Lower bounds for the maximum of the Riemann zeta function along vertical lines"

Schon seit Jahrtausenden sind Mathematiker von den Primzahlen fasziniert, also jenen Zahlen die sich nicht ohne Rest durch andere Zahlen teilen lassen (wie etwa 2,3,5 und 7 - hingegen sind 4 und 6 keine Primzahlen). Jede ganze Zahl lässt sich auf eindeutige Weise als Produkt von Primzahlen schreiben - die Primzahlen sind also gewissermaßen die Bausteine, aus denen alle anderen Zahlen gemacht sind. Es ist bekannt, dass die sogenannte Riemannsche zeta-Funktion viele (für Mathematiker) wichtige Informationen über die Primzahlen enthält. Die Riemannsche Vermutung, die etwas darüber aussagt an welchen Stellen die zeta-Funktion den Wert Null annimmt, gilt seit über hundert Jahren als das wichtigste ungelöste Problem der Mathematik. Obwohl viele der besten Mathematiker an dieser Vermutung gearbeitet haben (und obwohl für die Lösung ein Preisgeld von einer Million Dollar ausgeschrieben wurde), ist sie immer noch offen und eine Lösung scheint nicht absehbar zu sein. Die mit dem Förderungspreis des Landes Steiermark ausgezeichnete Arbeit von Christoph Aistleitner liefert einen wichtigen neuen Beitrag über das Verhalten der Riemannschen zeta-Funktion. Seine Ergebnisse sagen zwar nichts darüber aus, an welchen Stellen die Funktion den Wert Null hat, geben aber Auskunft darüber wie oft die Funktion außergewöhnlich große Werte annimmt. Diese Ergebnisse wurden in den Mathematischen Annalen, einer der führenden mathematischen Fachzeitschriften, publiziert. Diese Veröffentlichung hat international für Aufsehen gesorgt, weil eine Methodik verwendet wurde die in der Fachwelt bis dahin für undurchführbar gehalten wurde. Die von Aistleitner entwickelten Methoden wurden inzwischen von anderen internationalen Wissenschaftlern aufgenommen und verfeinert, und haben zu teils spektakulären neuen Ergebnissen geführt.

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