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Förderung wissenschaftlicher Veranstaltungen 2017

Mariazeller Dialog (2010) © JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
Mariazeller Dialog (2010)
© JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH

Wissenschaftliche Veranstaltungen sind integrale Bestandteile der wissenschaftlichen Forschungskette von Grundlagenforschung bis zur Dissemination und sind - ebenso wie wissenschaftliche Publikationen - entscheidende Indikatoren und Garanten für die Leistungsfähigkeit und die Vielfalt eines Forschungsstandortes.

ACHTUNG! Aus konkreten Gründen können wissenschaftliche Veranstaltungen mit weniger als 70 TeilnehmerInnen (ReferentInnen & Auditorium) ab Herbst 2016 nicht mehr gefördert werden. Die Mindestteilnehmeranzahl beträgt somit 70 Personen.

Das vorliegende Förderungsprogramm für wissenschaftliche Veranstaltungen ist örtlich an die Steiermark gebunden, setzt also in jedem Fall einen steirischen Veranstaltungsort voraus.

Das Förderungsprogramm

Um die internationale Konkurrenz- und Anschlussfähigkeit des Wissenschaftsstandortes Steiermark zu behaupten und, mehr noch, auszubauen, orientiert sich das Programm zur Förderung wissenschaftlicher Veranstaltungen an der aktuellen Forschungsstrategie des Landes Steiermark.  

Besonderes Augenmerk gilt dabei

  • der Entwicklung nachhaltiger Kooperationen in Wissenschaft und Forschung (sowohl projektbezogene als auch strategische Kooperationen),
  • der Entwicklung neuer thematischer Zugänge durch das Aufeinandertreffen verschiedener Sichtweisen und Disziplinen,
  • der Einbindung junger Wissenschafterinnen und Wissenschafter in Vortrags- und Organisationstätigkeit sowie
  • der Kommunikation wissenschaftlicher Inhalte an eine breitere Öffentlichkeit ("Public Awareness") respektive dem Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in den gesellschaftlichen Diskurs.

Die Wahrung der Geschlechtergerechtigkeit sowie der Ausschluss von Diskriminierung hinsichtlich religiöser, kultureller oder sonstiger Zugehörigkeiten der am Projekt beteiligten Personen sind voraus zu setzen. 

Ausschluss

Nicht gefördert werden:

  • Lehrveranstaltungen und Seminare mit vermehrtem Lehrcharakter;
  • Allgemeine (pauschal definierte) Jahresveranstaltungsaktivitäten, soferne diese im Antrag allgemein definiert werden oder auf mehrere bzw. "diverse" Veranstaltungen Bezug nehmen (also nicht konkret auf eine bestimmte Veranstaltung abzielen);
  • Veranstaltungen mit einem Teilnehmerkontingent von weniger als 70 Personen;
  • Messen und Events;
  • Rahmenprogramme, Empfänge und ähnliche Veranstaltungen mit vermehrtem Repräsentationscharakter;
  • Interne institutionelle Klausuren unter Ausschluss der Öffentlichkeit;
  • Diverse Veranstaltungen der Privatwirtschaft.

Langjährige, regelmäßig wiederkehrende  oder seitens des Wissenschaftsressorts mehrmals unterstützte wissenschaftliche Veranstaltungen (zB Vortragsreihen, Jahrestagungen) werden nicht a priori ausgeschlossen. Einmalige wissenschaftliche Veranstaltungen oder solche, die aus Förderungsmitteln des Wissenschaftsressorts noch nie unterstützt wurden, werden hingegen vorgezogen, sofern die Richtlinien erfüllt sind. Die Förderungsendauswahl erfolgt nach Maßgabe des vorhandenen Budgets unter Berücksichtigung aller eingereichten Förderungsanträge.

Kriterien, Vorgaben

  • Antragsberechtigt sind ausschließlich steirische wissenschaftliche Institutionen und Forschungseinrichtungen im universitären sowie außeruniversitären Bereich (keine privaten Einzelpersonen!);

  • Wertschöpfung für den Standort Steiermark (Steirische Themenspezialität, Besondere steirischer Vorreiterrolle in einer bestimmten Disziplin, längerfristige wirtschaftliche Relevanz) sowie internationale Anschluss- sowie Konkurrenzfähigkeit;

  • Interdisziplinarität der Betrachtungen (Nachweis der breiten Beteiligung von ForscherInnen aus unterschiedlichen Disziplinen inklusive kurzer Erläuterungen);

  • Verwertbarkeit der Veranstaltungsergebnisse (Ableitung zukünftiger Forschungsstrategien, Kooperationen und Folgeaktivitäten, Kommunikation wissenschaftlicher Inhalte an eine breitere Öffentlichkeit respektive Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in den gesellschaftlichen Diskurs);

  • Einbindung von NachwuchswissenschafterInnen am Beginn ihrer Karriere (Student.MitarbeiterIn, DoktorandIn, PostDoc, Senior PostDoc) und entsprechende Sichtbarkeit nach außen (zB namentliche Nennung der betreffenden Personen im Organisationskomitee, auf Druckwerken oder in sonstigen Medienberichten);

  • Mindestteilnehmeranzahl: 70 Personen insgesamt (Podium, Referentinnen und Referenten sowie Auditorium).

Als besonders förderungswürdige Aspekte werden berücksichtigt:

-) die Einhebung von TeilnehmerInnengebühren (auch in gestaffelter Form je nach TeilnehmerInnengruppe möglich) und 

-) der Nachweis gesellschaftlicher Verantwortung (Barrierefreiheit und Inklusion; ökologischer Fußabdruck bei Beschaffung und Ausstattung; Diversität)

All diese und weitere Vorgaben sind im unten abrufbaren Formblatt aufgelistet.

 

Antragstellung

Anders als in den vergangenen Jahren können Anträge nicht mehr das ganze Jahr über eingebracht werden. Es stehen 2 zeitliche Einreichfenster zur Verfügung, für das Jahr 2017 wie folgt:

  • 13. Februar bis 14. April 2017 (Einreichungsfenster geschlossen)
  • 14. August bis 13. Oktober 2017

Die Förderungsbeantragung erfolgt auf elektronischem Weg unter Verwendung der Formblätter:

Der inhaltliche Antrag ist in elektronischer Form, vorzugsweise im pdf-Format (Unterschrift, Datum und/oder Stampiglie sind einzuscannen) einzureichen. 

Das in den PLAN-Daten vollständig erfasste xlsm-Formblatt ist in elektronischer Form (im Excel-Format) vorzulegen.
 

Die Textfelder des inhaltlichen Antrages sind vollständig auszufüllen (Achtung: nicht auf das Feld "Projekttitel" vergessen!), die Punkte 1.1. bis 1.16. sind im Antrag durchgehend zu behandeln; die Kommentare sind den einzelnen Punkten jeweils klar zuzuordnen.

Punkte, die auf das konkrete Veranstaltungsvorhaben nicht zutreffen (zB die Frage nach Vereinsstatuten bei einer universitären Antragstellung), sind mit einer kurzen Leermeldung zu kommentieren (zB "Leermeldung" oder "trefft nicht zu").

Bitte achten Sie auf eine sorgfältige Aufbereitung Ihres Antrages, da die zusätzliche Einforderung von Informationen bzw. Unterlagen einen entsprechenden zeitlichen Aufwand bedeutet, die Bearbeitung Ihres Anliegens verzögern kann und Ihrem Vorhaben insgesamt nicht zugute kommt.

Universitär abgewickelte (also nicht private) Veranstaltungsförderungsanträge von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen sind nach den jeweiligen universitäts-/hochschulinternen Regelungen einzureichen.

Antragstellungen von "universitätsnahen" Vereinen, die keine Einrichtungen laut Organisationsplan der Universität darstellen und lediglich den "Standort" nützen, sind universitätsintern nicht meldepflichtig. Die Vereinsstatuten sind vorzulegen, der Antrag ist vom Vereinsobmann bzw. der Vereinsobfrau zu unterzeichnen.

Programm-Budgetierung

In Hinblick auf die Einsparungsvorgaben bzw. die Budgetrestriktion öffentlicher Haushalte steht - pro Einreichperiode - ein limitiertes Kontingent in Höhe von € 125.000,00 zur Verfügung, insgesamt also ein Budget von € 250.000,00 im Jahr 2015. 

Zu beachten!

Förderungsfähig sind:

  • Reise-, Nächtigungskosten und Honorare für externe TagungsreferentInnen bzw. internationale WissenschafterInnen (Invited Speaker, Key-Note-Speaker etc.)
  • Personelle projektbezogene Kosten zur inhaltlichen und teilweise auch organisatorischen Vorbereitung von Tagungen
  • Miete der Tagungsräumlichkeiten
  • Sachkosten im unmittelbaren Projektkontext (zB Druck d. Begleitunterlagen oder des Tagungsbandes, technische Ausstattung, Equipment)
  • Verpflegungs-/Verköstigungskosten im direkten Veranstaltungsrahmen

NICHT förderungsfähig sind:

  • Trinkgelder
  • Grundsätzlich solche Unternehmungen, die abseits des offiziellen Tagungsprogramms stehen (zB spontaner Besuch einer Buschenschank nach Tagungsabschluss, zB Besuch einer Gaststätte außerhalb des Tagungsprogramms, wenn diese Einkehr nur der Abendunterhaltung dient; zB Einladung der Gastreferenten zum Opernbesuch)

MERKE:

Im Antrag sind sämtliche Kostenpositionen darzustellen mit Ausahme der als nicht förderungsfähig angegebenen Ausgaben/Spesen.


→ Unsere Förderungen können nur an die wissenschaftliche Zielgruppe, nicht an die Privatwirtschaft vergeben werden.

→ Die Antragseinreichung hat im Vorfeld, also VOR Veranstaltungsdurchführung und jedenfalls innerhalb des Einreichungszeitraumes zu erfolgen. Die Einreichung eines Antrages während der Planungs- bzw. Organisationsphase ist zulässig.

→ Wird mittels der Förderung ein Gewinn erzielt bzw. ein Überschuss erwirtschaftet, ist die Förderung zur Gänze oder teilweise (je nach Förderungshöhe und Überschuss) zurück zu zahlen.

→ Grundsätzlich ist die Präsentation des Logos "Wissenschaft und Forschung" in allen durch die Abteilung 8 geförderten Publikationen (zB Tagungsband) verpflichtend. Das elektronische Logo ist HIER abrufbar. 

→ Der Förderungsnehmer bzw. die Förderungsnehmerin wird verpflichtet, die Erreichbarkeit eines Veranstaltungsortes mittels öffentlicher Verkehrsmittel auf allen Druckwerken im Projektkontext bekannt zu geben.

→ Die Förderungen können nur in Form von anteiligen Beiträgen bzw. Zuschüssen zur Verfügung gestellt werden.

→ Die Förderung ist zurück zu zahlen, wenn die im Antrag genannten Eckpunkte nicht eingehalten werden bzw. nicht eingehalten werden können. Geringfügige Abweichungen, die den Inhalt des Projektes und die Förderungsbedingungen nicht verändern (zB Kurzzeitige Laufzeitverlängerungen), können nach Vorlage einer Begründung genehmigt werden.

Meldepflicht gem. UG 2002

  • Zur gezielten Förderung der universitären Forschung sind sämtliche Anträge von den wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der Universität für die Durchführung von Vorhaben gemäß §§ 26 - 28 UG 2002 nach erfolgter und nachvollziehbarer Meldung bzw. Antragstellung (Datum, Unterschrift und Stempel) an die hierfür vorgesehenen universitären Verwaltungsstellen oder von den bevollmächtigten VertreterInnen der Universität (DekanIn, Institutsvorstand) unterzeichnet einzureichen. Diese Richtlinie entspricht den Vorgaben des Universitätsgesetzes 2002 und optimiert somit auch die Entscheidungen, die in Hinblick auf innen- und interuniversitäre Kommunizierbarkeit zu treffen sind. Stimmen Sie daher bitte mit der zuständigen Verwaltungsstelle Ihrer Universität ab, ob Sie Ihren Publikationsantrag als Privatperson oder in Ihrer Funktion an der Universität stellen.

  • Die zentralisierte (Bank)Kontoführung der österreichischen Universitäten ist eine notwendige Bedingung. Die Bekanntgabe des entsprechenden Innenauftrages, über welche die wissenschaftlichen Vorhaben gemäß §§ 26 - 28 UG 2002 abzuwickeln sind, soll die richtige inneruniversitäre Zuordnung und somit auch die Möglichkeit einer ordnungsgemäßen und transparenten Abwicklung des Projektes und somit eines Verwendungsnachweises für die seitens des Landes Steiermark zur Verfügung gestellten Mittel sicher stellen. Wir ersuchen um Meldung der Innenauftragsnummer, sobald diese vorhanden ist.

 

Nachweis und Abrechnung

Der Nachweis des widmungsgemäßen Förderungsverwendung ist verpflichtend. Die Subventionsnehmerin bzw. der Subventionsnehmer verpflichtet sich durch die Unterzeichnung des Förderungsvertrages,

  • die Durchführung des Projektes mittels eines inhaltlichen Berichtes (zB inhaltliche Beschreibung, Tagungsprogramm, Folder) nachzuweisen,
  • einen im Zuge der Veranstaltung erschienenen Tagungsband mittels zweier Buchexemplare zu belegen und
  • die Heranziehung des zugesprochenen Förderungsbetrages abrechnungstechnisch zu dokumentieren.

Seit 27. März 2015 steht für diese Zwecke ein neues Excel-Formblatt zur Verfügung, das zugleich als Kosten-/Finanzierungsplan in der Phase der Antragstellung (PLAN-Kosten und PLAN-Einnahmen) und als Belegsverzeichnis im Zuge des Förderungsverwendungsnachweises (IST-Kosten und IST-Einnahmen) konzipiert ist. 

MERKE:

Fortan sind daher sämtliche Förderungsverwendungsnachweise unter Verwendung des projekteigenen, in der Phase der Antragstellung eingereichten xlsm-Dokumentes "Kosten-/Finanzierungsplan & Abrechnungsformular" zu erstellen (Dokument ist im Absatz "Antragstellung" abzurufen).

Die PLAN-Kosten und PLAN-Einnahmen jener Förderungsprojekte, die noch unter Verwendung des überholten/alten Kosten-/Finanzplanes beantragt wurden, sind nachträglich zu dokumentieren. Zusätzlich sind IST-Kosten- und IST-Einnahmen zu erfassen (Dokument ist im Absatz "Antragstellung" abzurufen).

Das Formular ist in elektronischer Form (unbedingt im Excel-Format) vorzulegen. Die maßnahmenverantwortliche Förderungsstelle entscheidet auf Basis dieser Dokumentation über die Quantität und die Auswahl der vorzulegenden Einzelbelege. Das Titelblatt ist zusätzlich auszudrucken, zu unterschreiben, zu scannen und zu mailen.

Der Förderungsnehmer/Die Förderungsnehmerin hat jede Änderung einer Kostenposition (Personalkosten, Sachkosten oder Investitionen) im Ausmaß von mehr als 10% dem Förderungsgeber unverzüglich, sobald bekannt, durch Vorlage einer neuen Kostendarstellung zu melden. Diese Änderungen bedürfen der schriftlichen Bestätigung durch den Förderungsgeber.

Sollten sich zum Zeitprunkt der Förderungsabrechnung die tatsächlich angefallenen Kosten um mehr als 10% gegenüber den Plan-Kosten laut Antrag verringert haben, ohne dass diese gemeldet und vom Förderungsgeber genehmigt wurden, wird die Förderung anteilig reduziert.

 

Kontakt, Ansprechpartnerin

Referat Wissenschaft und Forschung
Abteilung 8 - Gesundheit, Pflege und Wissenschaft
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Zimmerplatzgasse 13, 8010 Graz
POSTANSCHRIFT: Friedrichgasse 9, 8010 Graz

Für nähere Informationen und Einreichungsmodalitäten wenden Sie sich bitte an die zuständige Referentin:

Mag.a Anita RUPPRECHT
E-mail: anita.rupprecht@stmk.gv.at

Tel.: (0316)877-4672
Fax: (0316)877-3998

Anregung: Österreichisches Umweltzeichen

Abschließend nutzen wir die Gelegenheit zu einer Anregung. 1990 wurde auf Initiative des Umweltministeriums das "Österreichische Umweltzeichen" geschaffen. Es ist Garant für geringe Umweltbelastungen, verbunden mit hoher Qualität. Auch Kriterien aus anderen Säulen der Nachhaltigkeit (soziale und ökonomische Richtlinien) werden im Umweltzeichen erfasst.

Mit der "Umweltzeichenrichtlinie 62 "Green Meetings und Green Events" nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

ecoversum
Externe Verknüpfung www.ecoversum.at
Dr.in Karin Dullnig
8010 Graz, Radetzkystraße 31/1

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