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Bund/Bundesländerkooperation

Das Forschungsinstrument


Mit der Neuorientierung der Bund/Bundesländer-Kooperation auf „Nachhaltige Entwicklung“ stellen Bund und Länder dieses bewährte föderale Instrument zur Durchführung von im gemeinsamen Interesse gelegenen Forschungsvorhaben auf eine neue Basis; dies erfolgt in Übereinstimmung mit den Zielsetzungen auf europäischer Ebene. Die Bund/Bundesländer-Kooperation NEU dient dabei der Koordination der anwendungsorientierten Forschung von Bund und Ländern sowie der Koordinierung zwischen den Bundesländern; sie erfüllt als Forum die Aufgabe, über Forschungsinitiativen beider Partner zu informieren und diese aufeinander abzustimmen.

Externe Verknüpfung DaFNE - Datenbank für Forschung zur Nachhaltigen Entwicklung

Gründung und Zielsetzung

Die Bund/Bundesländer-Kooperation koordiniert und finanziert Forschungsvorhaben, die zur raschen Anwendung und Umset­zung bestimmt sind. Mit diesen Forschungsvorhaben werden einerseits überregionale Fragestellungen im Interesse des Bundes und aller Länder, sowie andererseits regional oder lokalspezifische Fragestellungen im Interesse einzelner Bundesländer bearbeitet. Vorwiegend werden dabei Forschungsprojekte gefördert, die interdisziplinär strukturiert sind und fachübergreifende Fragestellungen beantworten, oder spezifische, für Österreich relevante Problemfelder aufgreifen, die durch andere Instrumente der Forschungsförderung nicht abgedeckt werden. Die Bund/Bundesländer-Kooperation dient weiters auch der Zielsetzung, Fragen und Forschungsdefizite aufzugreifen, um damit Entscheidungshilfen für Politik und Verwaltung bereitzustellen.

Die Bund/Bundesländer-Kooperation wurde 1978 eingerichtet; sie war – einem dringenden Nachholbedarf folgend – zu Beginn auf dem Gebiet der Rohstoffforschung tätig, wurde 1980 um das Gebiet der Energieforschung erweitert und, zu Beginn der neunziger Jahre, um Aktivitäten der Umweltforschung ergänzt.

Initiativen

Das österreichische Forschungs- und Innovationssystem auf Gebieten der anwendungsorientierten und interessensgeleiteten Wissensproduktion verdankt der Bund/Bundesländer-Kooperation die systematische Bearbeitung folgender Initiativen:

  • Durchforschung des österreichischen Bundesgebietes nach mineralischen Rohstoffen, insbesondere Massenrohstoffe, Tone und Erde (Erneuerung der österreichischen Rohstoffforschung);
  • innovative Methodenentwicklungen in den Bereichen der geophysikalischen Forschung;
  • geochemische, aeromagnetische und geophysikalische Basisaufnahmen des Bundesgebietes (Hubschraubergeophysik) sowie gravimetrische Vermessungen;
  • Erkundung der unterirdischen Wasservorkommen (Karst- und Grundwässer);
  • Forschungen zu biogenen Rohstoffen und Nahrungsmittelgrundstoffen;
  • Naturraumpotentialforschung und Kulturlandschaftsforschung; Waldschadenforschung;
  • Innovationen im Bereich der Energieforschung, Forschung und Entwicklung zu Energie aus Biomasse/Biogas, Wind- und Sonnenenergie, Geothermieforschung;
  • Forschung und Entwicklung auf den Gebieten Recycling und Abfallwirtschaft.

Die übergeordnete Zielsetzung der Bund/Bundesländer-Kooperation NEU – ausgerichtet auf die politische Zielsetzung der „Nachhaltigen Entwicklung“ - liegt in der Stärkung der föderalen, akkordierten und koordinierten Bearbeitung von im gemeinsamen und öffentlichen Interesse gelegenen Fragestellungen und der Zusammenführung und Abstimmung der relevanten Finanzierungsinstrumente. Ein wesentlicher Effekt dieser Kooperation wird damit erreicht, dass das für Forschung und Entwicklung wirksame finanzielle Gesamtvolumen erheblich erweitert wird. 

Strategiefelder

Die folgenden Felder mit hoher sachpolitischer Relevanz und Attraktivität für die österreichische Strategie einer "Nachhaltigen Entwicklung", die gleichermaßen eine hohe Kompatibilität mit dem 6. EU-Rahmenprogramm aufweisen, werden für die inhaltliche Neugestaltung der Bund/Bundesländerkooperation NEU als Tätigkeitsbereiche definiert:

  • Umwelt und Energie
  • Ernährung und Gesundheit
  • Neue Produkte und Verfahren
  • Mobilität, Verkehr und Tourismus
  • Gesellschaftlicher Wandel

Die mit der Festlegung dieser Strategiefelder notwendige inhaltliche und organisatorische Neuorientierung der Bund/Bundesländerkooperation greift - auf den gewonnenen Erfahrungen aufbauend - die politischen Herausforderungen auf nationaler und europäischer Ebene auf und passt ihre Strukturen und Abläufe sowie ihre thematischen Zielsetzungen den wissenschaftspolitischen und technologiepolitischen Rahmenbedingungen an.

Abwicklung

Die Förderungsabwicklung des Landes Steiermark erfolgt im Rahmen einer formellen Kooperation mit dem Bund. Hierzu ist - wie in jedem Bundesland - ein eigenes Koordinationskomitee eingerichtet. Das Land führt den Vorsitz, das Bundesministerium koordiniert. Auf beiden Seiten sind die zuständigen Fachressorts und Beratungsorgane vertreten: Die Projektvorschläge werden den Kooperationspartnern zur Begutachtung und Interessensfeststellung zugeleitet und schließlich im Koordinationskomitee behandelt. Im positiven Falle wird zwischen jeder finanzierenden Stelle und dem Projektträger eine eigene Finanzierungsvereinbarung (Auftrag bzw. Förderung) getroffen.

Antragseinreichung und Förderungsabrechnung

  • ANTRAG: Die Projektvorschläge sind direkt über die Forschungsplattform des Externe Verknüpfung Lebensministeriums (Externe Verknüpfung DAFNE) einzureichen.
  • FÖRDERUNGSABRECHNUNG: Die Subventionsnehmerin bzw. der Subventionsnehmer ist verpflichtet, die Projektrealisierung inhaltlich darzustellen und die ordnungsgemäße Heranziehung der genehmigten Förderungsmittel nachzuweisen. Die Vorgehensweise entnehmen Sie bitte unserer Webseite: Kosten-/Finanzplan & Abrechnungsformular

 

Kontakt

Referat Wissenschaft und Forschung
Abteilung 8 - Gesundheit, Pflege und Wissenschaft
Zimmerplatzgasse 13, 8010 Graz
Postanschrift: Friedrichgasse 9, 8010 Graz 

Referentin:
Mag. Gabriele WURZER
Tel: 0316/877-5433
Fax: 0316/877-3998
gabriele.wurzer@stmk.gv.at 

 

 

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